Aachen: Kostenloses Parken am Klinikum hat wohl bald ein Ende

Aachen: Kostenloses Parken am Klinikum hat wohl bald ein Ende

Die RWTH geht voran, es folgen Fachhochschule (FH) und Uniklinik: Um den zunehmenden Autoverkehr in Hochschulbereichen einzudämmen, werden auch sie in absehbarer Zeit das Jobticket und die Parkraumbewirtschaftung einführen.

An der FH ist das entsprechende Konzept bereits in Arbeit, am Klinikum werden die Weichen nun ebenfalls gestellt. Wie berichtet, führt die RWTH nach jahrelangem Drängen zum 1. Juli das verbilligte Busticket für ihre Beschäftigten ein, um einen Anreiz zu geben, aufs eigene Auto zu verzichten. Zugleich dürfen Bedienstete und Studenten die hochschuleigenen Parkplätze nur noch mit Parkausweis (monatlich fünf Euro) benutzen. Die FH will das Konzept baldmöglichst übernehmen. Für die Uniklinik deutete Vorstandschef Professor Thomas Ittel am Mittwoch nach Gesprächen mit der Stadt eine ähnliche Lösung an.

Alle Beteiligten erhoffen sich davon auch eine Entspannung an der Parkplatzfront. Denn die am Klinikum vorhandenen 2200 Stellplätze reichen für Patienten, Besucher und Mitarbeiter bei weitem nicht mehr aus. Weil neuer Parkraum seinen Preis habe, erwägt die Klinikumsleitung ebenfalls die Einführung von Parkgebühren.

Von den Einnahmen könnte unter anderem der Bau eines Parkhauses auf dem alten Hubschrauberlandeplatz finanziert werden, der nach Fertigstellung der neuen Landeplattform in diesem Jahr nicht mehr benötigt wird. Relativ schnell könnten zudem rund 150 zusätzliche Plätze durch die Beseitigung der Buschreihen auf dem großen Gratisparkplatz geschaffen werden. Die Stadt will dem nur zustimmen, wenn zeitnah Parkgebühren eingeführt werden und weitere Maßnahmen zur Verkehrsminderung - etwa die Einführung des Jobtickets - ergriffen werden.

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