Frenz: „Frenzer Burgnarren“ feiern ihr jeckes Jubiläum

Frenz: „Frenzer Burgnarren“ feiern ihr jeckes Jubiläum

Als die Gründerväter Leo Fuß, Matthias Bardenheuer und Jakob Breuer am 19. Januar 1973 die KG „Frenzer Burgnarren“ aus der Taufe gehoben hatten, taten sie dies nicht nur aus praktischer Sicht, weil ein eingetragener Verein vieles einfacher macht, wenn es um Anträge für Zuschüsse und Ähnliches geht.

Sie taten es auch, um das rheinische Brauchtum zu pflegen und in ihrem Ort lebendig zu halten sowie ihren Mitbürgern Frohsinn und vergnügliche Stunden zu bescheren. Mittlerweile sind 44 Jahre ins Land gegangen, und für die Burgnarren ist dies eine gute Gelegenheit, zurückzuschauen und auch einen Blick in die Zukunft zu wagen.

Auf eine stattliche Truppe ist die KG herangewachsen. Sechs Garden und Tanzgruppen, angefangen bei den „Burgbienchen“ bis hin zu den „Stief Mötterche“ und der Prinzengarde sind ihr ganzer Stolz. Doch nicht nur zu Karneval sind die „Burgnarren“ aktiv, sie sind auch außerhalb der Session wichtiger und unverzichtbarer Bestandteil der Dorfgemeinschaft, die sie mit vielen Aktionen bereichern.

Allen Grund zur Freude haben sie im Jubiläumsjahr, durch das sie von Kinderprinz Lars I. (Kerinnis) und seiner Prinzessin Fabienne I. (Gronau) sowie von seiner Tollität Prinz Markus I. (Spiegelmacher) begleitet werden. Doch zunächst einmal wurde es ganz festlich und feierlich in der alten Schule in Frenz, denn die KG hatte zum Festkommers eingeladen. Ein volles Haus begrüßten Präsident Reinhard Gronau und der erste Vorsitzende Bert Bardenheuer. Als Erster gratulierte Bürgermeister und Schirmherr Jörn Langefeld den Närrinnen und Narren und äußerte sich positiv über ihr Engagement. Besonders hob er die Verdienste von Matthias Bardenheuer, Mitbegründer und damaliger Vorsitzender, heutiger Ehrenvorsitzender und Archivar der KG, hervor.

Als Laudator hatten die Burgnarren ihren langjährigen Freund und Weggefährten Michael Schümmer, Präsident der KG „Eefelkank“ Hastenrath, gewinnen können. Er ging nicht lange auf die Geschichte ein, sondern zählte auf, was eine solche KG braucht, um erfolgreich zu sein. „Ohne Vergangenheit keine Gegenwart und ohne Gegenwart keine Zukunft“, sagte er. Die Gründer leisteten die Vorarbeit, ihre Erben setzen alles daran, Gutes zu bewahren und haben den Willen Gutes zu verbessern. Fleißige Helfer sowie eine Heimat und Wurzeln seien ebenfalls vorhanden. Und: „Sie braucht Nachwuchs, und den gibt es hier “, stellte der Redner fest.

Auszeichnungen

Neben einem bunten karnevalistischen Rahmenprogramm, das von der „Brass-Els Kapelle Eefelkank“ Hastenrath, dem Männerballett „Cool Men Group“ Lamersdorf, der Showtanzgruppe der KG „Nothberger Burgwache“ sowie den „Rurwürmern“ bestritten wurde, bot der Festabend eine gute Gelegenheit, langjährige und verdiente Mitglieder zu ehren. Dazu hatte man Wino Ulhaas, Vizepräsident des Regionalverbandes Düren im Bund Deutscher Karneval eingeladen.

Die Verdienstnadel des Regionalverbandes Düren überreichte er Theo Bransch und Stephan Herms. Den Verdienstorden in Bronze übergab er Ellen Bardenheuer, Angelika Bransch, Alfred Bündgens, Sabine Bündgens, Clementine Cohnen, Wolfgang Cohnen, Leni Fischer, Waltraud Fritzen, Melanie Gronau, Reinhard Gronau, Stefanie Lürkens, Marga Ritter, Heinz Spiegelmacher, Rosi Spiegelmacher, Heinz Gerd Vinken, Resi Vinken und Angelika Wichmann.

Silber ging an Ulf Fischer und Roland Prix, und mit Gold dekoriert wurde Willi Bardenheuer. Der Verdienstorden des Bundes Deutscher Karneval in Silber ging an Uta Esser und Franziska Wolff.

Den goldenen Verdienstorden überreichte er Rudolf Fritzen.

Die KG „Frenzer Burgnarren“ ehrte auf Vereinsebene für elfjährige Zugehörigkeit Ariane Keursgen, Lavinia Keursgen, Claudia Rampazzo, Anja von Meer, Janina Wolff, Reinhard Gronau, Ben Müller und Marco von Meer. Seit 22 Jahre halten Birgit Bauer, Wera Dolfen, Johanna Hutmacher, Ursula Pfennings, Jessika Teske-Bausch, Angelika Wichmann, Peter Bauer, Daniel Oebel, Jan Oebel und Daniel Prix der Karnevalsgesellschaft schon die Treue und seit 33 Jahren Josef Klinkenberg. Von Anfang an und damit 44 Jahre sind Waltraud Breuer, Marita Emunds, Matthias Bardenheuer, Heinz Fabricius und Herbert Loevenich mit dabei.

(Kr.)
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