Erkelenz: Heimatverein Erkelenz: Neue CD als Beleg für rege Arbeit

Erkelenz: Heimatverein Erkelenz: Neue CD als Beleg für rege Arbeit

Keine Zeit, aber auch keine Lust haben die Mitglieder des Heimatvereins der Erkelenzer Lande, sich auf ihren Erfolgen auszuruhen. Immer weiter gehen sie in ihrem Bestreben, Menschen im Erkelenzer Land die Heimat näher zu bringen, sie aber auch auf Wege in „ferne Lande” zu begleiten.

Die derzeit laufende Ausstellung über das Leben und Wirken von Anton Raky in Haus Spiess, die schon über 1000 Besucher zählte und die wegen des großen Interesses verlängert wurde, ist eine dieser Erfolgsgeschichten, aus denen der Heimatverein die Kraft schöpft, weitere Aktivität zu entfalten.

So ist in diesen Tagen eine neue Doppel-CD fertig geworden, auf der es einen Livemitschnitts eines VHS-Meisterkonzerts gibt, das der Cornelius-Burgh-Chor des Heimatvereins im März in der Stadthalle gemeinsam mit dem Orchester der Musikakademie Breslau gestaltet hat. Haydns Stabat Mater und Mozart Requiem d-Moll sind aufgezeichnet und auf CD gepresst worden. Höchst professionell unter der Mitarbeit des Tontechnikers Udo Emmerich ist eine Aufnahme entstanden, die auch den kritischen Ansprüchen von Chorleiter Professor Dr. Norbert Brendt standhält. „Die CD hat eine tolle Qualität”, schwärmt Chormitglied Marlies Hinzen. Der Vorsitzende des Heimatvereins, Günther Merkens verweist darauf, dass die CD zum Preis von 15 Euro ab sofort im Erkelenzer Buchhandel, in der Geschäftsstelle des Heimatvereins im Stadtarchiv und bei allen Chormitgliedern erhältlich ist. „Wir werden mit der CD sicherlich keinen Gewinn machen. Sie ist eine schöne Erinnerung an ein schönes Konzert und ein weiterer Beleg für das Engagement des Heimatvereins.”

Für den Chor steht die nächste Herausforderung an: Er feiert 2013 sein 30-jähriges Bestehen. Ein konkretes Programm gibt es noch nicht, lediglich ein Termin steht fest. Am Tag der ersten Probe vor 30 Jahren, dem 20. April, wird es im nächsten Jahr einen vom Chor musikalisch gestalteten ökumenischen Wortgottesdienst in der Pfarrkirche St. Lambertus geben. Auf dem Programm stehen dann wahrscheinlich auch Werke von Cornelius Burgh.

„Sicherlich wird es im nächsten Jahr auch wieder ein großes Konzert geben”, meinte Brendt, der auf ein näherkommendes Problem hinweist: „Es wird langsam Zeit, dass sich der Chor Gedanken über einen Nachfolger für mich macht.” Von ersten Tag an hat der Musikpädagoge den heimatlichen Chor geleitet. Jetzt müsse langsam nach einem Nachfolger Ausschau gehalten werden.

Merkens hat die Aufforderung durchaus vernommen. Gemeinsam werde man in den nächsten Jahren eine Regelung finden. „Wichtig ist mir, dass der Cornelius-Burgh-Chor Teil des Heimatvereins ist und bleibt.”

Aber nicht nur die Nachfolgeregelung beschäftigt den Vorsitzenden und den Chorleiter. Unzufrieden sind sie mit den mangelnden Auftrittsmöglichkeiten in Erkelenz. Die unter wirtschaftlichen Kriterien geführte Stadthalle falle ebenso aus wie die Pfarrkirche St. Lambertus, in der es früher viele Konzerte des Chores gab, was nun aber nicht mehr gewünscht sei. Auch stehe das Forum im Schulzentrum, eigentlich als Veranstaltungsort geplant, nach dem Umbau zu einer Mensa nicht mehr zur Verfügung. „Da stellt sich für mich die Frage nach dem Stellenwert der Kultur in Erkelenz”, moniert Brendt.

Aber er schaut, wie auch Merkens gerne über den Tellerrand der heimischen Kultur hinaus. So hat sich der Heimatverein bei seinen Reisen neue Ziele ausgesucht: große Opernhäusern und Opernaufführungen in Europa. In diesem Jahr noch geht es zur Mailänder Scala („Ausgebucht”, wie Merkens stolz verkündet), im nächsten Jahr ist die gigantische Seebühne von Bregenz am Bodensee das Ziel. Mozarts Zauberflöte steht im Juli auf dem Programm.

„Unser Bestreben ist es, in jedem Monat mindestens eine Fahrt anzubieten”, so Merkens. So gibt es Tagesfahrten zu Museen oder in interessante Städte im Umkreis von 300 Kilometern und Mehrtagesfahrten zu Metropolen und in attraktive Regionen von Europa.

Über den genauen Reisekalender informiert gerne der Geschäftsführer des Heimatvereins, Theo Görtz, der inzwischen schon mehr als 1100 Mitglieder in seine Kartei aufgenommen hat.

Bei ihm als Leiter des Stadtarchivs finden auch alle die Dokumente einen Platz, die von der regen Tätigkeit des Heimatvereins zeugen; wie etwa die über die Anton-Raky-Ausstellung oder die aktuelle CD.

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