Heinsberg-Unterbruch: Gegenfragen sollen zum Nachdenken anregen

Heinsberg-Unterbruch: Gegenfragen sollen zum Nachdenken anregen

„crossed - lapped - coloured” ist die aktuelle Ausstellung im Kunstverein Region Heinsberg betitelt. Die Künstlerin Regina Raben ist mit neuen Bildern in den Räumen des Kunstvereins in Unterbruch zu Gast.

Der Vorsitzende des Kunstvereins, Alwin Hintzen, betonte in seiner Begrüßungsrede, dass es aufgrund von allein in diesem Jahr 50 Bewerbungen von Künstlern für eine der jährlich fünf Ausstellungen im Kunstverein möglich sei, dem Publikum einen umfassenden Einblick zu vermitteln, was sich in der zeitgenössischen Kunst tue.

Hintzen verwies auf die zu jeder Ausstellung erscheinende Edition, die auch die Künstlerin Regina Raben dem Kunstverein zur Verfügung gestellt habe und die Mitglieder des Kunstvereins erwerben könnten.

Regina Raben wurde 1961 in Düsseldorf geboren. Nach dem Abitur studierte sie an der Kunstakademie in Düsseldorf bei Professor Karl Bobek von 1980 bis 1987, seit 1985 als Meisterschülerin. Die Künstlerin lebt und arbeitet in Düsseldorf. Regina Raben: „Meine Bilder kommen von der Plastik. Ich möchte, dass die reliefartigen Strukturen, die Räumlichkeit in ihnen wahrzunehmen sind.”

Die Kunstpädagogin Ingrid Trantenroth-Scholz übernahm es bei der Ausstellungseröffnung, dem Publikum die Bilder Regina Rabens zu eröffnen.

Gedanken, die Regina Raben zu ihrem künstlerischen Schaffen formuliert hat, zitierte Trantenroth-Scholz zum Abschluss ihrer Rede: „Jeder Mensch kann zu unterschiedlichen Zeiten und unter äußeren Bedingungen zu unterschiedlichen Überzeugungen kommen. Es gibt keine verbindliche allgemeine Struktur und Aussage. Also - warum soll ein Künstler verbindliche Aussagen in seiner Kunst treffen? Er definiert Gegenfragen, um zum Nachdenken anzuregen. Er nimmt die Welt auseinander, um sie erneut auf seine Weise zusammenzusetzen. Er legt Grundsteine zu einer ganz spezifischen Definition von Welt und Wirklichkeit, die wandelbar sind. Er schafft eine eigene Interpretation von Welt. Im besten Fall definiert er Freiräume.”

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