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Aachen: Erst das „Super C”, dann der Super-Campus

Aachen : Erst das „Super C”, dann der Super-Campus

In zwei Jahren soll die RWTH ihr neues Studierenden-Servicezentrum neben dem Hauptgebäude am Templergraben haben.

Aber nicht nur das. „Wenn die Fertigstellung greifbar ist, sollte es auch eine Lösung für das Umfeld geben”, sagte OB Jürgen Linden am Montag beim ersten Spatenstich für das „Super C”, als das das künftige Studierenden-Servicezentrum der RWTH wohl bekannter ist.

Er redete dabei einem TH-Campus am Templergraben das Wort. Denn der OB sieht in dem „innovativen, modernen und mutigen” Neubau eine weitere Chance, die Hochschule mit der Stadt zu verzahnen - und ein Symbol, den architektonischen und innovativen Mut der Hochschule in der ganzen Stadt aufzubringen.

Sicher auch - aber nicht nur - beim „Bauhaus”. Dass es kein alltägliches Gebäude, sondern ein Signal für die Leistungsfähigkeit der kaiserstädtischen Alma Mater sein soll, unterstrichen deren ehemaliger Kanzler Michael Stückrath, der jetzt in neuer Funktion als Staatssekretär und Vertreter von NRW-Innovationsminister Andreas Pinkwart angereist war, und der angehende Hausherr unisono.

Rektor Burkhard Rauhut musste zwar auf mehr Jahre Vorgeschichte zurückschauen, als ehedem erhofft, aber er konnte auch eine positive und sehr gegenwärtige Bilanz ziehen: 5,5 Millionen Euro Sponsorengelder hat er eingeworben. Und neben vielen kleineren und mittleren Beträgen gibt es drei außerordentlich stattliche. 1,5 Millionen Dollar von Ford, 750.000 Euro von der Sparkasse Aachen und eine Million Euro von der AachenMünchener.

Damit konnte es los gehen. Seit Montag wird das „Gebäude des 21. Jahrhunderts” (Rauhut), entworfen von den Architektinnen Susi Fritzer und Eva-Maria Pape aus Aachen, tatsächlich realisiert. Wenn es fertig ist, wird es zwar nicht die Studienberatung, die bleibt am alten Ort, wohl aber die Dienstleistungseinrichtungen für die Studierenden beherbergen. Der einmal für die Beratung vor dem Studium gedachte Platz kommt nun ausländischen Studierenden zu.

Rauhut freut sich auf das Gebäude, auch weil es zwischen dem Hauptgebäude von 1870, dem Seminargebäude aus den 60ern und dem Hörsaalgebäude aus den 70ern einen neuen Akzent setzt. Einen, dessen Besonderheit nicht nur Technik und Gestalt der Architektur sind, sondern auch die Energiequelle der Klimatisierung.

Aus einem 2544 Meter tiefen Loch zieht eine Erdsonde eben diese Energie. Rauhut: „Das erste Mal weltweit, dass eine solche Tiefbohrung mitten in der Stadt stattgefunden hat.” Innovativ eben.