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„Aznavour by Charles“: Ungewöhnlich offen

„Aznavour by Charles“ : Ungewöhnlich offen

Großartige Dokumentation: Der 2018 mit 94 Jahren gestorbenen Charles Aznavour war Frankreichs berühmtester Chansonnier, ein gefeierter Schauspieler und engagierter Aktivist für sein armenisches Volk. Zu allem Bekannten gesellt sich nun diese wunderbare Biografie aus eigener Hand.

Denn erst 2017 zeigte er dem befreundeten Filmemacher Marc di Domenico Kisten voller Filmaufnahmen aus über fünf Jahrzehnten. Di Domenico montierte das Material mit 25 Liedern Aznavours. Am Anfang gibt es Bilder aus Afrika ohne Ton und Text. Charakteristisch dabei der wache Blick für einfache Menschen und Kinder.

Diese Perspektive wird sich bei faszinierenden Aufnahmen aus Peru, Hongkong, Japan, New York oder London wiederholen. „Emmenez-moi“ (Nehmt mich mit), erklingt passend dazu einer der vielen Hits des großartigen Sängers.

Da Aznavours Aufnahmen privat sind, sieht man Künstler wie Edith Piaf oder Lino Ventura unverstellt und offen. Höchstens seine wechselnden Frauen schauen mal etwas verlegen. „Aznavour by Charles“ ist eine großartige, liebevolle Biografie aus ungewöhnlichem Blickwinkel und läuft mit anderen aktuellen Filmen im Rahmen der Französischen Filmwoche Berlin vom 26. November bis 2. Dezember online. (Sooner.de)

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„Aznavour by Charles“ (Frankreich 2020), Regie: Marc di Domenico, mit Charles Aznavour, 83 Min., FSK: k. A.