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Aachen: Gezielte Hilfe für die ausländischen Studenten

Aachen : Gezielte Hilfe für die ausländischen Studenten

Kunden- und serviceorientiert will die Stadt Aachen schon lange sein. Das gilt nicht nur für Inhaber eines deutschen Passes.

Wer Ausländer ist und zudem an der Technischen Hochschule in Aachen studiert, als wissenschaftlicher Mitarbeiter wirkt oder als Professor lehrt, der kann seit Montag von einem neuen, vernetzten Angebot Gebrauch machen: Mitarbeiter der städtischen Ausländer-Verwaltung haben am Morgen ihr neues Büro am Eingang zum „International Office”, dem früheren Akademischen Ausländeramt der RWTH auf der Hörn (Ahornstraße 55), bezogen.

Gabriele Grünewald sowie ihre Kollegen Claudia Dohms, Petra Krey und Andreas Morawe beraten hinter der „in städtischem Orange” - so Dr. Heike Naderer, Leiterin des Dezernats für Internationale Hochschulbeziehungen der TH - gestrichenen Tür nicht nur in melde- und sonstigen ordnungsrechtlichen Fragen (unter anderem bei der Aufenthaltserlaubnis), sondern auch bei anderen Problemen.

Wenn zum Beispiel ein Chinese oder ein Afghane nach der Doktor- oder Diplomprüfung auf Stellensuche gehen will oder einen Iraner andere Fragen plagen: Auch dann hilft ihm das Team weiter - und sei es dadurch, dass es ihn an andere Instanzen weiter vermittelt. Den Weg zum Verwaltungsgebäude der Stadt am Hauptbahnhof können sich Studierende und Mitarbeiter der Hochschule künftig sparen.

Die Hochschule hat sich - was es so bisher nur noch in Düsseldorf gibt - mit der Kommune vernetzt. Dieser an und für sich abstrakte Vorgang wird auf der Hörn konkret, und dass nicht nur bei den Beratungsgesprächen. Denn in dem großräumigen Büro im Erdgeschoss an der Ahornstraße hängen Registraturmappen, insgesamt rund 5600 an der Zahl.

Das sind rund 5600 Menschen und Schicksale. Gabriele Grünewald und ihre Mitstreiter bemühen sich, ihren Anteil am Lebensweg dieser Menschen so angenehm und freundlich wie es irgendwie nur geht zu gestalten.

So nimmt es denn auch kaum Wunder, dass bei der offiziellen Eröffnung der neuen Dienststelle alle Redner dieses Ereignis in hellen Dur-Tönen feierten. So sprach TH-Kanzler Dr. Michael Stückradt von einem „höchst erfreulichen Termin” und begrüßte zudem, dass mit der Einrichtung ein wichtiger Schritt dazu unternommen werde, dass sich Menschen aus dem Ausland an der RWTH Aachen willkommen fühlten. „Bürokratische Hemmnisse so gering wie möglich zu halten” - darauf komme es an.

Aachens Personal- und Sozialdezernent Heinz Lindgens, zu dessen Amtsbereich die Ausländer-Abteilung gehört, pflichtete Stückradt bei und ergänzte, dass Stadt und Hochschule „nun in dieselbe Richtung rudern”. Dann gab es noch ein Versprechen: Die Klienten sollen sich künftig „schnell und kompetent” beraten fühlen, sagte der Beigeordnete.

Zu folgenden Zeiten ist das Büro der städtischen Ausländerabteilung, Ahornstraße 55 (Erdgeschoss) geöffnet: montags bis mittwochs von 8 bis 12.15 Uhr, mittwochs zusätzlich von 14 bis 16.45 Uhr und freitags von 8 bis 12 Uhr.

Zudem können Termine frei vereinbart werden: Tel. 0241/432-3320, -3321 oder -3322.