Abwechslungsreiche Wanderung von Montzen nach Kelmis

Über Wiesen und Bäche : Abwechslungsreiche Wanderung mit überraschenden Düften

Die Wanderung führt – durch abwechslungsreiche Landschaftsformen in Gestalt von Heckenlandschaft, Bruchsteinhäusern, Wiesen, am Wasser entlang führende Waldwege – von Montzen nach Kelmis ins Hohnbachtal, wo Tausende Narzissen blühen und der Bärlauch seinen typischen Duft verströmt.

Auch historisch (Stichwort Erzabbau) hat diese Wanderung viel zu bieten. Sie ist 12 km lang. Nenneswerte Steigungen gibt es nicht.

Vom Parkplatz aus wenden Sie sich in Richtung Kirche und steigen die Stufen zum Haupteingang hoch. Rechts an der Kirche vorbeilaufend passieren Sie einige alte Grabsteine und verlassen das Gelände über eine Treppe wieder. Am Verkehrsweg gehen Sie nach links. Aufgepasst: Gegenüber dem Briefkasten mit der Nummer 13 biegen Sie in einen sehr schmalen Pfad ein, der zwischen Buchenhecke und einem mit Efeu belaubten Zaun verläuft. Wenn Sie die Rue Vicaire Jean Arnold erreichen, sind Sie bereits zu weit gelaufen.

Tunnel mit Bahnlinie drüber

Am Asphaltweg geht es nach links weiter. 50 Meter weiter erreichen Sie den Gedenkstein des Pfarrers Jean Arnold (1904-44). Hier gehen Sie nach rechts über einen Kiesweg und sehen vor sich einen Tunnel, über dem die Bahnlinie Montzen-Welkenraedt verläuft. Am Ende des Tunnels erwartet Sie ein eisernes Gatter und links davon nutzen Sie den hölzernen Durchgang, um eine Wiese zu betreten. Etwas weiter unten queren Sie einen Bachlauf namens Streverstroperbach, der durch eine Betonröhre fließt. Leicht bergauf wandern sie auf ein 50 Meter entferntes Drehkreuz zu.

Die dahinter liegende Wiese durchqueren Sie, sich etwas links haltend, ebenfalls. Dann entlässt Sie ein Klapptor auf einen Acker. Sie queren den Acker. Ein weiteres Drehkreuz befindet sich etwas rechts von dem Haus mit den beiden Birken davor. Erneut durchwandern Sie eine Wiese und finden sich nach dem vorerst letzten Drehkreuz neben zwei Briefkästen mit der Nummer 64-66 wieder. Die Zufahrt rechts in Richtung der Wohnhäusern ignorieren Sie und wenden sich am Verkehrsweg nach rechts. Wenige Meter weiter (an der Kreuzung) geht es nach links weiter über einen Schotterweg, der Reitern, Radfahrern und Wanderern vorbehalten ist. Es handelt sich um die ehemalige Trasse der Eisenbahnlinie Welkenraedt-Bleiberg, die hier zwischen 1870 und 1952 verkehrte.

Foto: zva/karte hohnbach

Achtung! Nach etwa 500 Metern (kurz bevor beiderseits die Böschung ansteigt) können Sie den Weg nach rechts verlassen. Ein schmaler Fußweg entlang eines Geländers führt die Böschung hinauf und nach einem Klapptor wandern Sie zwischen zwei Zäunen abwärts auf eine kleine Holzbrücke über den Leverbach zu. Der Wanderweg führt Sie um eine Steinmauer herum. Hier steht meist das Wasser so hoch, dass es schwierig ist, trockenen Fußes diese Passage zu bewältigen.

An zwei Steinen vorbeilaufend wandern Sie einen Graspfad aufwärts. Ein Ilexbusch formt ein Tor, welches Sie erneut in einen Wald leitet. Sie wandern am Waldrand entlang (links befindet sich eine weitläufige Wiese). Am Querweg geht es links weiter und keine 5 Meter weiter halten Sie sich ebenfalls links und wandern so weiter am Waldrand entlang. Sie kommen an eine T-Kreuzung, an der Sie rechts auf einen breiteren Waldweg einbiegen.

Durch ein Schafsgehege

Mit Erreichen eines Asphaltweges geht es nach links weiter. Nach kurzer Zeit finden Sie sich an einem Verkehrsweg (Bambusch) wieder, den sie queren und dann für 50 Meter nach links folgen. Sie wandern entlang eines Natursteinhauses, welches das Restaurant l’Apetit beherbergt. Aufgepasst! Am Ende des Gebäudekomplexes sehen Sie an der Hauswand die Wandermarkierung „blaues Kreuz“. Links davon entdecken Sie eine sehr schmale Gasse, die bei einem Drehkreuz endet.

Hier geht es los: Die Wanderung startet am Place Communale in Montzen. Foto: zva/Petra

Unmittelbar dahinter befindet sich ein Holztor, welches in das Gehege zweier Schafe führt. Über ein weiteres Holztor verlassen Sie die Schafe wieder. Die Wiese dahinter überqueren Sie in Richtung einiger Bäume und schauen dabei auf die Kirche von Kelmis. Der 132 Meter hohe Funkturm namens Mulleklenkes im Aachener Stadtwald ist auch nicht zu übersehen. Imposant überspannt auch das Moresneter Viadukt das Göhltal. Es ist mit einem Kilometer Länge die längste Eisenbahnbrücke Europas und wurde im ersten Weltkrieg mit Hilfe zahlreicher russischer Kriegsgefangener gebaut.

Bingelkraut und Bärlauch

Am Waldrand treffen sie auf ein rotes Drehkreuz und das Wanderzeichen „blaues Kreuz“. Es folgt eine kurze Waldpassage, auf der im zeitigen Frühjahr die Waldanemone, das Bingelkraut und der Bärlauch ins Auge fallen. Ein weiteres Drehkreuz bringt Sie in eine Wiese, die Sie sich links haltend (an einem Zaun und damit am Waldrand entlang) durchwandern. Am tiefsten Punkt, vor der Buchenhecke eines Wohnhauses, folgen zwei hölzerne Durchgänge und Sie queren damit einen Bachlauf. Anschließend laufen Sie entlang der Buchenhecke wieder aufwärts. Mit dem Ende der Hecke folgt ein Drehkreuz, und das Wanderzeichen „blaues Kreuz“ leitet sie nach links zu einem weiteren Drehkreuz. Eine Wiese wird an einer Hecke entlang durchwandert. Adleraugen entdecken in der Ecke an einem Baumstamm bereits das Wanderzeichen „blaues Kreuz“. Erneut an Buchenhecken entlanglaufend und einige wenige Treppen hinabsteigend finden Sie sich an einem Asphaltweg wieder (vor Ihnen liegt ein großer Weiher) und wenden sich nach rechts.

Nach 50 Metern (unmittelbar nach dem roten Briefkasten mit der Nummer 76) gehen Sie links über einen Graspfad entlang einer Pferdekoppel. Das Wanderzeichen führt Sie bei zwei Holztoren nach rechts auf einen Betonweg. Eine ungewöhnliche Passage, hat man doch den Eindruck, als laufe man unerlaubt über Privatbesitz. Nach einem Links-rechts-Schwenk gehen Sie durch eine Gasse zwischen zwei Häusern und biegen am Asphaltweg rechts ab (nicht mehr dem Wanderzeichen “blaues Kreuz” folgen). Weiter oben erfahren Sie, dass es sich um die Straße namens „Rue de Hof“ handelt und biegen am Querweg nach links ab. Wenig später fließt links von Ihnen die Göhl. Über die Lütticher Straße (Verbindungsstraße zwischen Kelmis und Henri Chapelle) laufen Sie geradeaus hinweg (Schnellenberg).

An Wiesen und Waldrändern entlang, vorbei an Hecken und über mehrere Bäche führt die Tour nach Kelmis. Foto: zva/Petra

An der nächsten Möglichkeit (unmittelbar nachdem der Grünstrasserbach überquert wurde) geht es nach links in Richtung Rochus Kapelle weiter. Eine Brücke bringt Sie über die Stelle, wo Hohnbach und Grünstrasserbach zusammenfließen. Hinter der Brücke führt ein Fußweg zwischen Wiesen hindurch. Die grüne eiserne Brücke über die Göhl lassen Sie links liegen und wenden sich nach rechts (gelb-rot). Sie kommen auf einen Betonweg, der kurz darauf in einen Feldweg übergeht. Bei dem silbernen Drehkreuz halten Sie sich rechts (blaues Rechteck, Grenzroute 2). Ein Klapptor bringt Sie nach 200 Metern auf einen Waldweg, der am Hohnbach entlang führt. An der Abzweigung halten Sie sich rechts und folgen damit geraume Zeit dem breiten Waldweg am Wasser entlang.

Über diesen Pfad wurden die Erze während des Betriebs der Grube Schmalgraf von 1867-1932 auf Förderwagen nach Preußisch Moresnet transportiert. Der Waldboden ist bereits im Frühjahr saftig grün vom Bärlauch, der hier massenhaft wächst und seinen Knoblauchduft verströmt. Rechts am Wasser entdecken Sie auch bald die ersten Narzissen. Es folgt eine Holzstegpassage, die Sie unmittelbar am Oskarstollen vorbei leitet. Auf dem weitläufigen Grasfeld wenige Meter nach der Holzstegpassage wachsen ab Mai die Galmeiveilchen in großer Zahl. Nach einem eisernen Klapptor wandern Sie weiter am Hohnbach entlang. Bei dem Holzzaun der Pferdekoppeln führt nach rechts ein breiter Holzsteg über den Hohnbach. Zwischen Zäunen gehen Sie aufwärts und nach dem Holztor biegen Sie rechts ab (blaues Rechteck, rot-weißes Rechteck). Ein kleiner, namenloser Zulauf zum Hohnbach wird überquert.

Picknickgelegenheit

Die Wiese dahinter wandern Sie aufwärts und sehen am Baum das Wanderzeichen „rot-weißes Rechteck“. Dahinter führt ein schmaler Hohlweg geraume Zeit aufwärts. Weiter oben halten Sie sich rechts und folgen damit einem Feldweg („rot-weißes Rechteck“). Am Verkehrsweg bei der Kapelle von 1732 gehen Sie weiter geradeaus (Schmalgraf). Es folgt ein Platz mit Picknickgelegenheit und Informationen zur Grube Schmalgraf. Sie folgen weiter dem Asphaltweg (bei Station 6, wo Sie auch die Relikte der Schachtanlage der Blei- und Zinkmine Schmalgraf sehen können, nicht rechts abbiegen), der zunächst abwärts führt bis an den Grünstrasserbach und dann wieder aufwärts bis an die Durchgangsstraße Kelmis-Henri Chapelle.

Hier biegen Sie rechts ab und folgen dann gleich links der N613 in Richtung Vaals/Moresnet. Leider müssen Sie der stark befahrenen Straße für 400 m folgen, ehe Sie nach links in die mit „Durchfahrt verboten“-Schild versehene Straße namens Cosenbergerheydt abbiegen. Der Straße folgen Sie geraume Zeit mit Blick auf die Kirche von Montzen. Am tiefsten Punkt queren Sie erneut den Leverbach und finden sich an einer Ihnen bereits bekannten Stelle wieder. Folgen Sie nun der wenig befahrenen Straße, während Sie zwei Kapellen passieren (St. Jean Nepomuce und Sint Job). Oben folgen Sie der Rue Gustav Demoulin nach links (unter der Bahnlinie laufen sie durch) und finden sich nach zwölf abwechslungsreichen Kilometern an Ihrem Ausgangsort wieder.

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