Haaren: Glenwood-Projekt ein voller Erfolg

Haaren: Glenwood-Projekt ein voller Erfolg

Heiß her ging es in der Haarener Selfkanthalle, denn dort fiel der Startschuss zum zweiten „Eurock”-Festival.

Nachdem das Rock-Spektakel im letzten Jahr in Breberen mit über 1000 Besuchern ein Riesenerfolg war, einigten sich die Veranstalter Josef Vraetz und Willi Weindorf darauf, dieses Festival zu wiederholen, das ursprünglich nur als einmalige Aktion geplant war.

Zahlreiche Gäste strömten wieder in die Selfkanthalle, um die vier Bands „Glenrock”, „Forza”, „Juicy Lucy” und „Game” live zu erleben. Während erstere aus dem hiesigen Raum stammt, kommen die anderen drei Formationen aus den Niederlanden.

Das Eurock-Festival machte seinem Namen alle Ehre, denn der „Europa-Gedanke” stand im Mittelpunkt der Veranstaltung. Die überdimensional große Bühne war für über 30 Musiker wie geschaffen. Das Bühnengeschehen, das durch Sound- und Lichteffekte unterstrichen wurde, wurde zudem auf zwei Großbildleinwänden hautnah übertragen.

Nachdem Josef Vraetz den niederländischen und deutschen Gästen viel Spaß gewünscht hatte, machte „Glenrock” den Anfang und animierte das Publikum sogleich zu ausgelassener Stimmung.

Bands und Publikum
rockten richtig ab

Die Bandmitglieder luden die Fans ein, die Refrains von allseits bekannten Songs, wie etwa von Jon Bon Jovi oder Nena mitzusingen. So „rockten” sowohl die Bands als auch die Besucher richtig „ab”.

Josef Vraetz, der wie sein Freund Willi Weindorf Mitglied einer Band ist, erläuterte, dass das Glenwood-Projekt, dem viele fleißige Helfer angehören, im vergangenen Jahr sein zehnjähriges Bestehen gefeiert habe und aus diesem Anlass das erste Eurock-Festival organisiert worden sei.

Zuerst spielten die Musikerfreunde des Glenwood-Projekts nur „just for fun”, veranstalteten Liederabende, brachten sogar eine CD heraus. Doch damit nicht genug, denn schon bald arbeiteten sie daran, ihren Traum zu verwirklichen, nämlich „fertige” Bands, soweit finanzierbar, auf die Bühne zu bringen.

Stolz berichtete Vraetz, dass die niederländischen Bands bereits dem „Semi-Profi-Bereich” angehören. Darüber hinaus erwähnte er, dass das Glenwood-Projekt nicht ortsgebunden sei. Falls diese Veranstaltung wiederholt werden sollte, würden er und Willi Weindorf einen anderen Ort auswählen.

Was das Publikum angeht, zielten die Veranstalter bewusst auf die 20- bis 40-Jährige, denn, so Vraetz, jede Musik habe ihre eigene Zeit.

Die Arbeit der 30 bis 40 ehrenamtlichen Helfer, die die Ton- und Lichttechnik, die Kasse und den Getränkeausschank betreuten, wird seitens der Veranstalter, so weit die „Portokasse” es zulässt, in Form einer Fete honoriert.

Roger Damoiseaux, Sänger und Gitarrist der Band „Game”, der vielen sicherlich noch aus „Number One”-Zeiten (später Cheetah) in Oberbruch bekannt ist, freute sich sehr, wieder einmal in Deutschland aufzutreten. Die Band, die kürzlich ihre erste CD mit dem Titel „Take cover” herausgebracht hat, lobte ganz besonders die einwandfreie Organisation des Glenwood-Projekts.

Damoiseaux, der schon 20 Jahre in der Branche tätig ist, stellte heraus, dass die Deutschen ein Konzert vor allem wegen der Musik aufsuchten, was einen echten „Festival-Charakter” ausmache, für die meisten Niederländer dagegen der Unterhaltungsaspekt an erster Stelle stehe.

Bis in sie späten Abendstunden hinein genossen die Musikbegeisterten in der Haarener Selfkanthalle das zweite Eurock-Festival und nutzten die Pausen zu einem „Plausch” an der Theke.

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