Erkelenz: Heimatverein: Projekt „Anton Raky” geplant

Erkelenz: Heimatverein: Projekt „Anton Raky” geplant

Der Heimatverein ist zufrieden mit dem Absatz seiner Schriftenreihe zur Erkelenzer Stadtgeschichte.

Der neueste Band 23 zur Geschichte der Pfarrkirche und Gemeinde St. Lambertus sei „sehr gut angenommen worden”, wie der Vorsitzende Günther Merkens erklärte.

Der Band klärt über die Geschichte und Architektur der Kirche ebenso auf wie über die dort angesammelten Kunstgegenstände und Devotionalien. Internationale Beachtung fand auch der Vorgänger, Band 22, über das jüdische Leben im ehemaligen Landkreis Erkelenz. „Wir haben Anfragen aus Israel und aus den USA von jüdischen Bibliotheken und Institutionen, die Präsenzexemplare anfordern”, freut sich auch Geschäftsführer und Stadtarchivar Theo Görtz.

So wurden schon Büchersendungen nach Jerusalem, London und New York geschickt. Darüber hinaus werden von jedem erschienen Band rund 50 Exemplare an Bibliotheken in ganz Deutschland gesendet. Trotz des großen Interesses werden die einzelnen Bände nicht nachgedruckt. Ist eine Auflage einmal vergriffen, muss man auf die Bücherbörsen des Heimatvereins hoffen, wenn man noch ein Exemplar erstehen möchte. Der Kirchenführer des Erkelenzer Landes, an dem derzeit gearbeitet wird, wird aller Voraussicht nach noch in diesem Jahr fertig. Als weiteres Projekt ist ein Buch über Anton Raky, den Gründer der „Bohr”, geplant.

Die Vorarbeit wurde von Friedel Krings geleistet, der dem Stadtarchiv vor seinem Tod neun Kartons mit Originaldokumenten überlassen hat. „Raky gehört sicherlich zu den schillernden Persönlichkeiten, die in Erkelenz gelebt haben”, betonte Mertens. Darüber hinaus habe sein Wirken Einfluss auf die Wirtschaft und Industrie gehabt. Eine Würdigung seiner Person sei „lange überfällig”.

Das Buchprojekt wird in enger Zusammenarbeit mit der Universität Düsseldorf realisiert, zu der seit der Ausstellung über den Pilger und Ritter Arnold von Harff gute Kontakte bestehen. Ein weiteres Projekt will Erkelenz ins rechte Licht rücken. Denn derzeit gebe es keinen aktuellen Bildband über Erkelenz und seine angeschlossenen Gemeinden, wie Mertens betonte. Hier will der Heimatverein für Abhilfe sorgen und einen solchen Bildband erstellen lassen.

Der letzte Bildband stammt aus den 80er-Jahren des letzten Jahrhunderts. Geplant ist die Arbeit am Bildband für das kommende Jahr.