Wandertour in Limburg: Rundumsicht auf die Hügel von Mechelen

Wandertour in Limburg : Rundumsicht auf die Hügel von Mechelen

Eine Wanderung um Mechelen in Niederländisch-Limburg herum: Die liebliche Landschaft ist sanft geschwungen und erinnert an die Toskana. Wanderer haben einen guten Blick auf Vijlen, das selbsternannte Bergdorf der Niederlande.

Gehen Sie zur Hauptstraße (Hoofd­straat) und wenden Sie sich nach links. Entlang des Mechelder Beeks wandern Sie bis zu einer Brücke, wo sich der Mechelder Beek in die Göhl ergießt. Wenige Meter weiter stehen Sie vor dem markanten Fachwerk-Vierkanthof „Hoeve de Plei“. Dort biegen Sie rechts ab und folgen der wenig befahrenen Straße namens Overgeul bis zum Haus Nummer 6, wo Sie links abbiegen (Sackgasse, gelb). Der Asphaltweg wandelt sich zu einem unbefestigten Pfad.

Linkerhand entdecken Sie das Gedenkkreuz der neunjährigen Kelsey, die 2003 beim Spielen von einem Scheunentor erschlagen wurde. Weiter oben wird der Wanderweg zum Hohlweg und rechts der Böschung bemerken Sie zahlreiche Dachsbauten, für die Meister Grimbart unglaubliche Mengen Sand aus dem Boden gebuddelt hat. Ein Drehkreuz in der Nähe eines Wasserbeckens (diese Viehtränken werden in den Niederlanden als Poele bezeichnet und dienen Amphibien als Lebensraum) beachten Sie nicht. 100 Meter weiter betreten Sie mit Hilfe eines Klapptores neben einem silbernen Gatter eine weitläufige Wiese.

Bank mit Aussicht

Links von Ihnen befindet sich der Wald, nach rechts wird Ihnen eine schöne Fernsicht geboten. Geraume Zeit durchwandern Sie mehrere Wiesen, die durch hölzerne Durchgänge beziehungsweise Klapptore begrenzt werden. Schließlich finden Sie sich, nachdem Sie leicht bergauf gelaufen sind, am Waldrand wieder. Hier steht auch eine Pausenbank, von der Sie die Aussicht genießen können. An der Y-Gabelung, wenige Meter weiter, folgen Sie dem Waldweg nach links aufwärts, der an seinem höchsten Punkt eine Rechtskurve beschreibt. Links von Ihnen liegt das Gelände eines Golfplatzes, der als der älteste Südlimburgs gilt (1956).

Eisiger Flusslauf: Noch vor ein paar Tagen sah es auf der Wanderung so aus. Aber auch wenn alles grünt, hat die Natur um Mechelen ihren Reiz. Foto: vanderheiden

An der nächsten Abzweigung halten Sie sich links. Bei dem Schlagbaum, wo auch eine Bank steht, geht es nach rechts weiter und Sie folgen damit der blauen Markierung entlang des Golfplatzes. Auf Ihrem Weg geradeaus ignorieren Sie alle Abzweigungen nach rechts. Nach geraumer Zeit erreichen Sie ein Wohnhaus. Auf Höhe eines Holzzaunes (auch Staketenzaun) haben Sie die Möglichkeit scharf links in einen schmalen Fußweg abzubiegen (Voetpad). Das Wohnhaus umrundend kommen Sie an ein Drehkreuz, welches Sie nach links in eine Wiese leitet. An einem Zaun entlang wandernd durchqueren Sie die, in der nassen Jahreszeit oft matschige Wiese in Richtung des Bauernhofes vor Ihnen. Ein verrostetes Klapptor führt Sie rechts an dem Hof vorbei. 100 Meter weiter gibt es noch ein schmales Drehtor zu überwinden und unmittelbar anschließend queren Sie einen Betonweg.

Ein weiteres Klapptor, in dessen Nähe Sie auch einen blauen Pfahl entdecken, bringt Sie auf einen Fußweg, der an dem Wohnhaus des Hofes vorbei führt. Gegenüber dem Haupteingang erblicken Sie eine kleine Mariengrotte, nach der Sie rechts abbiegen. (An einem in Blautönen bemalten Eisenkreuz vorbei). Bei dem historischen Dorfbrunnen „Waterput Landsrade“ aus dem Jahre 1929 mit seinem ausgeklügelten Pumpsystem biegen Sie mit dem Verkehrsweg rechts ab und folgen diesem geraume Zeit.

Sie laufen auf einem Hügelrücken und können weit schauen. Nachdem die kleine Ortschaft Crapoel passiert ist, halten Sie sich geradeaus in Richtung Gulpen und sehen die Stadt kurze Zeit später links im Tal liegen. Nach einem imposanten Bauernhof (über dessen Toren die Jahreszahl 1867 steht) kommen Sie an eine Abzweigung mit Sitzbank und Kreuz. Noch 50 Meter bleiben Sie geradeaus und nutzen dann das Drehkreuz neben einem eisernen Gatter, um nach rechts abzubiegen. Am tiefsten Punkt, bei einem Regenrückhaltebecken, laufen Sie geradeaus in den sogenannten Wageler Wald. An der folgenden Kreuzung von Waldwegen geht es nach links abwärts.

Nach einer Rechtskurve erreichen Sie einen Querweg, an dem auch eine Bank steht und biegen links ab (gelb). Weiter unten, bei einem Schlagbaum, folgen Sie dem Schild Partij/Gulpen nach rechts in Richtung Wald. Anmerkung: Wenn Sie am Schlagbaum links abbiegen, können Sie eine Pause in dem Hofcafé „Verloren Kost” einlegen, das von Ostern bis zu den Herbstferien geöffnet hat. Am Waldrand angekommen, geht es nach links weiter.

Hier in der Nähe beginnt die Wanderung rund um Mechelen: der schöne Fachwerk-Vierkanthof „Hoeve de Plei“. Foto: Petra Vanderheiden.

Die Böschung hinauf

Den Pfad, der bei einer Sitzbank nach rechts führt, beachten Sie nicht. ACHTUNG! Am Ende des Waldes (vor dem grünen Schild des Staatsbosbeheer) kraxeln sie nach rechts über einen unscheinbaren Pfad die steile Böschung hinauf und wandern zwischen Acker und Waldrand. Am höchsten Punkt tut sich Ihnen eine herrliche Rundumsicht auf. Die Kirche St. Martinus in Vijlen, dem selbsternannten Bergdorf der Niederlande, fällt sofort ins Auge. Bei der Bank zur Erinnerung an Hub Loozen geht es nach links weiter, eine Wiese hinab. Sie blicken (von links nach rechts) auf das Redemtoristen Kloster in Wittem und das Kloster Mariendaal in Partij.

Die Ansammlung schmaler Bäume auf dem Eyser Hügelrücken vor Ihnen erinnert an die Toscana. Aufgrund der sonnenexponierten Lage der Kalkböden findet sich hier eine ganz spezielle Flora. Adleraugen entdecken auch die beiden Aussichtstürme Wilhelmina- und Baudouinturm am Dreiländerpunkt, mit 322 Meter der höchste Punkt im Dreiländereck Deutschland-Belgien-Niederlande und den 133 Meter hohen Funkturm namens Mulleklenkes im Aachener Wald. Mit Erreichen eines schmalen Asphaltweges biegen Sie rechts ab.

Uriger Hinweis:Dieses Schild steht vor der Kneipe „Het Pintje“ in Mechelen. Foto: Petra Vanderheiden. Foto: vanderheiden/Vanderheiden-Berndt

An der Kreuzung weiter vorne geht es nach links weiter, und Sie queren am tiefsten Punkt die Göhl. Die Göhl ist ein 58 Kilometer langer Fluss, der in Belgien entspringt, durch die Niederlande fließt und in die Maas mündet.

An dem malerischen weißen Haus beim Sportplatz biegen Sie rechts ab. Der Asphaltweg geht in einen Feldweg über. Bei einer grünen Bank wenden Sie sich nach rechts und laufen auf die Göhl zu. Hier geht es nach links weiter. Am Querweg wandern Sie auf dem Wiesenpfad entlang der Göhl stromaufwärts.

Diverse Drehkreuze weiter erreichen Sie die Bebauung von Mechelen. Ein Klapptor bringt Sie auf einen schmalen Fußweg, der zwischen Gärten verläuft und auf der Hoofdstraat endet. Links haltend finden Sie nun unschwer zu ihrem Auto zurück. Anmerkung: Entlang der Hoofdstraat befinden sich zahlreiche Einkehrmöglichkeiten, unter anderem auch die älteste Kneipe Südlimburgs „Het Pintje”.

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