Kreis Heinsberg: Glanzstoff-Ausstellung im Begas-Haus geht in die Verlängerung

Kreis Heinsberg: Glanzstoff-Ausstellung im Begas-Haus geht in die Verlängerung

Das Begas-Haus, das Heinsberger Museum für Kunst und Regionalgeschichte, hat die in Kooperation mit dem Förderverein Industriepark Oberbruch konzipierte Sonderausstellung „Menschen bei Glanzstoff — Historische Momente“ bis zum 14. Januar verlängert.

Ursprünglich sollte die Ausstellung nur bis zum 10. Dezember gezeigt werden, aber trotz Erhöhung der Zahl der angebotenen Führungen sind Nachfrage und Besucherzahlen so hoch, dass beschlossen wurde, die Ausstellung zu verlängern, um möglichst vielen Menschen noch den Besuch dieser regionalen Schau zur Wirtschaftsgeschichte zu ermöglichen.

Sonntags zwei Führungen

Weiterhin werden sonntags zwei Führungen angeboten, so am 3., 10. und 17. Dezember jeweils um 14 und um 15.30 Uhr. Es führt als fachkundiger Referent Jakob Wöllenweber, Vorsitzender des Fördervereins Industriepark Oberbruch, durch die Ausstellung. Die Teilnehmerzahl ist dabei auf jeweils 20 Personen begrenzt. Treffpunkt ist an der Museumskasse. Die Teilnahme an der Führung kostet drei Euro pro Person zusätzlich zum Eintrittspreis. Kinder bis zwölf Jahren haben freien Eintritt.

Die Ausstellung spannt einen Bogen von den Gründervätern und der Entwicklung des Glühfadens über die einzelnen Epochen der Vereinigten Glanzstofffabriken AG bis in die Neuzeit. Fotos, Industriegemälde, Textilien, historische Originalfilme und Dokumente sowie vielfältige Exponate dokumentieren die Entwicklung des Standortes Oberbruch.

Die Gründung der Rheinischen Glühlampenfabrik Dr. Max Fremery & Co. KG. im Jahr 1891 in Oberbruch war die Geburtsstätte eines Unternehmens, dessen Fabrikate sich über die ganze Welt ausbreiteten. Die Gründung war ein dynamischer Impuls für die Industrialisierung im Heinsberger Raum. Unter dem Namen Glanzstoff-Werk Oberbruch beschäftigte das Unternehmen auf dem Höhepunkt seiner Entwicklung 7000 Menschen und war lange Zeit einer der wichtigsten industriellen Arbeitgeber in der gesamten Region.

Das Werk, in dem der Glanzstoff-Konzern innovative Produkte herstellte, veränderte und prägte die umliegenden Gemeinden, die Arbeits- und Lebenswelt sowie den Alltag der in der Region wohnenden Menschen entscheidend.

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