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Düsseldorf: Ministerin: Bachelor und Master führen schneller zum Erfolg

Düsseldorf : Ministerin: Bachelor und Master führen schneller zum Erfolg

Die Umstellung des Studiums auf Bachelor und Master bringt junge Akademiker schneller und erfolgreicher in den Arbeitsmarkt.

Diese Bilanz der Studienreform zog Nordrhein-Westfalens Wissenschaftsministerin Svenja Schulze (SPD) am Donnerstag in Düsseldorf. Nur 17 Prozent der Bachelor- und Master-Studenten schließen die Ausbildung demnach nicht in der Regelzeit ab. Dagegen benötigten rund 40 Prozent in den Diplom- und Magisterstudiengängen zum Teil deutlich mehr Zeit, berichtete Schulze. Mit den Spitzen der Landesrektorenkonferenzen unterzeichnete sie ein Memorandum, wo sich beide Seiten verpflichten, die Studienbedingungen zu verbessern.

Seit Beginn der europaweiten Umstellung auf ein zweistufiges System von Studienabschlüssen im Jahr 1999 habe sich der Anteil der Bachelor-Studierenden, die in der Regelzeit fertig werden, mehr als verdreifacht, sagte Schulze. „Die Absolventen haben auf dem Arbeitsmarkt gute Chancen.” Eine Befragung des Absolventenjahrgangs 2009 habe ergeben, dass ein Jahr nach Verlassen der Universität lediglich zwei Prozent der Bachelor-Studenten arbeitslos gewesen seien - an Fachhochschulen drei Prozent.

In ihrem Memorandum bekennen sich Hochschulen und das Wissenschaftsministerium unter anderem dazu, ausreichende Kapazitäten zu schaffen, reibungslose Studienplangestaltungen und eine angemessene Prüfungsdichte zu gewährleisten. Die studentische Arbeitsbelastung soll ständig kontrolliert und Prüfungen sollen möglichst ohne Überschneidungen organisiert werden. Anwesenheitspflichten und Kontrollen bei Lehrveranstaltungen sollen vermindert und Studienaufenthalte im Ausland erleichtert werden.

Schulze forderte die Bundesregierung erneut auf, die Mittel für den Hochschulpakt aufzustocken, weil die nötigen zusätzlichen Masterstudienplätze ansonsten nicht zu finanzieren seien. Die Nachfrage sei wesentlich höher als kalkuliert.

In NRW werden inzwischen über 2650 Bachelor- und Masterstudiengänge angeboten. Die Gesamtzahl der Studierenden in NRW hat mit rund 570.000 einen Höchststand erreicht.