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Wandern in der Region: Gemütlich rund um Simpelveld

Wandern in der Region : Gemütlich rund um Simpelveld

Alles auf sechs Kilometern Länge: Historische Dampfbahn, Lourdesgrotte und eindrucksvolle Buchen.

Eine kurzweilige Wanderung mit vielen Einkehrmöglichkeiten. Im Herbst sind die riesigen Buchen auf dem Gelände des Kreuzweges in Simpelveld ein besonderer Blickfang. Am Wochenende werden Sie durch den Anblick der Dampfbahn „Miljoenenlijn“ in das beginnende 20. Jahrhundert versetzt. Das Museum mit dem „Schatz von Simpelveld“ liegt auf der Wanderstrecke.

Das Museum befindet sich in dem Kloster „Haus Loreto“. Clara Fey, mit der die Geschichte des Klosters begann, steht im Mittelpunkt. Sie half armen Kindern und gründete 1844 in Aachen den katholischen Orden „Die Schwestern vom armen Kinde Jesus“. Der Orden hatte sein erstes Mutterhaus im ehemaligen Dominikanerkloster Aachen in der Jakobstraße und verlegte im Jahr 1878 seinen Sitz in das niederländische Simpelveld. Bis 2012 waren die Schwestern mit viel Hingabe in „Haus Loreto“ aktiv. Dann wurde entschieden, nach Aachen, dem Gründungsort der Kongregation, zurückzukehren.

2018 eröffnete das Museum, das auf jeden Fall einen Besuch wert ist. Es bietet zum einen Einblick in das Klosterleben der Schwestern vom armen Kinde Jesus, zwischen 1877 und 2012, welche sich der Fürsorge für Kinder verschrieben hatten. Zum anderen beherbergt das Kloster zahlreiche wertvolle, von den Schwestern gefertigte Handarbeiten. In vielen Klöstern wurde im 19. Jahrhundert mit Handarbeit der Lebensunterhalt bestritten und die mit Nadel und Faden talentierten Schwestern fertigten Kleidung und Textilien, die für die Kirche benötigt wurden, wie Priesterkleidung und Altartücher (Paramente). Die Paramente der Schwestern vom armen Kinde Jesus zeichneten sich durch besonders hohe Qualität und innovativen Stil aus. An manchen Stücken wurde jahrzehntelang gearbeitet.

Sie spezialisierten sich zudem auf die Anfertigung wunderschöner, teils lebensgroßer Wachspuppen für Weihnachtskrippen. Einige Gruppen wurden restauriert und sind nun ausgestellt. Auch in die Herstellung dieser Puppen bekommen Besucher Einblick. Zu besichtigen ist der Schatz von Simpelveld Donnerstag bis Sonntag. Weitere Infos unter www.deschatvansimpelveld.nl.

 Die Route.
Die Route.

Die Beschreibung der Wanderung: Mit Blick auf das Schulgebäude, an dessen Fassade in bunten Buchstaben „De Klimpaal“ steht, biegen Sie links ab und wandern bis zum Querweg. Dort wenden Sie sich nach rechts und gehen an einem weitläufigen Spielplatz entlang. 100 Meter weiter biegen Sie links in die Stampstraat ein.

Bei dem imposanten Wegkreuz nach 50 Metern geht es nach links weiter in den Hennebergweg, vorbei an einem ehemaligen Hof aus dem Jahre 1708. Heute befinden sich hier Ferienwohnungen, B&B und ein Bistro (Simplevei).

An der folgenden Gabelung mit Wegkreuz halten Sie sich links und folgen damit der grün-schwarzen Markierung. Weiter unten an der Abzweigung steht rechts, in einem Unterstand geschützt, eine alte Wasserpumpe. Gegenüber befindet sich ein ehemaliges Mühlengebäude aus dem Jahre 1774. Die Mühle wurde vom Eyserbeek angetrieben. Leider zeugt (bis auf die breite, mit Blumen bepflanzte Rinne aus Beton, durch die früher das Wasser floss) nichts mehr von dem früheren Dasein als Mühle.

Sie halten sich links und queren damit den Eyserbeek. Geradeaus laufend ignorieren Sie die Fußwege, die rechts und links abzweigen, queren die Durchgangsstraße, die Simpelveld mit Eys verbindet und wandern den St. Nicolaasbergsweg hoch.

Die letzten Häuser dieser Straße auf der rechten Seite sind übrigens aus lokalem Kunraderstein erbaut. Aus diesem Material bauten auch die Römer ihre Villen und Badehäuser. Oben angekommen schauen Sie auf das Gelände der Dampfbahn Miljoenenlijn.

Der Ursprung der Miljoenenlijn geht auf die frühen 1920er Jahre zurück. Damals wurde für mehr als eine Million Gulden pro Kilometer eine Eisenbahnverbindung zwischen Kerkrade und Simpelveld gebaut, die den Anschluss an die Kohlenstrecke der Aachen-Maastrichter Eisenbahn und den Rest der Niederlande ermöglichte. Nicht nur für Eisenbahnliebhaber lohnt es sich, der Stationsstraat für 300 Meter nach links zu folgen um sich das historische Bahnhofsgebäude anzuschauen. Neben einem Café nach antikem Vorbild gibt es auch ein kleines Museum zu besichtigen. Die restaurierten Dampf- und Diesellokomotiven fahren regelmäßig auf der Miljoenenlijn-Strecke zwischen Valkenburg und Kerkrade (siehe www.miljoenenlijn.nl).

Um der Wanderung weiter zu folgen, biegen Sie aber am Querweg (Stationsstraat) mit der grünen Markierung nach rechts ab und wandern auf ein über hundert Jahre altes Schrankenwärterhaus zu.

Nach links wendend überqueren Sie die Bahngleise und biegen bei einer Bank erneut links ab (gelb/grün).

Bei einem steinernen Wegkreuz beschreibt der Asphaltweg eine Rechtskurve und führt bergauf. An dieser Stelle folgen Sie einem Kiesweg geradeaus und laufen damit durch den Bungalowpark Simpelveld. Geraume Zeit später passieren Sie die Rezeptionsgebäude dieses Parks und der Weg endet an einem stark befahrenen Verkehrsweg.

Sie wenden sich für 10 Meter nach links und queren die Straße bei einer Verkehrsinsel, um gegenüber in den Feldweg einzubiegen.

Dieser beschreibt etwas weiter (bei einer Bank) erst eine Linkskurve, dann folgt eine Rechtskurve (bei einem Pfahl mit gelbem Hut der Gasunie). An dieser Stelle biegen Sie in einen breiten Grasweg nach links ein. Von hier haben Sie einen schönen Blick auf Simpelveld und seine Dorfkirche. Es folgt eine Hohlwegpassage, dann befinden Sie sich erneut an einem Verkehrsweg, dem Sie nach rechts folgen und damit die Bahngleise kreuzen. Unmittelbar dahinter wandern Sie den Bocholtzerweg links abwärts (blau). Nach einer Eisenbahnbrücke macht die Straße eine Linkskurve. Sie folgen geradeaus der Schiffelderstraat.

Am Querweg weiter unten biegen Sie rechts in die Kloosterstraat ein. Bei Hausnummer 66 (vor sich sehen Sie das imposante Kloster „Haus Loreto“) wenden Sie sich nach links. Der asphaltierte Weg geht in einen mit Kies belegten Fußpfad über. In der Linkskurve bleiben Sie zunächst geradeaus, wenden sich dann aber vor der hölzernen Brücke doch noch nach links.

Eine Eichenallee bringt Sie an eine Buchenhecke, wo Sie rechts abbiegen und auf ein Insektenhotel zulaufen. Die Holzbrücke beachten Sie nicht, sondern laufen links an dem Weiher mit Wasserfontäne vorbei.

Achtung: Die Hälfte der Wanderung ist geschafft. Wer jetzt eine Pause einlegen möchte, läuft geradeaus zwischen den Häusern auf den Markt zu, wo Sie rechter Hand auf das Café Schoko stoßen. Rund um die Kirche, die sich ebenfalls in unmittelbarer Nähe befindet, gibt es weitere Einkehrmöglichkeiten.

Ohne Pause biegen Sie, bevor Sie zwischen Häusern auf den Markt gelangen (bei einer Bank und Abfalleimer), scharf rechts ab und gehen durch eine gelbe Durchfahrtsperre hindurch.

Sie wandern nun auf einem schmalen asphaltierten Weg, der sich entlang des Eyserbeeks schlängelt.

Zwei Brücken nach rechts werden ignoriert. Nach zwei weiteren gelben Barrieren erreichen Sie den sogenannten Hellingbos.

Es handelt sich um einen Park, der von den Schwestern des Kloster Loreto zwischen 1875 und 1878 angelegt wurde. Die kleine Heilig-Hart-Kapelle stammt auch aus dieser Zeit. Die 14 Kreuzwegstationen wurden 1925, anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Klosters errichtet. 1954 folgte dann die Lourdesgrotte.

 Auch an der Lourdesgrotte aus dem Jahr 1954 kommt man vorbei. Foto: Petra Vanderheiden Berndt
Auch an der Lourdesgrotte aus dem Jahr 1954 kommt man vorbei. Foto: Petra Vanderheiden Berndt

Wenn Sie das Gelände betreten haben, gehen Sie zunächst 100 Meter geradeaus, dann können Sie die Lourdesgrotte, über der eine imposante Buche wächst, bestaunen.

Um der Wanderung weiter zu folgen, wenden Sie sich am Eingang (bei der Infotafel) aber nach links und folgen einem Treppenpfad geradeaus, um bei der Kreuzwegstation Nr. III nach rechts einige weitere Treppen aufwärts zu steigen.

Nach Station Nr. V stehen Sie an einem Querweg mit Hecke. Um sich die Heilig-Hart-Kapelle anzuschauen, gehen Sie rechts und passieren die Stationen VI, VII, VIII und IX. Einige Treppen führen dann abwärts bis an die Kapelle.

 Die Heilig-Hart-Kapelle wurde um 1875 herum errichtet. Foto: Petra Vanderheiden Berndt
Die Heilig-Hart-Kapelle wurde um 1875 herum errichtet. Foto: Petra Vanderheiden Berndt

Um der Wanderung weiter zu folgen, biegen Sie vor der Hecke aber links ab. Linker Hand stehen weitere imposante Buchen. In die erste Abzweigung nach rechts (weißer Pfahl) biegen Sie ein und verlassen wenig später den Park. Den Verkehrsweg gehen Sie für 50 m nach links abwärts um dann rechts in den Oude Molsbergerweg einzubiegen.

Dieser gabelt sich kurze Zeit später. Sie wandern links den mit „Durchfahrt verboten“ gekennzeichneten Weg hinauf in den Ort Molsberg. Zahlreiche hübsche Häuser finden sich entlang des Weges. Am Querweg bei Haus Nr. 54 a geht es nach links weiter. Bevor Sie das Ortsausgangsschild erreichen, biegen Sie bei einem weißen Wegkreuz links ab. Aufgepasst! In der Rechtskurve nach 100 Metern folgen Sie links einem Feldweg.

Nach einer Linkskurve folgt eine schattige Buchenpassage, dann wird der Weg bedeutend enger und zwingt Sie hintereinander zu laufen.

Geraume Zeit wandern Sie, von Weißdornhecke und Weidezaun gesäumt, abwärts.

Am Verkehrsweg geht es dann nach links weiter. Eine Abzweigung nach rechts wird nicht beachtet, erst an der Querstraße halten Sie sich rechts. (Anmerkung: Wenn Sie nach links gehen, erreichen Sie wieder den Marktplatz bzw. befinden sich in der Nähe der Kirche und können eine der zahlreichen Einkehrmöglichkeiten nutzen).

Vor der Statue „Christus König“ gehen Sie links und bei dem Damenmodengeschäft wenden Sie sich erneut nach links. Wenig später, bei Hausnummer 34, biegen Sie rechts in den Fußweg ein. Der Eyserbeek liegt links von Ihnen. Am Zebrastreifen bleiben Sie geradeaus und laufen an den Balkonen einiger Häuser weiter entlang des Eyserbeeks. Bei einer Bank queren Sie den Bach nach links, halten sich rechts (vorbei an einem kleinen Spielplatz) und haben dann auch Ihren Ausgangspunkt wieder erreicht.