Aachen: „Haben Maßstäbe in der Spitzenforschung gesetzt”

Aachen: „Haben Maßstäbe in der Spitzenforschung gesetzt”

Mit einer besonderen Auszeichnung wurden die Verdienste eines Wissenschaftlers für eine moderne Technologiepolitik und für den Strukturwandel in Kooperation von Wissenschaft, Wirtschaft und Politik gewürdigt.

Der emeritierte RWTH-Professor Dr. Walter Eversheim ist am Freitag von Bundespräsident Horst Köhler mit dem Bundesverdienstkreuz Erster Klasse geehrt worden.

Innovationsminister Andreas Pinkwart, der das Verdienstkreuz stellvertretend überreichte, erklärte: „Die RWTH, das Land NRW und auch die Bundesrepublik haben Ihnen für Ihre jahrzehntelange, herausragende, wissenschaftliche Arbeit zu danken.”

Besonders lobte er, dass Eversheim es immer verstanden habe, auch andere an seinem Know-How teilhaben zu lassen. Mit seiner Arbeit habe der Wissenschaftler „Maßstäbe an der RWTH für Spitzenforschung gesetzt”.

Der in Aachen geborene Eversheim war bis 2002 fast 30 Jahre lang Universitätsprofessor für Produktionssystematik am Werkzeugmaschinenlabor. Herausragende Leistungen erbrachte er dort auf den Gebieten der Prozessorganisation, der Prozesskostenrechnung und des Variantenmanagements.

Von 1980 bis 2002 leitete er das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie. Von 1990 an war Eversheim Direktor des Forschungsinstituts für Rationalisierung an der RWTH. Daneben engagierte er sich in der akademischen Selbstverwaltung, zwei Jahre lang war er Prorektor.

Doch nicht nur die Wissenschaft lag Eversheim am Herzen: Zwölf Jahre lang war der Professor auch Sprecher des Karlspreisdirektoriums.

In seiner Dankesrede betonte Eversheim, dass er immer eine tolle Mannschaft gehabt habe, am Institut, aber auch in der Verwaltung. Ihm habe es immer Freude bereitet, seine Mitarbeiter zu motivieren. „Der Dank für diese Auszeichnung gebührt auch meinen 250 Doktortöchtern und -söhnen, die den Ruf von Aachen nach Deutschland hinausgetragen haben.”