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Münster: Boykott der Studiengebühren an Uni Münster gescheitert

Münster : Boykott der Studiengebühren an Uni Münster gescheitert

Der Boykott von Studiengebühren an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster ist gescheitert. Wie ein Sprecher des Allgemeinen Studierenden-Ausschusses (AStA) am Freitag mitteilte, hätten sich nur knapp 3600 Studenten an der Aktion beteiligt und jeweils 275 Euro auf das so genannte Boykottkonto überwiesen.

Das Quorum von 9600 Studenten - ein Viertel der eingeschriebenen Studenten - sei damit nicht erreicht worden.

Wäre die Boykottaktion erfolgreich gewesen, hätte der AStA noch einmal mit dem Senat und dem Rektorat der Uni über eine Abschaffung der Studiengebühren diskutieren können. Offenbar hätten aber viele Studenten Angst vor einer Exmatrikulation gehabt und sich deshalb nicht an der Protestaktion beteiligt, erklärte der Sprecher.

Das eingezahlte Geld soll an die Hochschule weitergeleitet und als Studiengebühr verbucht werden. Der AStA konzentriert seine weiteren Bemühungen auf Gerichtsklagen, mit denen die Studiengebühren wieder gekippt werden sollen.

Laut einem Beschluss des Düsseldorfer Landtags vom vergangenen Frühjahr können die staatlichen Universitäten und Fachhochschulen im Land seit Herbst 2006 von Studienanfängern und ab dem kommenden Sommersemester von allen Studenten maximal 500 Euro pro Semester verlangen.