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Aachen: „Kennismakelaar” ist grenzenlos

Aachen : „Kennismakelaar” ist grenzenlos

Seit Jahren nutzen die Unternehmen in der Region Aachen das wissenschaftliche Potenzial der umliegenden Hochschulen für ihre Entwicklungsarbeit. Bisher endete diese Form des Technologietransfers an den Landesgrenzen.

Das soll in Zukunft anders werden. Die niederländische Provinz Limburg will im Rahmen ihres Projekts „Kennismakelaar” ihren Unternehmen eines grenzüberschreitende Innovationsberatung anbieten, die auch die wissenschaftlichen Einrichtungen der Region Aachen umfasst.

Martin Eurlings, Wirtschaftsdeputierter der Provinz Limburg machte sich am Montag an der Spitze einer umfangreichen Delegation bei der Industrie- und Handelskammer und der Technischen Hochschule über die in der Region Aachen praktizierte Innovationsberatung kundig.

Im Rahmen ihres wirtschaftlichen Entwicklungsprogramms (Versnellingsagenda) will die niederländische Provinz Limburg bis 2010 rund 800.000 Euro einsetzen, um kleinen und mittleren Firmen den Zugang zu High-Tech-Innovation aus dem Umfeld der RWTH zu ermöglichen. Konkret sollen in den nächsten 18 Monaten zehn Projekte für insgesamt 20.000 Euro pro Antragsteller zur Verfügung stehen.

„Wir brauchen einen länderübergreifenden Technologietransfer um Innovationen, die beiderseits der Grenzen entwickelt werden, auch allen Unternehmen in der Eurgio Maas-Rhein verfügbar zu machen”, unterstrich IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Drewes.

Auch Martin Eurlings will jetzt Nägel mit Köpfen machen: „In der Vergangenheit wurde zu viel über die Möglichkeiten in der Region geredet - und zu wenig getan. Die RWTH soll in Zukunft auch unsere Technische Hochschule werden”, kündigte er an.

Die beiden „Kennismakelars” werden, wie gemeldet, ihren Sitz im grenüberschreitenden Gewerbegebiet Avantis zwischen Heerlen und Aachen haben.