1. Freizeit
  2. Wandern

Wandertipps für Heinsberg, Stolberg, Jülich und Monschau

Raus, raus, raus! : Regionale Wandertipps für Sommertage

In der heimischen Natur wandern gehen: In Corona-Zeiten ist das für viele Menschen eine angenehme Abwechslung vom Alltag. Falls Sie noch nach einer Tour suchen: Wir stellen Ihnen Wanderwege in der Region vor.

Wandern vor der eigenen Haustür? Bis vor wenigen Monaten löste diese Aussicht auf Freizeitgestaltung bei vielen Menschen und insbesondere jüngeren Generationen höchstens ein müdes Lächeln aus. Doch das Wandern erlebt eine kleine Renaissance – dank des Coronavirus suchen immer mehr Menschen nach kleinen Fluchten aus dem Alltag in die Natur.

Zum Glück haben wir in unserer Region eine absolut vielfältige Landschaft: Berge in der Eifel, Auen bei Aachen und Waldseen bei Heinsberg. Also schnüren Sie sich doch über Pfingsten und Fronleichnam vielleicht auch mal wieder die alten Wanderschuhe. Wir stellen Ihnen hier tolle Rundwege in unserer Region vor, auf denen man vor allem eins kann: die Natur genießen. Die Wanderwege werden auch in den Stories auf unserem Instagramaccount west_eck vorgestellt. Viel Spaß!

Birgeler Urwald

Der sogenannte Birgeler Urwald ist ein Premium-Wanderweg von Wasser.Wander.Welt im Kreis Heinsberg. Man startet auf dem Parkplatz oberhalb vom Haus Wildenrath bei Wegberg und läuft zunächst zur Naturschutzstation. Dort angekommen kann man allerhand zur Tier- und Pflanzenwelt der Region lernen. Weiter geht es über den Naturerlebnisweg und durch die Mischwälder mit besonders hohen Farnen zur Wallfahrtskapelle Birgelener Pützchen.

Das Birgelener Pützchen bei Wassenberg. Foto: MHA/Janina Schellartz

Der Weg führt von dort aus über einen Kreuzweg mit Heiligenfiguren bis hin zum Westwall. An mehreren Stellen kann man Überreste von Bunkern und Schützengräben aus den Weltkriegen sehen. Zurück geht es dann über einen verlassenen Bahndamm und durch das Schaagbachtal wieder zum Haus Wildenrath.

Die Strecke ist 14,9 Kilometer lang, kann aber im Wald an mehreren Stellen abgekürzt werden. Wegen des lockeren Waldbodens lohnt es sich, gutes Schuhwerk zu tragen. Außerdem sollten Wanderer eigenen Proviant mitbringen, da es keine Einkehrmöglichkeiten direkt am Wanderweg gibt.

Die Strecke wird am Samstag, 30. Mai, auf Instagram vorgestellt.

Sophienhöhe

Der rund zwölf Kilometer lange Rundwanderweg führt hinauf auf die Sophienhöhe zum höchsten Punkt Jülichs, dem Jülicher Kopf. Die Route dauert etwa vier Stunden, eine Möglichkeit zur Einkehr gibt es nicht, deshalb ist Rucksack-Verpflegung gefragt. Festes Schuhwerk und eine Flasche Wasser sollten auch nicht fehlen, denn bis zum Jülicher Kopf überwindet man rund 200 Höhenmeter.

Der Ausblick von der Sophienhöhe bei Jülich. Foto: MHA/Caroline Niehus

Oben angekommen, ist dieser Ort ein idyllisches Plätzchen für eine Pause und ein kleines Picknick. Weitere Highlights der Wanderung sind das Höller Horn, eine Sukzessionsfläche, auf der die Natur sich selbst überlassen wurde, und ein Aussichtspunkt auf der Achse der ehemaligen Bundesstraße 55, von dem aus man einen wunderbaren Weitblick hat.

Die Strecke wird am Pfingstsonntag, 31. Mai, auf Instagram vorgestellt.

Unterwegs in Mützenich

Dieser Rundwanderweg strotzt nur so vor schönen Ausblicken. Auf 7 Kilometern führt er Wanderer einmal um den Ort Mützenich herum.

Der Wanderweg rund um Mützenich. Foto: MHA/Andreas Gabbert

Los geht es auf dem Wanderparkplatz in Mützenich in Richtung Eupener Straße und Wohngebiet. Doch sobald man den Ort verlässt: Natur pur. Auf einem kleinen von Hecken und Buchen gesäumten Pfad läuft man ein Stück auf dem Eifelsteig – und zwar entlang eines idyllischen Bachlaufs. Auf dem Vennbahnweg sollte man sich dann etwas vor den schnelleren Radfahrern in Acht nehmen – doch wir biegen schnell ins Mützenicher Heckenland ab. „Augen auf“ heißt es hier, denn überall kann man riesige Quarzitblöcke ausmachen – sie werden im Volksmund auch „Vennwagge“ genannt. Hoffentlich haben Sie noch etwas Puste – denn nun müssen ein paar Höhenmeter überwunden werden zum „Steling“ – dem höchsten Punkt der Städteregion. Belohnt wird man dafür ab jetzt mit tollen Panoramen – unter anderen ins Siebengebirge, wenn man wenig später den sogenannten „Eifelblick“ erreicht hat. Über idyllische Wiesenwege gelangt man schließlich zurück zum Ausgangspunkt der Wanderung.

Auch wenn der Weg nicht so lang ist – denken Sie an gutes Schuhwerk!

Die Strecke wird am Pfingstmontag, 1. Juni, auf Instagram vorgestellt.

Panzerwracks entdecken in Stolberg

Das Naturschutz- und Fauna-Flora-Habitat-Gebiet „Brander Wald“ und „Münsterbusch“ ist Standortübungsplatz der Bundeswehr und gleichzeitig ein beliebtes Ausflugsziel bei Wanderern. Gestartet werden kann am Parkplatz Buschmühle an der L 221 von Aachen-Eilendorf nach Stolberg-Münsterbusch.

Im Naturschutzgebiet „Brander Wald" und „Münsterbusch" gibt es Panzerwracks zu entdecken, die sich gut für Fotomotive eignen. Foto: MHA/Merve Polat

Es geht los in Richtung Süden. Nach einiger Zeit kommt die Wiese des Modellflughafens im Brander Wald, wo Hobby-Modellflieger ihre Flugzeuge starten lassen. Das Areal ist außerdem die Heimat von gefährdeten Tier- und Pflanzenarten. Es gibt Galmeiflächen und Borstgrasrasen zu entdecken und eventuell stößt man auf eine Gelbbauchunke oder einen Eisvogel.

Nach der Tour durch den Brander Wald kommt man auf den asphaltierten Weg Haumühle und kreuzt kurz danach die Inde an der Talstraße. Es geht die Bachstraße hinauf, bis man in das Naturschutzgebiet Münsterbusch eintaucht. Dort gibt es genau wie im Brander Wald Panzerwracks der Bundeswehr zu Übungszwecken zu sehen. Schließlich beendet man die Runde und kommt wieder am Ausgangspunkt der Tour an.

Die Wanderung erstreckt sich über sieben Kilometer und dauert etwa eineinhalb Stunden. Wanderer sollten festes Schuhwerk tragen, eigene Verpflegung mitbringen, da es keine Einkehrmöglichkeiten direkt am Wanderweg gibt, und keine Angst vor Hunden haben. Denn: Das Areal ist bei Hundehaltern ebenfalls äußerst beliebt.

Die Strecke wird am Donnerstag, 11. Juni, auf Instagram vorgestellt.

Von Eschweiler Hücheln bis zum Naturschutzgebiet Korkus

Der etwa 13 Kilometer lange Rundweg beginnt im Eschweiler Ortsteil Hücheln. Der Einstieg ist auf der Ecke Hüchelner Straße/In der Gracht. Durch einen Tunnel, eine recht schmale Bahnunterführung, geht es durch Getreidefelder in Richtung Heistern. Dort kommt man am Gut Burg Holzheim vorbei, das heute ein Reiterhof ist. Durch den Wald geht es dann in Richtung Süden, bis zur Halde Atzenau und weiter bis ins wunderschöne Naturschutzgebiet Korkus.

Im Naturschutzgebiet Korkus sieht man auch eine Ruine. Foto: MHA/Sarah-Lena Gombert

Dort sieht man unter anderem die Ruine der Erzgrube „Zur Guten Hoffnung“ aus dem 19. Jahrhundert. Anschließend geht es durch die Kulturlandschaft vorbei an Volkenrath und Nothberg und schließlich wieder zurück nach Hücheln.

Die Strecke wird am Dienstag, 16. Juni, auf Instagram vorgestellt.