Eschweiler: Hans Winnen erhält den goldenen Meisterbrief

Eschweiler: Hans Winnen erhält den goldenen Meisterbrief

Da war das Wohnzimmer dann doch wieder voll. Gut, nicht ganz so voll, wie bei den legendären Neujahrsempfängen, die Hans Winnen gemeinsam mit Ehefrau Renate 20 Jahre lang veranstaltet hat. Kollegen, Freunde und weitere Weggefährten waren der Einladung natürlich wieder gerne gefolgt. Am Freitag erhielt der ehemalige Kreishandwerksmeister Hans Winnen eine besondere Urkunde: den goldenen Meisterbrief.

Auf den Tag 50 Jahren nach seiner Meisterprüfung bekam er die Auszeichnung aus den Händen von Günter Höfels, dem stellvertretenden Obermeister der Fachinnung für Elektrotechnik Aachen. Die Meisterprüfung im Elektroinstallateurhandwerk legte Winnen damals in Köln ab. Den Grund nannte er gestern selbst: „In Aachen gab es keine Tageskurse.“ Nach der Prüfung in Köln machte er sich im Raum Aachen einen Namen, wie ein Blick auf seine Vita verrät.

Gleich nach der Betriebsgründung im Jahr 1964 trat er seiner Fachinnung bei und wurde 1966 in den Rechnungs- und Kassenprüfungsausschuss gewählt, ehe ihn seine Kollegen im Jahr 1970 zum Obermeister der ehemaligen Elektro-Innung Aachen-Land macvhten. Seitdem gehört er auch der Vollversammlung der Kreishandwerkerschaft Aachen an und ist Delegierter seiner Innung zum Fachverband Elektro- und Informationstechnische Handwerke. Als die Elektro-Innungen Stadt und Kreis Aachen 1977 zur Fachinnung für Elektrotechnik fusionierten, wurde Hans Winnen zu deren Obermeister.

1983 wurde der Vater von drei Söhnen in den Vorstand der Kreishandwerkerschaft Aachen gewählt. Kreishandwerksmeister war er dann von 1990 bis 2010. Als er aufhörte, wurde er zum Ehrenkreishandwerksmeister ernannt. Zudem gehörte Winnen dem Verwaltungsausschuss der Agentur für Arbeit, Geschäftsstelle Aachen, über zwei Jahrzehnte an. Und seit 1982 ist er ehrenamtlicher Richter beim Landesarbeitsgericht Köln.

Im Frühjahr wird Hans Winnen als Obermeister aufhören. Die Hände wird er aber wohl kaum in den Schoß legen. Der Jubilar sagt dazu: „Jeder muss sich in die Gesellschaft einbringen. Das habe ich immer getan und werde es auch weiter tun.“

(tob)
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