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Aachen: Doppelt diplomiert hält besser

Aachen : Doppelt diplomiert hält besser

Alles spricht von Globalisierung - auch die Studierenden und Lehrenden des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften an der Fachhochschule Aachen.

Dabei geht es nicht ums Theoretisieren im akademischen Elfenbeinturm. Längt haben sich die Aachener mit Kollegen in Großbritannien (Coventry, London, Edinburgh, Dundee), Irland (Dublin), USA (Arlington, San Francisco, Cape Girardeau) und Australien (Sydney, Perth, Melbourne) vernetzt und mit ihnen einen Studiengang entwickelt, bei dem die Studierenden drei Jahre in Aachen sowie ein Jahr im Englisch sprachigen Ausland studieren.

Dafür haben sie gleich einen doppelten Abschluss: den deutschen Diplom-Kaufmann und den angelsächsischen B.A..

Wie dieser spezielle Studiengang in Zukunft gestaltet werden soll, hat jetzt eine mit Lehrenden aller beteiligten Universitäten besetzte Konferenz beraten. Im Austausch auf dem FH-Campus unter der Leitung von Professor Alfred Joepen ging es um einen einheitlichen Lehrplan, um die Entwicklung weiterer Doppel-Studiengänge sowie um den Aufbau eines globalen Hochschul-Netzwerkes, das aus den gemeinsamen Erfahrungen weitere in die Zukunft weisende Initiativen entwickeln soll.

Joepen zog ein positives Fazit des Doppel-Abschlusses, den es seit 1986 gibt, der 2000 beträchtlich erweitert wurde und der von je rund 100 Jung-Akademikern sowohl aus Deutschland als auch aus den angelsächsischen Teilnehmer-Ländern genutzt wird.

„Die jungen Leute haben in einem Studiengang zwei Kulturen und Systeme durchlebt und Probleme gemeistert”, werde ihm immer wieder bescheinigt. Was aus den Absolventen werden kann, haben die Teilnehmer der Tagung auch kennen gelernt: Hans Mackenstein, der als einer der ersten zwei Abschlüsse verbuchte, ist inzwischen selber Professor für Wirtschaftswissenschaften - in Aachen.