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Spider-Man: Tom Holland, Andrew Garfield oder Tobey Maguire?

Vor Kinostart von „No Way Home“ : Wer ist Ihr Lieblings-Spider-Man?

In „No Way Home” wird Tom Holland zum dritten Mal die Hauptrolle des Peter Parker übernehmen. Gerüchten zufolge sollen auch seine Kino-Vorgänger Tobey Maguire und Andrew Garfield auftreten. Wir wollen von Ihnen wissen, wer Ihr Lieblings-Spider-Man ist. Stimmen Sie ab!

Am 16. Dezember kommt der mit Spannung erwartete dritte Teil der aktuellen Spider-Man-Reihe in die Kinos. In „No Way Home“ schlüpft Tom Holland nach seinen beiden Solo-Filmen „Homecoming“, „Far FromHome“ und seinen Auftritten in „Captain America: Civil War“, „Avengers: Infinity War“ und „Avengers: Endgame“ erneut in den berühmten rot-blauen Anzug.

Und der finale Trailer verrät schon: Spidey bekommt es gleich mit mehreren Schurken zu tun – und nicht alle sind von seiner Welt. Im neuesten Teil bricht im sogenannten Marvel Cinematic Universe (MCU) endgültig das Multiversum bahn.

So tauchen in Tom Hollands Spider-Man-Universum plötzlich Schurken aus anderen Filmuniversen auf: Dr. Otto Octavius (Alfred Molina), kurz Doc Oc, Norman Osborn alias der grüne Kobold (WillamDafoe) und Flint Marko, der Sandman (2007 verkörpert von Thomas Haden Church) aus der Spider-Man-Trilogie von Sam Raimi (Spider-Man: Tobey Maguire) und Elektro (Jamie Foxx) und Doktor Curt Connors alias die Echse (2012 verkörpert von RhysIfans) aus der Marc-Webb-Universum (Spider-Man: Andrew Garfield). Und was ist eigentlich mit Eddie BrockVenom? In „Spider-Man 3“ von 2007 gespielt von Topher Grace, 2018 und 2021 wurde Tom Hardy zum menschenfressenden Symbionten. Vergessen darf man auch nicht die Antagonisten, die immer noch in Tom Hollands Welt aktiv sind.

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Achtung: Ab hier kann und wird es zu Spoilern kommen, was alle Spider-Man-Kinofilme seit 2002 betrifft.

Wenn schon die Schurken aus drei Spider-Man-Kinouniversen in einem Film vereint werden, dann doch auch die Spider-Men, oder? Bestätigte wurde das zwar weder von Sony noch von Marvel, ein klares Nein gab es aber auch nicht. Dutzende angebliche Set-Fotos, hunderte Trailer-Analysen und Andeutungen der betreffenden Schauspieler lassen nur einen Schluss zu: Wir werden alle drei Spider-Men zusammen auf der Leinwand sehen. Hoffen wir zumindest.

Und wenn es denn dann dazu kommt (oder auch nicht), stellt sich natürlich die Frage: Wer ist der beste Spider-Man? Tobey Maguire? Andrew Garfield? Tom Holland? Oder ist es gar kein Peter Parker sondern Miles Morales, der in dem animierten Film „Spider-Man: A New Universe“ seinen ersten Kinoauftritt hatte (die Stimme lieh ihm im Original Shameik Moore)?

Wir haben uns Gedanken zu den Stärken und Schwächen der einzelnen Spideys gemacht. Am Ende des Artikels sind Sie dran! Stimmen Sie ab und geben Sie Ihrem Lieblings-Wandkrabbler Ihre Stimme! Hier gelangen Sie direkt zur Umfrage am Artikelende.

Tobey Maguire // Spider-Man 1 (2002), Spider-Man 2 (2004) und Spider-Man 3 (2007) von Sam Raimi

Sind Comic-Verfilmungen heute allgegenwärtig und prägen die Kinolandschaft, waren sie Anfang der 2000er noch eine Ausnahme – und für die Studios mit einem Risiko verbunden. Ausnahmen waren der „Blade“-Film von 1998 mit Wesley Snipes in der Hauptrolle, der allerdings auch erst vier Jahre später seine Fortsetzung erhielt und vor allem der „X-Men“-Film aus dem Jahr 2000 von Bryan Singer. Dieser ebnete den Weg für weitere Comic-Verfilmungen, die mit den enttäuschenden „Batman“-Fortsetzungen Mitte der 1990er Jahre von Joel Schumacher ihr Ende gesehen hatten – dabei waren die beiden „Batman“-Filme von Tim Burton mit Michael Keaton der Hauptrolle 1989 und 1992 echte Kassenschlager.

Nach dem „X-Men“-Erfolg von 20thCentury Fox wollte auch Sony mit einer Comic-Verfilmung punkten und brachte 2002 „Spider-Man“ auf die Leinwände. Inszeniert wurde der Film mit Tobey Maguire in der Hauptrolle von Horrorspezialist Sam Raimi. Und Spidey begeisterte Fans und Kritiker gleichermaßen. Die Filme sind nah an den Comics, der Cast ist durch die Bank weg grandios, der Look ist bunt, teilweise überzeichnet, aber genau passend, die Filme haben ihre ernsten Momente, wenn die freundliche Spinne aus der Nachbarschaft zwischen den New Yorker Hochhäusern schwingt, sieht es einfach nur fantastisch aus und die größten Stärken liegen in den Charaktermomenten, die Raimi seinen Figuren nicht nur gibt, sondern perfekt in Szene setzt.

Die Stories: Der erste Teil zeigt die klassische Origin-Story von Peter Parker (Tobey Maguire), der durch den Biss einer genmanipulierten Spinne übermenschliche Kräfte erhält. Plötzlich ist der schmächtige Teenanger, der schüchtern ist und in der Schule als Außenseiter gilt, extrem stark, er kann Wände hochklettern, an Decken hängen und aus seinem Handgelenk Netze schießen.

Peter, dessen Eltern schon früh in seiner Kindheit gestorben sind, lebt bei seinem Onkel Ben (Cliff Robertson) und seiner Tante May (Rosemary Harris). Direkt nebenan lebt Mary Jane Watson (Kirsten Dunst), in die Peter verliebt ist, für ihn aber unerreichbar scheint.

Nachdem Peter seine Fähigkeiten erhält, will er MJ mit einem Auto beeindrucke, das benötigte Geld will er sich bei einem Wrestlingkampf verdienen. Er gewinnt, bei der Auszahlung des Preisgeldes wird er aber über den Tisch gezogen. Kurz darauf wird der Leiter der Veranstaltung überfallen, Peter hat die Chance den Dieb zu stehlen, aus Rache für die ungerechte Behandlung ihm gegenüber lässt er ihn aber entkommen. Kurz darauf entdeckt er seinen Onkel, mit dem er sich zuvor gestritten hatte, auf der Straße – angeschossen. Der Täter: der Dieb, den er zuvor hat entkommen lassen. Onkel Ben stirbt, Peter verliert seine Vaterfigur, hat Schuldgefühle und ein Satz seines Onkels wird fortan sein Leben bestimmen: „Aus großer Kraft folgt große Verantwortung.“ Als Spider-Man will er nun für Recht und Ordnung in New York sorgen.

Sein einziger Freund ist Harry Osborn (James Franco). Dessen Vater Norman (Willem Dafoe) arbeitet in seinem Unternehmen Oscorp derweil an einem Serum, um menschliche Kräfte zu potenzieren. Doch die Versuche laufen schleppend, er droht aus seinem eigenen Unternehmen gedrängt zu werden. Und so testet er das Serum an sich selbst – und entwickelt ungeahnte Kräfte. Zeitgleich verliert er aber auch nach und nach seinen Verstand und der Grüne Kobold in ihm übernimmt die Kontrolle.

Schließlich kommt es zum Kampf zwischen dem Grünen Kobold und Spider-Man, der aber auch ein Kampf von Peter gegen eine weitere Vaterfigur ist, die er sich so sehr wünscht. Osborn stirbt in Folge des finalen Kampfes, Peter plagen erneut Schuldgefühle, denn er sieht, wie Harry trauert und Spider-Man zu hassen beginnt. Und auch mit MJ gibt es Probleme. So näherten sich die beiden zwar an und sie hat auch Gefühle für ihn. Doch um sie zu schützen, stößt er sie weg. Peter entscheidet sich für die Verantwortung Spider-Man zu sein und gegen sein privates Glück.

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Im zweiten Teil hat Peter die Highschool verlassen und studiert. Obwohl er ein eigentlich sehr clever ist, kommt er nicht hinterher, das Doppelleben als Student und Superheld überanstrengt ihn. Um sich finanziell über Wasser zu halten, jobbt er nebenbei als Fotograf beim Daily Bugle, um dessen Chefredakteur J. Jonah Jameson (J. K. Simmons), der Spider-Man hasst und als Schurken darstellen will, mit Bildern von New Yorks Held in rot-blauem Anzug zu versorgen.

Über Harry lernt Peter Dr. Otto Octavius (Alfred Molina) kennen und ist begeistert wie dieser sein Wirken als genialer Wissenschaftlicher mit seinem Privatleben in Einklang bringt. Octavius arbeitet an Kernfusionen. Dazu hat er mechanische Tentakeln entwickelt, die per Chip mit seinem Gehirn verbunden sind. Bei einer Vorführung seiner Experimente kommt es zu einem Zwischenfall, der Chip wird zerstört und Octavius und die Tentakeln, die mit einer eigenen Intelligenz ausgestattet sind, werden eins. Da bei dem Unfall seine Frau ums Leben kommt, dreht er durch, wird zum Schurken und agiert fortan als Doc Oc.

Als Spider-Man will Peter die neue Bedrohung vor New York fernhalten, gleichzeitig haben seine Kräfte immer wieder Aussetzer. Der Grund: sein unglückliches Privatleben. MJ verlobt sich mit dem Sohn von Jameson, Harry redet nicht mehr mit ihm, da er glaubt, dass Peter ihm die Identität von Spider-Man verheimlicht und somit den vermeintlichen Mörder seines Vaters schützt.

Von Selbstzweifeln geplagt, streift er seinen Heldenanzug ab und zieht sich als Spider-Man zurück. In der Uni läuft es für ihn besser, er rettet als Peter Parker ein Kind aus einem brennenden Haus und sogar seine Beziehung zu MJ blüht wieder auf. Doch ehe sich die beiden näher kommen können, kreuzt Doc Oc auf, der Spider-Man an Harry ausliefern will, da nur er ihm die fehlenden Materialien für sein gescheitertes Experiment liefern kann, dass er noch einmal durchführen möchte. Um Doc Oc aufzuhalten und MJ zu retten, wird Peter wieder der Held, der er immer war.

Peter kann Octavius aufhalten, MJ befreien und s für sich gewinnen. Sie flüchtet vor ihrer eigene Hochzeit mit Jamesons Sohn, um mit Peter zusammen zu sein. Harry, der mittlerweile erfahren hat, wer Spidey in Wahrheit ist, findet derweil die Ausrüstung seines Vaters als Grüner Kobold.

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Im finalen Film der Raimi-Trilogie bekommt es Peter dann gleich mit drei Gegenspielern auf einmal zu tun: Harry macht ihm als neuer Grüner Kobold das Leben schwer, es stellt sich heraus, dass der Ganove Marko Flint (Thomas Haden Church), der auf seiner Flucht durch einen unglücklichen Zufall zum Sandman wurde, am Tod von Ben Parker beteiligt war, und der außerirdische Symbiont Venom nistet sich erst bei Peter ein und bringt dessen dunkle Seite zum Vorschein, ehe er sich schließlich mit Eddie Brock, Peters Konkurrent beim Daily Bugle, vereint.

Während Peters Beziehung mit MJ vor dem Aus steht, muss Spidey New York vor dem bösen Trio schützen. Dabei stellt sich heraus, dass nicht alles immer so ist, wie es auf den ersten Blick scheint. Marko ist ein besorgter Familienvater, Harry erkennt, dass Peter immer noch sein bester Freund ist. Nur Venom ist einfach böse.

Der abschließende Film hat sicher in mancher Hinsicht seine Schwächen, bietet Fans der Trilogie aber ein würdiges Finale für die lieb gewonnen Charaktere.

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Spider-Man, Spider-Man 2, Spider-Man 3, 2002, 2004 und 2007, von Sam Raimi, u. a. mit Tobey Maguire, Kirsten Dunst, James Franco, Willem Dafoe, J. K. Simmons, Alfred Molina, Rosemary Harris, Cliff Robertson, Thomas Haden Church und Topher Grace, 385 Minuten (Extended Version), FSK 12

Nick Förster

Tobey Maguire ist der Spider-Man, mit dem ich persönlich die ersten Berührungspunkte hatte. Sie stammen aus einer Zeit, als die Fortsetzungen noch verständliche Namen hatten und die Vorspanne unendlich lang waren. Seine drei Filme präsentierten uns neben Memes, auch eines der berühmtesten Film-Zitate (“Aus großer Kraft folgt große Verantwortung”) und eine der berühmtesten Kuss-Szenen. Die Spezial-Effekte suchten in der damaligen Zeit ihresgleichen, wobei der erste Teil in dieser Hinsicht sehr schlecht gealtert ist.

Aber hier geht es ja nicht um die Filme oder das Universum, das mit einem brillanten J. Jonah Jameson und fantastischen Schurken sehr stark vorgelegt hat, sondern eben nur um Spider-Man. Und dort punktet Tobey Maguire vor allem in der Hinsicht, dass er von allen dreien die perfekte Peter-Parker-Figur ist. Na klar wird diese schüchterne und tollpatschige Figur von den anderen nicht ernst genommen. Dass Tobey Maguire nun aber wirklich einen Highschool-Jungen spielt, nun ja – ein bisschen zu alt wirkt er schon. Aber seine sozial unbeholfene Art zieht er gnadenlos durch und das ist es, was Peter Parker ausmacht, und die anderen Schauspieler nicht wirklich schaffen.

Tobey Maguire verkörpert von allen also den Peter Parker am besten, aber nimmt man ihm dann die Rolle des Spider-Man ab? Es ist ein Dilemma – auch das der Filmemacher –, auf der einen Seite einen schüchternen Teenager und auf der anderen Seite einen coolen Superhelden zu erschaffen. Kann so jemand wie Tobey Maguire, ein Jedermann, dann wirklich (ohne Probleme) gegen Doc Oc, den Grünen Kobold, Sandman und Venom kämpfen? Vielleicht ist es gerade das, was Spider-Man ausmacht. Jeder kann Spider-Man sein. Jeder ist Spider-Man. Denn wenn man an Spider-Man denkt, abgesehen von den Superkräften, denkt man an jemanden, der Menschen in Not hilft, sich gegen Peiniger auflehnt und nicht aufgibt; immer wieder aufsteht. Gut zu sehen an der Szene im Zug in „Spider-Man 2“, in der die Passagiere alle zu Spider-Man geworden sind. Zusammen gegen einen Schurken. Ein Narrativ, das sich durch alle Spider-Man-Filme zieht. Menschen kommen zusammen, helfen sich und besiegen den Bösewicht. Oder wie es Stan Lee selbst gesagt hat: „Der Mensch, der anderen allein deshalb hilft, weil Hilfe nötig ist und weil es schlicht das Richtige ist, der ist ganz ohne Zweifel ein echter Superheld.“

Dass die Tobey-Maguire-Trilogie dann doch nicht in einem Sechsteiler geendet ist, hat vor allem mit dem dritten Teil zu tun. Natürlich ist die Charakterentwicklung hin zum überheblichen („Sie lieben mich.“) Spider-Man/Peter Parker sinnvoll und auch nötig. Wer würde nicht abheben. Die dann aber mit Venom noch zu verstärken, diesen Peter wollte wirklich niemand sehen. Junge Menschen würde dazu „cringe“ sagen. Und ein bisschen Eyeliner und eine andere (schreckliche) Frisur machen noch keinen schlechten Menschen.

Björn Hellmich

Sam Raimi hat mit seiner Spider-Man-Trilogie (die ursprünglich noch um einen vierten Film erweitert werden sollte) einen der Grundsteine für den heutigen Erfolg von Comic-Verfilmungen gelegt. Einer der Erfolgsfaktoren neben den gutgeschriebenen und verkörperten Bösewichten (vor allem Dafoe als Grüner Kobold und Molina als Doc Oc) ist Tobey Maguires Peter Parker.

Maguires Parker ist ein Außenseiter, dem es die Welt nicht leicht macht. Er hat kaum Freunde, wird zu Beginn von seinen Mitschülern gemobbt, das Mädchen seiner Träume scheint unerreichbar. Er hat seine Eltern schon früh verloren, was ihn traumatisiert hat – auch wenn er bei Onkel Ben und Tante May wohlbehütet aufwächst. Peters Suche und sein Wunsch nach einer Vaterfigur sind allgegenwärtig, was Spideys Kämpfe gegen seine Feinde noch schwieriger macht, da Peter mit vielen eine persönliche Beziehung pflegt. Darüber hinaus spürt man eine ständige Spannung zwischen dem Privatleben Peter Parkes und dem Superheldenleben Spider-Mans – meist zu Ungunsten von Peter.

All das verkörpert Maguire in seinen drei Auftritten stets glaubhaft. Selbst die teils unbeliebte Wandlung im dritten Teil, während er vom Symbionten befallen ist, passt perfekt in dieses Bild: Denn der Rausch in den Peter dort verfällt, ist vergleichbar mit dem Leiden eines Süchtigen. Doch letztendlich gewinnt Peters großes Herz und sein Sinn für Recht und Ordnung, sodass er – wie es sich für einen Helden gehört – stets in den Dienst seiner Freunde stellt.

Einziges Makel, auch wenn es nach einem Biss einer radioaktiv-verseuchten Spinne, die einem Superkräfte verleiht, sinnvoll ist: Maguires Spidey nutzt keine Webshooter. Hier sind seine Netze organisch. Was in sich konsequent ist, aber nicht ganz Spider-Man-typisch ist.

Andrew Garfield // The Amazing Spider-Man (2012) und The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro (2014) von Marc Webb

Noch bis ins Jahr 2009 plante Sony mit einem vierten Teil der „Spider-Man“-Reihe um Sam Raimi und Tobey Maguire. Es gab auch verschiedene Drehbücher, als Antagonist sollte John Malkvic in die Rolle von Adrian Toomes alias Vulture (Der Geier) schlüpfen. Doch zwischen dem Studio und den Beteiligten gab es verschiedene kreative, technische und finanzielle Differenzen. Letztendlich wurde das Projekt um einen vierten Teil mit Maguire im rot-blauen Kostüm und Raimi hinter der Kamera eingestellt – ein Reboot sollte her (und musste es auch, da Sony die Rechte an Spider-Man nur halten kann, wenn sie regelmäßig genutzt werden).

Im Zuge des Erfolgs der „Batman-“Filme von Christopher Nolan, die einen düsteren (wobei Batman nicht ohne Grund als „Dark Knight“ bezeichnet wird), vor allem aber realistischeren Ansatz verfolgten, wollte Sony es dem Konkurrenten aus dem Hause Warner/DC gleichtun und auch Spider-Man einen düsteren Look verpassen.