Jülich: Frühstart: Rübenkampagne beginnt am 8. September

Jülich: Frühstart: Rübenkampagne beginnt am 8. September

Die Rübenkampagne beginnt in diesem Jahr bereits am 8. September und nicht traditionell zur Monatsmitte. Den frühen Start begründet die Zuckerfabrik Jülich mit hohen Ertragserwartungen und knappen Zuckervorräten.

Die beiden anderen Werke des Branchenriesen Pfeifer & Langen, Köln, in Appeldorn/Niederlande und in Euskirchen beginnen mit der Produktion am 9. bzw. 19. September. Die Landwirte erhalten bei früher Anlieferung eine Vergütung. Eine Tonne EU-Quotenrüben bringt mit allen Zuschlägen etwa 33 Euro ein, Industrierüben, die die Zuckerhersteller zusätzlich annehmen, rund 35 Euro.

Die erste Proberodung des Jülicher Werks bei 20 Betrieben hat einen Zuckerertrag von 5,7 Tonnen je Hektar ergeben. Dieser Wert - jeweils Stand Mitte Juli - übertrifft selbst „die sehr guten Ergebnisse” von 2007 (5,4 to/ha) und 2009 (5,5 to/ha), das als das absolute Spitzenjahr in die Werksgeschichte eingegangen ist. Die Rekordwerte damals nach Schluss der 119-tägigen Kampagne: 73,42 to/ha Rübenertrag und 13,2 to/ha Zuckerertrag.

Im laufenden Jahr sei vor allem der reichliche Niederschlag „ein Segen” für die Zuckerrübe, aber auch für die Kartoffeln gewesen, heißt es. Dagegen verzögert der Regen die Weizenernte seit Wochen.

Die Zuckerrübe war bereits gut ins laufende Jahr gestartet. Die Aussaat erfolgte früh. Nach Niederschlägen Anfang Juni kam der Wachstumsprozess auf den Feldern nach den trockenen Monaten April und Mai gut in die Gänge, so dass die Rüben bereits in der ersten Juni-Woche die Reihen geschlossen hatten. Zugleich waren die Temperaturen nicht zu hoch.

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