Nideggen: Für Peter Hüvelmann ist das Bürgermeisteramt eine Herausforderung

Nideggen: Für Peter Hüvelmann ist das Bürgermeisteramt eine Herausforderung

Geplant sei es nicht gewesen, sagt Peter Hüvelmann. Und dass er sich nicht als Verlegenheitskandidat sieht, versteht sich von selbst. Die Nideggener CDU war es, die nach der Absage von Stefan Witt plötzlich ohne Kandidaten da stand. Jetzt ist Hüvelmann der Spitzenkandidat für die Bürgermeisterwahl am 13. September.

Eben weil es so nicht geplant war, hatte der Christdemokrat Hüvelmann um Bedenkzeit gebeten.

Mit dem Satz „Nideggen ist eine Kommune, der man gerne als Bürgermeister vorstehen möchte“, kam er aus dieser Bedenkzeit heraus — wohl wissend, dass die Aufgabe „ein Fulltime-Job ohne geregelte Arbeitszeiten und ohne freie Wochenenden ist“.

Hüvelmann traut sich das zu. Auch, weil er Verwaltung aus dem Effeff kennt. Seit 26 Jahren arbeitet er in der Vettweißer Verwaltung. „In Nideggen tritt man nicht als Politiker, sondern als Verwaltungsfachmann an. Diese Voraussetzung bringe ich mit“, sagt der Mann, der die Grundlage für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Rat und Verwaltung legen will. In Nideggen eigentlich eine Herkulesaufgabe.

Sein Rezept für dieses Vertrauen ist simpel: „Zuhören, Pro und Contra abwägen, die beste Lösung für die Kommune durchsetzen“. Hüvelmann: „Die Aufgabe der Verwaltung ist es, die Beschlüsse so vorzubereiten, dass die Politik dem folgen kann.“

In Vettweiß, sagt Peter Hüvelmann weiter, habe er das bei einem parteilosen Bürgermeister lernen können. „Ich bin optimistisch, dass das auch in Nideggen geht“, bekräftigt Hüvelmann, der verspricht, am finanziellen Konsolidierungskurs nicht zu rütteln. „Das müssen wir erfolgreich zu Ende bringen“, betont er, um Handlungsspielräume zurück zu gewinnen. Innovative Ideen und die Förderung des ehrenamtlichen Engagements könnten aber schon jetzt gerade im ländlich strukturierten Raum dabei helfen.

„Der Vorteil ist, dass man sich hier untereinander kennt und eben auch hilft.“ Hüvelmann, der in Jülich lebt, sieht sich als Vereinsmensch, auch, weil ihm der Umgang mit Menschen einfach Spaß mache. Die wichtigste Herausforderung in Nideggen: Die Stadt müsse endlich wieder nach vorne blicken, den Tourismus, den Schulstandort und die gute Infrastruktur in den Vordergrund stellen, deutlich machen, dass „Nideggen liebens- und lebenswert ist, um junge Familien davon zu überzeugen, dass es sich lohnt, sich in Nideggen niederzulassen“, wie Hüvelmann sagt.

„Nideggen ist eine Herausforderung für mich“, ergänzt er. Der will er sich möglichst nicht nur am Wahltag im September stellen.

(bugi)