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„Wenn du König wärst“: Mobbing unter Schülern mit Fantasy-Einlagen

„Wenn du König wärst“ : Mobbing unter Schülern mit Fantasy-Einlagen

Wie passt man die Artus-Sage an die heutige Zeit an – wenn man nicht direkt ein mittelalterliches Schlacht-Spiel draus macht? „Wenn du König wärst“ verbindet eine Geschichte vom Mobbing unter Schülern mit Fantasy-Einlagen.

In einem Englang, das aus den Fugen gerät, entdeckt der cleverer Schüler Alex (Louis Ashbourne Serkis) Excalibur im Beton einer Baustelle. Zugleich tauchen Höllen-Reiter auf, die ihm das Schwert von Artus wieder abnehmen wollen. Ausgerechnet mit den beiden Schul-Bullys, die ihn und seinen Freund immer gequält haben, muss Alex nun Ritter spielen, um die Welt zu retten.

Der Mix der Sphären Schule und Mythos ist in diesem Kinder-Filmchen eher selten komisch. Nur Merlin, der mal jung und mal alt (Patrick Stewart) auftritt, unterhält als Lachnummer der Schule etwas. Kleine Ideen, wie das Verkehrszeichen als Waffen-Schild und ein ausklappbarer Tisch der Tafelrunde werden sporadisch eingestreut. Die lustigen Action-Szenen mit den jede Nacht wiederkehrenden Höllenrittern ermüden im überlangen Abenteuer-Versuch.

Auch die Entdeckung, dass der meist abwesende Vater von Alex doch nicht so ein toller Kerl war und seine Mutter ihm das Abenteuer-Buch geschenkt hatte, wirkt eher angeklebt als gefühlt. Diese Artus-Variante verzaubert niemanden.

USA 2019 (The Kid who would be King) Regie: Joe Cornish, mit Louis Ashbourne Serkis, Dean Chaumoo, Patrick Stewart 121 Min. FSK ab 6

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