Kreis Heinsberg: Gebrüder-Grimm-Schule künftig mit Dependancen

Kreis Heinsberg: Gebrüder-Grimm-Schule künftig mit Dependancen

Die in Heinsberg ansässige Gebrüder-Grimm-Schule, eine Förderschule des Kreises mit dem Förderschwerpunkt Sprache, soll künftig klassenweise in Form sogenannter Dependancen an bestehende Grundschulen im Kreisgebiet angegliedert werden.

Diese dezentrale Organisationsstruktur ist eine Folge des Schulentwicklungsplanes für den Kreis Heinsberg und hat das Ziel der Integration oder besser noch Inklusion von Schülern mit Sprachbehinderungen in den normalen Grundschulunterricht.

Der Schulausschuss des Kreises beschloss einstimmig, die Verwaltung damit zu beauftragen, die dafür notwendigen Schritte vorzubereiten. In Abstimmung mit der Unteren Schulaufsicht wird sie die erforderlichen Abstimmungsgespräche mit den kreisangehörigen Kommunen, den zu beteiligenden Grundschulen und der Oberen Schulaufsicht übernehmen. Zudem soll die Schulaufsicht künftig einmal jährlich im Ausschuss über den Stand des Projekts berichten.

Flächendeckend Partnerschulen finden

Die kommissarische Schulleiterin der Gebrüder-Grimm-Schule, Hubertine Fabry, und Schulamtsdirektor Peter Kaiser hatten die neue Konzeption zuvor den Ausschussmitgliedern erläutert. Demnach bleibt die Schule als Verwaltungszentrum erhalten, lagert ihre Klassen jedoch aus und gliedert diese an bestehende Grundschulen an. Dazu sollen im Kreisgebiet möglichst flächendeckend Partnerschulen gefunden werden, schließlich gilt die Wohnortnähe der Schüler als einer der Vorteile dieses Modells. Geplant ist, die Kinder der Förderklassen im Rahmen der Integrationsbemühungen in Fächern wie Sport oder Kunst mit den übrigen Kindern gemeinsam zu unterrichten.

Erhalten bleiben soll für die Kinder der Gebrüder-Grimm-Schule auch an den Partnerschulen die Eingangsklasse „E”, die der Klasse eins vorgeschaltet ist. Um einen fließenden Übergang zu erreichen, wird voraussichtlich ab dem kommenden Schuljahr mit E-Klassen begonnen werden.

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