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Aachen: Gebühren nur für bessere Lehre

Aachen : Gebühren nur für bessere Lehre

Millionen Euro können Studenten demnächst an der RWTH verdienen.

Um ihre Lehre erheblich zu verbessern, will die Aachener Hochschule hunderte von Tutoren (ältere Semester) zusätzlich einstellen, die ihre jungen Kommilitonen fachlich betreuen.

Dabei bezahlen sie sich sozusagen gegenseitig. Die Mittel sollen nämlich aus den Studiengebühren stammen, die die RWTH in voller Höhe zu erheben am Donnerstag im Senat beschlossen hat.

Wenn, wie zu erwarten, das NRW-Gesetz zur Einführung von Studienbeiträgen zum April in Kraft tritt, müssen in Aachen vom kommenden Wintersemester an alle Studienanfänger 500 Euro je Semester zahlen, alle übrigen ab Sommersemester 2007.

Zwischen 16 und 18 Millionen pro Jahr sollen dabei herumkommen, schätzt Rektor Burkhard Rauhut. Dieser Betrag soll „ausschließlich und transparent” der Lehre zugute kommen, und „nicht irgendwo Haushaltlöcher stopfen”.

Was die Landesregierung bislang auch verspricht, bekräftigten gegenüber der Presse am Montag die Vertreter aller Gruppen im Senat als Bedingung ihrer Zustimmung.

Der größte Batzen also soll für die Bezahlung von Tutoren ausgegeben werden. Statt Gruppen von bis zu hundert Studierenden sollen es künftig je Tutor nur noch 20 sein.

Eingestellt werden sollen auch so genannte „lecturer”, Dozenten, die nicht forschen, sondern zusätzliche Vorlesungen halten. Neben sonstigem Lehrmaterial sollen auch die Bibliotheksbestände wieder aufgestockt werden.