Bonn: Auslandsaufenthalt ab dem ersten Semester planen

Bonn: Auslandsaufenthalt ab dem ersten Semester planen

Wer ein Semester im Ausland studieren möchte, sollte früh genug mit der Planung beginnen.

„Am besten ist es, gleich im ersten Semester anzufangen”, riet Claudius Habbich vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) in Bonn im Gespräch mit dem dpa-Themendienst. Die Vorbereitung könne vom ersten Wunsch bis zur Umsetzung bis zu eineinhalb Jahre dauern.

Vielen Studenten fehlt es an Auslandserfahrung: Nur jeder Vierte (25 Prozent) hat einen Aufenthalt jenseits der deutschen Grenzen absolviert. Das ergibt sich aus einer am Donnerstag in Berlin vorgestellten DAAD-Studie, für die rund 14 000 Studenten befragt wurden. Demnach hat sich der Wert in den vergangenen Jahren kaum verändert: 2009 lang er bei 26 Prozent, 2007 waren es 23 Prozent.

Bei Bachelor-Studiengängen komme eigentlich nur das vierte und fünfte Semester für einen Auslandsaufenthalt in Betracht, erklärte Habbich. Wollen Hochschüler auf jeden Fall ins Ausland gehen, sollten sie schon bei der Studienwahl darauf achten, ob solche Aufenthalte vorgesehen sind.

Habbich empfahl beim Planen ein Vorgehen in drei Schritten: Zunächst sollten Studenten im Internet Infos sammeln. „Dann sollte der Auslandsbeauftragte besucht werden, den es an jeder Uni gibt. Schließlich haben viele Fachbereiche noch mal einen extra Auslandskoordinator.”

Auch um die Finanzierung kümmern sich Studenten besser rechtzeitig, sagte Habbich. Neben Stipendien gebe es noch das Auslands-Bafög. Das stehe auch Personen zu, die normalerweise kein Bafög bekommen.

Damit Studenten durch das Auslandssemester keine Zeit verlieren, riet Habbich, sich unbedingt vorher schlauzumachen, inwiefern im Ausland erbrachte Studienleistungen in Deutschland anerkannt werden.

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