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„Meine wunderbar seltsame Woche mit Tess“: Sommerferien auf Terschelling

„Meine wunderbar seltsame Woche mit Tess“ : Sommerferien auf Terschelling

„Meine wunderbar seltsame Woche mit Tess“ verpackt ernste Themen in eine bunte und lebhafte Sommerferiengeschichte.

Sam ist ein meist strahlender Junge, der sich allerdings ziemlich stark mit seinem eigenen Ableben oder dem von anderen beschäftigt. Damit er das Alleinsein aushält, wenn er als letzter Mensch übrigbleiben sollte, übt er jetzt schon mal, allein zu sein. Doch das ist wie der Beinbruch seines Bruders eigentlich nur eine Fußnote im sonnigen Familienurlaub auf der niederländischen Insel Terschelling. Da kollidiert sein Einsamkeitstraining mit den Einladungen der quirligen Tess.

Sie will zuerst mit ihm Tanzen lernen und dann zum Picknick. Das sind allerding nur Vorwände, um den älteren deutschen Gast Hugo kennenzulernen, hinter dem sie ihren unbekannten Vater vermutet. Die Mutter von Tess weiß nichts davon, dass das Mädchen ihren Ex gratis im Strandhäuschen einquartiert hat...

„Meine wunderbar seltsame Woche mit Tess“ verpackt ernste Themen in eine bunte und lebhafte Sommerferiengeschichte. Der Familienfilm richtet sich ohne aufgebauschtes Drama eher an die jüngere Jugend. Es gibt nur ein klein wenig Spannung am Ende.

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Regisseur Steven Wouterlood ist mit seinem Kinodebüt keine großartige Entdeckung, doch viel falsch macht er bei der Verfilmung des Kinderbuches von Anna Woltz auch nicht. Die größten Probleme dieser Lebensphase werden mit niederländischer Ungezwungenheit angegangen. Die Lebensweisheit eines alten Seebären, der wirklich einsam ist, kann sich allerdings jeder hinter die Ohren schreiben: Viel eher als Geld und Besitztümer sollte man Erinnerungen sammeln!

(Aachen: Apollo; Düren: Lumen)

„Meine wunderbar seltsame Woche mit Tess“ (Niederlande, Deutschland 2019), Regie: Steven Wouterlood, mit Josephine Arendsen, Sonny Coops van Utteren, 84 Min., FSK: ab 0