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Rezension zum Film „Eine Geschichte von drei Schwestern“

Film „Eine Geschichte von drei Schwestern“ : Familiendrama in den wilden Bergen Anatoliens

Zurück zum Absender: Wie eine unerwünschte Warensendung landen die drei Schwestern Reyhan (20), Nurhan (16) und Havva (13) nacheinander wieder bei ihrem Vater in einem abgelegenen Dorf in Zentralanatolien.

Sie sollten als Dienstmägde in größeren Orten arbeiten, aber Havva verprügelte regelmäßig die anderen Kinder, auf die sie aufpassen soll, Reyhan wurde schwanger und bei Nurhan starb der Betreuungsfall.

Nach einer langen Fahrt durch karge Landschaft, die an Nuri Bilge Ceylans meisterliche Filme erinnert, geht es also zurück in das kleine dunkle Loch der Wohnung aus Steinblöcken. Dort schläft die ruhige Reyhan im „Wohnzimmer“ mit ihrem rasch angeheirateten Veysel und träumt vom Leben in der Stadt. Der einfältige Ehemann versagt selbst als Schafhirte und der Vater erzählt mit anderen Männern Geschichten am Feuer. Zu tun gibt es nichts mehr, seit die Mine einstürzte.

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„Eine Geschichte von drei Schwestern“ referiert lose an Anton Tschechows Theaterstück „Drei Schwestern“. Unter guten, ruhigen Bildern erzählt Emin Alper („Abluka - Jeder misstraut jedem“) in diesem Festivalerfolg ein schweres und träges Drama mit viel Dialog, konsequent wenig Entwicklung und einer erhofften Flucht, die nie gelingt. Denn wie die Schwestern verlässt auch die Handlung nie das winzige Dorf, eingesperrt von eindrucksvoller Berglandschaft.

Es gibt nur einen Moment der Freiheit, wenn die verrückte alte Hatice mit Purzelbäumen die Wiese herunterrollt. Auch nur ein Kreis, der sich dauernd wiederholt, aber wenigstens kurzzeitig Spaß macht.

Türkei, BRD, Niederlande, Griechenland 2019 (Kiz Kardeşler) Regie: Emin Alper, mit Cemre Ebuzziya, Ece Yüksel, Helín Kandemír, Kayhan Açikgöz 108 Min.