Aachen: Alle Parkplätze am Klinikum gegen Gebühr?

Aachen: Alle Parkplätze am Klinikum gegen Gebühr?

Das Universitätsklinikum Aachen arbeitet an einer Lösung seines Parkraummangels. „Die derzeitige Situation, die sich durch diverse Baumaßnahmen verschärft hat, ist für Patienten, Besucher und Mitarbeiter gleichermaßen inakzeptabel”, so Vorstandschef Professor Thomas Ittel.

Am Mittwoch erörterten Vertreter von Stadt und UKA, welche Lösungen denkbar sind, damit sich die Lage baldmöglichst entspannt. Ergebnis: Das Klinikum wird in den nächsten Monaten ein Mobilitätskonzept entwickeln, das darauf zielt, den Individualverkehr so weit wie möglich zu reduzieren.

Ein Instrument dazu ist die Parkraumbewirtschaftung, also die Einführung von Parkgebühren. „Parkraum verbraucht kostbare Flächen und hat seinen Preis, den wir, wie die Hochschule oder auch andere Krankenhäuser, geltend machen müssen”, so Prof. Ittel. „Das dient der Refinanzierung ebenso wie der Verkehrssteuerung.” Weitere Entlastung ergäbe sich durch die Einführung eines Jobtickets oder die Bildung von Fahrgemeinschaften.

Mit der Stadt wurden verschiedene Varianten zum Ausbau der derzeit 2200 Parkplätze besprochen. Darunter die eines Parkhauses auf dem Gelände des bisherigen Hubschrauberlandeplatzes, der nach Fertigstellung der neuen Landeplattform in diesem Jahr nicht mehr benötigt wird. Denkbar ist es laut Pressestelle des Klinikums auch, zusätzliche Stellplätze auf dem bisherigen Gratisparkplatz zu schaffen - durch Beseitigung von Buschreihen.

Letztere Lösung wäre relativ schnell umzusetzen. Ihre Umsetzung koppelt die Stadt jedoch an die zeitnahe Einführung der Parkraumbewirtschaftung auf Basis eines überzeugenden, auf Verkehrsminderung ausgerichteten Mobilitätskonzeptes.

Mehr von Aachener Zeitung