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Jülich: Bachelor und Master im Blick

Jülich : Bachelor und Master im Blick

„Bologna heißt das Stichwort”, betonte Prof. Dr. Manfred Schulte-Zurhausen beim Jahresempfang der FH-Abteilung Jülich.

Damit spielte der Prorektor für Lehre, Studium und Weiterbildung auf den Bologna-Prozess an, der unter anderem die Einführung eines Systems leicht verständlicher und vergleichbarer Hochschulabschlüsse mit einer europäischen Dimension fordert.

Um dies zu gewährleisten, brauche die Hochschule wettbewerbsfähige Bachelor-Studiengänge sowie hoch qualifizierte Master-Studiengänge.

Zudem sollten die internationalen Studiengänge gestärkt und die Kooperation mit der Praxis intensiviert werden.

Prof. Schulte-Zurhausen, einer von vier Bewerbern mit guten Chancen auf das Rektorenamt, wies auf eine Umfrage hin, in der Studierende die inhaltliche Attraktivität des Bachelor-Studiengangs betonen.

Die Bildung und Ausbildung junger Menschen seien die beste Zukunftsinvestition, bekräftigte Jülichs Bürgermeister Heinrich Stommel. Deshalb bemühe sich die Stadt darum, die Schulen ausreichend mit Informationstechnologie auszustatten.

Dazu gehöre bereits die Vernetzung der Grundschulen, damit die Schüler Medienkompetenz erlangten. Dies sei schon weitestgehend erfolgt trotz der schwierigen Finanzlage: „Damit haben wir eine gewisse Übung entwickelt.”

Die Akkreditierung der Studiengänge Chemical Engineering und Physical Engineering für die Abteilung Jülich sind ein wichtiger Schritt in Richtung Wettbewerbsfähigkeit.

Diese noch recht junge Entwicklung stellte die Dekanin Prof. Dr. Angela Merschenz-Quack am Schluss ihres Jahresrückblickes vor.

Auch der Besuch von NRW-Ministerpräsident Peer Steinbrück, der sich lebhaft für das geplante Solarthermischen Demonstrationskraftwerk in Jülich interessierte, die ersten Absolventen im Master-Studiengang Biomedical Engineering sowie die Umstrukturierung der Fachbereiche in der Abteilung Jülich - statt bislang fünf gibt es nur noch einen, nämlich nur den Fachbereich „Angewandte Naturwissenschaften und Technik” - standen im Mittelpunkt ihrer Ausführungen.

Zu Beginn ihres Rückblicks bat sie zunächst um eine Schweigeminute für den vor wenigen Tagen plötzlich verstorbenen Prof. Dr. Hans Müller. Die etwas wehmütige Stimmung wurde durch das melancholische Pianospiel des libanesischen Studierenden Charbel Attieh vertieft, der den Jahresempfang musikalisch begleitete und ein weiteres Mal die Internationalität der Fachhochschule dokumentierte.