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Aachen: Die ersten Spenden für das „Super C” der RWTH

Aachen : Die ersten Spenden für das „Super C” der RWTH

Der Startschuss ist gefallen: Mit seinem Plädoyer für das Servicezentrum „Super C”, das am Templergraben ein Aushängeschild für die TH werden soll, hat Rektor Professor Dr. Burkhard Rauhut im Krönungssaal um Spenden geworben. Fünf Millionen Euro für das 18-Millionen-Projekt werden noch gebraucht. Aber es gibt auch kritische Stimmen.

AZ-Redakteur Stephan Mohne sprach mit dem Rektor.

Sind haben mit Ihrem Spendenaufruf einen nicht alltäglichen Weg zur Finanzierung eines Hochschulprojektes beschritten. Wie war am Abend selbst und danach die Resonanz darauf?

Rauhut: Am Abend selbst war die Resonanz sehr positiv. Aber ein Unternehmen wird natürlich nicht direkt eine große Summe spenden, sondern denkt erst einmal darüber nach. Dies muss man jetzt abwarten. Am Tag darauf lag auf meinem Schreibtisch ein Briefumschlag ohne Absender. 1300 Euro waren für das Super C darin. Das hat mich umgehauen. Es geht ja nicht nur um riesige Geldspenden. Jede der Spende ist willkommen und hilft uns. Wir werden auch etwas zurückgeben. Eine Tafel im Gebäude, auf der alle Spendernamen veröffentlicht werden, ist denkbar.

Die Hochschule hat einen Sanierungsstau von einigen hundert Millionen Euro, Sie aber wollen jetzt etwas ganz Neues aus dem Boden stampfen. Ist das nicht ein krasser Widerspruch?

Rauhut: Diese Kritik habe ich auch aus den eigenen Reihen zu hören bekommen. Aber wir haben ja gar kein Geld, das wir anderswo investieren können, sonst hätte ich ja nicht darum werben müssen. Zudem würden die Bürger oder Unternehmen wohl kaum für die Sanierung eines Hochschulgebäudes spenden. Zudem bekommen wir 5500 Quadratmeter Nutzfläche und ziehen dort verschiedene Institutionen zusammen. Mit dem frei werdenden Platz kann man dann wieder etwas anderes anfangen.

Haben Sie in Sachen Spendenwerbung und Klingelbeutel eigentlich Nachhilfe beim „Profi” Dompropst Dr. Hans Müllejans genommen?

Rauhut (lacht): Nein, ich habe vielmehr gehört, dass er schon zittert, weil wir jetzt auch Spenden sammeln. Nein, Scherz beiseite, wir machen uns natürlich keine Konkurrenz, weil es um zwei völlig unterschiedliche Dinge geht.

BEGEHBARES MODELL

Ab Donnerstag, 13. Juni, ist bei „artec”, Jülicher Straße 322, ein begehbares Modell des Super C im Maßstab 1:5 aufgebaut. Zu besichtigen ist es von montags bis freitags. Wer sich als Sponsor an dem Projekt beteiligen will, kann dies unter dem Stichwort „Super C”, Kontonummer 18, Sparkasse Aachen.