Wegberg-Beeck: Hauptmann ist von der Akustik hellauf begeistert

Wegberg-Beeck: Hauptmann ist von der Akustik hellauf begeistert

. Das Symphoniekonzert mit dem Kammerorchester des Musikkorps der Bundeswehr aus Siegburg in diesem Jahr war ein kleines Jubiläum. Zum 20. Mal gastierten die jungen Musiker, längst Freunde geworden, in der Beecker Pfarrkirche und boten mit ihrem Programm einen Hörgenuss besonderer Art.

Der Kulturförderkreis Opus 512 hatte wieder eingeladen und die Einnahmen gingen zur Hälfte an den Förderkreis „Abbé George” und „Ärzte ohne Grenzen”. Geschäftsführer Heinrich Heinen konnte in seiner Begrüßung stolz verkünden, dass bisher 150.000 Euro für karitative Einrichtungen zur Verfügung gestellt wurden und der Leiter des Orchesters, Hauptmann Martin Jankovsky, lobte die tolle Akustik und das dankbare Publikum.

Im Pausengespräch mit ihm auf die zu erwartenden Veränderungen beim Wehrdienst angesprochen, konnte und wollte der stellvertretende Chef des Gesamtmusikkorps noch nicht auf mögliche Probleme eingehen. Aber die müssen sicherlich gelöst werden, denn das Kammerorchester soll weiterhin nur mit Wehrpflichtigen besetzt sein und da sind sechs Monate Dienstzeit recht wenig, um sich in einem so hochklassigen Ensemble zu bewähren.

Das Orchester begann das Programm mit der Instrumentalfassung des Schlusschor „Jesus bleibet meine Freude” aus der geistlichen Kantate „Herz und Mund und Tat und Leben” von Johann Sebastian Bach und blieb dann bei den zwei weiteren Werken, der Sinfonie Nr. 1 G-Dur von einem seiner Söhne Carl Philip Emanuel und dem Divertimento II B-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart im klassischen Bereich. Beim Abschluss des ersten Teiles präsentierte ein Celloquartett die „Elegie”, komponiert von dem Österreicher Gregorius Joseph Werner (1656-1791).

Der zweite Teil des Abends wurde mit Werken von Komponisten des vergangenen Jahrhunderts gestaltet. Edward Elgar, gestorben 1934, komponierte die Serenade für Streichorchester E-moll. Dieses Werk beweist, dass sein Schaffen zu Unrecht heute größtenteils auf ein Werk, der Hymne „Land of Hope an Glory” aus dem March Nr. 1 Pomp and Circumstances, reduziert wird.

Den Abschluss bildete die St. Pauls Suite des Spätromantikers Gustav Holst (1874), der 1934 in London starb. Die Musiker, die mit ihrem Dirigenten unmittelbar nach dem Konzert in Beeck zu einem Auftritt nach Paris reisen mussten und auch beim Volkstrauertag am 15. November dieses Jahres die Veranstaltung im Reichstagsgebäude musikalisch umrahmen, wurden mit lang anhaltenden stehenden Ovationen von den Kirchenbesuchern verabschiedet.