Heinsberg: Heinsberg lässt wieder einmal Kinderaugen strahlen

Heinsberg: Heinsberg lässt wieder einmal Kinderaugen strahlen

Ein paar strahlende Kinderaugen mehr wird es an Heiligabend unter den Weihnachtsbäumen im Kreis Heinsberg geben. Sandra Classen und Uwe Pfeil, zwei Geschäftsleute aus Heinsberg, teilten am Sonntagnachmittag aus, was viele Bürger gespendet hatten.

„Strahlende Kinderaugen” heißt das Projekt, das Classen und Pfeil nun schon im neunten Jahr auf die Beine gestellt haben.

Auf dem Heinsberger Rathausvorplatz - gleich neben der Eisbahn - fand die Übergabe der Spendengeschenke an Wohlfahrtsorganisationen aus dem Kreis statt. Günter Kleinen moderierte die Übergabeveranstaltung, die von vielen Besuchern mitverfolgt wurde, die zum verkaufsoffenen Sonntag die Kreisstadt in Scharen aufgesucht hatten. Kleinen bat zunächst den Ersten Beigeordneten der Stadt Heinsberg, Jakob Gerards, auf die Bühne.

Gerards freute sich, den Zuhörern berichten zu können, dass das 2003 ins Leben gerufene Projekt „Strahlende Kinderaugen” auch überregional Anerkennung gefunden habe. Alt-Bundespräsident Roman Herzog hatte Sandra Classen und Uwe Pfeil mit dem Ehrenamtspreis der GVV-Kommunalversicherung ausgezeichnet. Gerards: „Als wir bei der Stadt von diesem Wettbewerb erfuhren, war uns spontan die Aktion ,Strahlende Kinderaugen eingefallen.” Diese spontane Idee zündete, und das Heinsberger Projekt wurde mit dem ersten Preis ausgezeichnet.

Im neunten Jahr nicht mehr spontan, sondern schon früh nachfragend, wann es denn nun losgehe, würden die Bürger in der Vorweihnachtszeit auf das preisgekrönte Projekt reagieren, sagte Apotheker Klaus-Josef Froitzheim, der mit seinen Mitarbeitern alljährlich - wie die anderen teilnehmenden Geschäftsleute und Institutionen - einen Weihnachtsbaum in seiner Apotheke aufstellt, der mit den Wunschzetteln von Kindern bedürftiger Familien behangen wird.

Statt vom Christkind werden diese Wunschzettel von Bürgern abgeholt, die die entsprechenden Geschenke besorgen und unter denselben Weihnachtsbaum deponieren. So kommen alljährlich mehr als 1000 Geschenkpakete zusammen, die am Ende auf den Gabentischen von Kindern landen, die von Wohlfahrtsorganisationen betreut werden. Susanne Hoeren sprach bei der Geschenkübergabe für „Schatzsucher”, ein Projekt des ambulanten Hospizdienstes Regenbogen und „Leben(s)wert”. „Schatzsucher” betreut trauernde Kinder, die mit dem Sterben eines nahen Familienangehörigen konfrontiert sind.

Peter Maaßen und seine Kollegen vom Jugendamt der Stadt Heinsberg freuen sich jedes Jahr wieder auf die Aktion „Strahlende Kinderaugen”. Allein das Stadtjugendamt, so Maaßen, habe in den vergangenen Jahren mehr als 500 Geschenkpakete verteilen können. Maaßen: „Das geht einem wirklich ans Herz, wenn man in die Familien kommt und die strahlenden Kinderaugen sieht.”


Bedacht wurden dank der Spender und dank der Unterstützung von AOK Heinsberg, Schuh Boshof, Buchhandlung Gollenstede und Tintenfass, Coiffeurteam Pfeil, Haus Wilms ­Effeld, Handelshaus Heinrichs, Stadt Heinsberg, Heinsberger Volksbank, Optik und Hörgeräteakustik Jaegers, Mode Nolten, Schmuckschmiede Kuchta und Weiss-Womens Fashion diese Organisationen: Caritasverband der Region Heinsberg, Heimverbund Region Heinsberg-Wegberg, Offene Evangelische Jugendeinrichtung Oase Oberbruch, Kinderzentrum Triangel, Jugendhaus Franz von Sales Geilenkirchen, Jugendhaus Altes Kloster Marienberg, „Wegweiser” Heinsberg, die Tafel Gangelt und die „Schatzsucher” in Doveren.

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