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Im Frühjahr lohnt sich eine Rundwanderung nach Mechernich

Rundwanderung nach Mechernich : Violette Blütenpracht am Berg

Wenn sich im Frühjahr erste warme Sonnenstrahlen zeigen, lohnt sicht eine Wanderung nach Mechernich. Dann lockt zum Beispiel das Naturschutzgebiet Bürvenicher Berg mit dem Gipfelkreuz, von wo aus sich ein grandioser Blick über die Zülpicher Börde bietet.

Vor unserer Wanderung zum Naturschutzgebiet Bürvenicher Berg, das zwischen Zülpich und Mechernich liegt, können wir zunächst über die hübsche Brücke mit der weißen Nepomukstatue in die Burgstraße gehen. Dort sehen wir das gut erhaltene Schloss Eicks (1) aus dem 18. Jahrhundert. Allerdings nur von außen – das Barockschloss ist in Privatbesitz und nur zu besonderen Gelegenheiten zugänglich. Zurück über die Brücke folgen wir der Burgstraße in den Ort. In einer Rechtskurve geht die Straße in den Maternusberg über und führt uns bergauf an der Kirche vorbei.

An der nächsten Kreuzung nach der Kirche, wo sich die Taxi-Bus-Haltestelle befindet, gehen wir geradeaus (Im Frohngarten) weiter und kreuzen am Ende der Bebauung eine Querstraße, um geradeaus einem Feldweg zu folgen. Nach Überquerung der Kreisstraße K 20 wandern wir durch eine Senke über ein glucksendes Bächlein und folgen danach dem Wiesenweg, der auf eine eingezäunte Weide zuläuft, durch eine Linkskurve weiter. Schon sind wir umgeben von herrlicher Natur.

Bei nächster Gelegenheit, wenn der Untergrund für ein kurzes Stück in Asphalt übergeht, biegen wir rechts ab und wandern eine Anhöhe hinauf. Der deutliche Weg verliert sich etwas, wir laufen auf weichem Grasgrund geradeaus bergauf auf eine Gehölzhecke zu, an deren rechtem Rand vorbei wir weiter aufwärtsgehen. Oben angekommen, eröffnet sich uns ein fantastischer Fernblick bis zum Siebengebirge.

Die Rundwanderung startet in Mechernich. Foto: Droste Verlag

Wir wenden uns nach links und wandern auf einem asphaltierten Weg weiter, biegen aber sofort wieder rechts ab, das schöne Panorama vor Augen. So erreichen wir einen Ruheplatz (2) mit zwei Bänken und einem Wegkreuz, umrahmt von zwei Bäumen. Hier lässt es sich kurz verweilen, um die Aussicht zu genießen. Vor uns im Tal liegt die Ortschaft Berg und dahinter erstreckt sich gut sichtbar der grasbewachsene Hügel des Naturschutzgebiets Bürvenicher Berg mit seinem Gipfelkreuz.

Vom Rastplatz aus marschieren wir geradeaus weiter, schwenken bei der nächsten Möglichkeit nach links und dann sofort wieder nach rechts. Auf einem Wiesenpfad geht es den Hügel hinab in Richtung der Ortschaft. Bei einem querenden Feldweg wenden wir uns auf ebenso weichem Wiesenpfad nach links, um an dem nächsten asphaltierten Feldweg wieder rechts abzubiegen. Nun sind wir auf dem Weg 3 der Stadt Zülpich.

Durch zwei Naturschutzgebiete

Mit dem Weg 3 überqueren wir eine kleine Straße, wandern über einen Bach und erreichen an einem Kinderspielplatz die Gemünder Straße in Berg. Dieser folgen wir nach rechts durch den ruhigen Ort. Vor dem Haus Nr. 53 bewundern wir ein Gestell, das früher einem Schmied zum Beschlagen der Pferde gedient hat. Hie und da erhaschen wir einen Blick in liebevoll gestaltete Innenhöfe und auf hübsch restaurierte Fachwerkhäuser. An der Burg Berg am Ortsende wenden wir uns nach links auf einen Landwirtschaftsweg und wandern zwischen Streuobstwiesen und Pferdekoppeln hindurch aufs freie Feld hinaus.

Herrlich ist der Blick auf den Bürvenicher Berg, der nun vor uns liegt. Bei der nächsten Möglichkeit verlassen wir den Weg 3, wenden uns nach rechts und folgen einem Wiesenweg, der sich am Fuß des Bergs als Pfad zwischen hohen Hecken hindurchschlängelt und steil nach oben führt. Wir haben das Naturschutzgebiet Bürvenicher Berg (3) erreicht. Nach ausgiebigen Regenfällen kann der Weg etwas rutschig sein.

Sobald wir aus den Hecken wieder he­raustreten, liegt ein Wiesenhang vor uns, auf dem sich im Frühjahr beeindruckende florale Pracht zeigt: Der Magerrasen ist mit Veilchen, Schlüsselblumen und den seltenen Küchenschellen bedeckt, im Sommer finden wir hier auch wilde Orchideen und Silberdisteln.

Das gut erhaltene Schloss Eicks aus dem 18. Jahrhundert. Foto: Myria Aurora Pribert

Der Hang darf nicht betreten werden, denn laut Naturschutzgesetz ist das Verlassen der Wege nicht gestattet. Wir wenden uns nach links auf einen kaum sichtbaren Pfad, der zwischen Wiesenhang und Heckenbewuchs entlangführt. Dabei können wir uns gut an den gelben Pfählen des Naturschutzgebiets orientieren. Der Pfad bringt uns auf die Kuppe des Berges. Hier finden wir eine Informationstafel sowie eine Bank, die zur Rast einlädt.

Uns bietet sich ein grandioser Blick über die flache Zülpicher Börde in Richtung Nordosten. Sobald wir die Ruhepause beendet haben, wandern wir auf dem Grat Richtung Gipfelkreuz. Dort halten wir uns leicht links und folgen weiter dem Pfad mit der Markierung von Weg 3 durch das Naturschutzgebiet. Wieder können wir uns an den gelben Pfählen orientieren. Der wunderschöne Weg schlängelt sich in leichtem Auf und Ab an verwunschenen knorrigen Kiefern vorbei den Berg hi­nab. Bald kommt ein neues Symbol hinzu, ein Wegweiserstein mit einem gelben Kapellensymbol, das schon auf unser nächstes Ziel hinweist.

Weit ausgebreitet liegt das Land mit seinen zahlreichen Äckern vor uns. Die Börde ist für ihre fruchtbaren Böden bekannt. Wir wandern an einem Zaun entlang, wenden uns einige Schritte nach seinem Ende nach rechts und steuern auf einen gelben Pfahl zu. Am Pfahl angekommen, verlassen wir den Weg 3 und gehen geradeaus weiter bis zu einer wenig befahrenen Straße. Diese überqueren wir rechts versetzt und tauchen ins nächste Naturschutzgebiet ein: das des Tötschbergs. Zwischen Zäunen führt der schmale Wanderweg dahin, über den Bergbach und durch die Wiesen. Ab dem späteren Frühjahr summt und brummt um uns herum. Im Sommer ist eine lange Hose zum Schutz vor Brennnesseln sinnvoll.

Beim Aufstieg ist Kondition gefragt

Dann ist Kondition gefragt, wenn es auf schmalem Pfad den Tötschberg hinaufgeht. An einer besonders steilen und unter Umständen rutschigen Stelle hängt ein Seil am nahen Zaun, um sich daran festzuhalten.

Hinter einem hölzernen Durchgang steigen wir nach rechts weiterhin den Berg hinauf, bis eine Kapelle in Sichtweite kommt. Hier möchten uns die gelben Pfähle nach rechts leiten, wir aber wenden uns von ihnen ab und gehen links. Bei nächster Gelegenheit nehmen wir einen Feldweg nach rechts und laufen auf den Waldrand zu. An einer Bank mit einer Informationstafel angekommen, gehen wir links direkt auf die 2003 errichtete Hubertuskapelle am Tötschberg (4) zu, die zu stiller Andacht oder einer weiteren Pause mit Fernblick einlädt.

Ein letztes Mal blicken wir über die wundervoll weite, durch flache Agrarlandschaft geprägte Zülpicher Börde, bevor wir den Abstieg nach Floisdorf in Angriff nehmen. Wir laufen die kleine Straße bergab, begeben uns aber bei nächster Möglichkeit auf einen steil abwärts führenden Grasweg nach rechts (nicht den spitzwinkligen Weg ganz rechts nehmen!). Um in die Ortsmitte zu gelangen, wenden wir uns an den ersten Häusern nach rechts und folgen am Ende der Straße Am Tötschberg. Einige Schritte weiter erreichen wir die Vogteistraße, auf der wir unseren Weg nach links durch das Dorf fortsetzen.

Am Gipfelkreuz: Vom Bürvenicher Berg bietet sich den Wanderern ein grandioser Blick über die Zülpicher Börde. Foto: Jutta Schöneshöfer

In der Dorfmitte kommen wir an einer Lourdes-Grotte in der Straßenmitte vorbei. Nach Haus Nr. 52 verlassen wir den Ort und biegen rechts ab. Um dem Asphalt zu entkommen, wechseln wir beim ersten Feldweg nach links und wandern auf diesem über einen Wirtschaftsweg hinweg bis zum zweiten Abzweig, dem wir nach rechts folgen. An einem Querweg geht es links entlang einer Stromleitung bis zur Kreisstraße K 20. Eicks liegt nun schon vor uns, und wir könnten geradeaus in den Ort hineinlaufen, doch lohnt sich der folgende kleine Schlenker: Wir gehen ein kurzes Stück nach links an der K 20 entlang, bis wir bei einem Transformatorhäuschen wieder rechts einbiegen können.

Nun laufen wir auf einen kleinen Wasserlauf zu und wenden uns davor auf einen Trampelpfad nach links, der uns im Schatten an den Windungen des Baches entlangführt. Dieser mündet in den Rotbach, wo wir In den Färbersgärten erreichen und uns nach rechts wenden. Unser Weg führt links am Heiligenhäuschen vorbei. Die ersten Häuser von Eicks tauchen auf, und nun müssen wir nur noch nach links in die Straße Am Auel einbiegen, um entlang des Rotbachs zu unserem Ausgangspunkt am Schloss Eicks zurückzukommen.

Im gemütlichen Bauerncafé zur Zehntscheune (5) können wir es uns zum Abschluss dieser Wanderung bei leckerem Kaffee und Kuchen gut gehen lassen.