Mister Link - Ein fellig verrücktes Abenteuer im Kino

„Mister Link“ : Ein eigenwilliger Stil, schräger Humor und ungewöhnliche Figurenzeichnung

Sir Lionel Frost ist ein Vorfahre von Indiana Jones und prädestiniert für die alte Entdecker- und Bigfoot-Geschichte: Von den gar nicht so ehrenwerten britischen Forscher-Kollegen verachtet, macht er sich auf, das legendäre Geschöpf Bigfoot im Westen Kanadas zu finden.

Dabei hat dieses sagenhafte Wesen selbst Frost einen Brief mit den nötigen Hinweisen geschrieben. Denn der riesige und haarige Kerl kann sehr gut sprechen und schreiben, beim Schach gewinnt er auch immer. Und das tierische Brüllen zur Begrüßung erweist sich einfach als Frosch im Hals.

Da es dem Fabelwesen als letztem seiner Art in den Rockys zu einsam ist, so Frost ihm helfen, nach Shangri-La zu den Bigfoot-Verwandten, den Yetis, zu kommen. Zur Tarnung für die Reise gehört ein neuer Name: Mister „Susan“ Link. Ein eigenwilliger Stil, schräger Humor und ungewöhnliche Figurenzeichnung - „Mister Link“ kommt sichtbar aus der gleichen Stop-Motion-Trickfabrik wie „Kubo: Der tapfere Samurai“, Neil Gaimans „Coraline“ und Tim Burtons „Corpse Bride“.

Eleganz und Raffinesse in Zeichnung und Inszenierung machen Spaß, viel vom weiteren Witz liegt in den Dialogen. Immer wieder klasse, wie Mister Link Sprichwörtliches wortwörtlich nimmt. Im Original gibt die Stimme von Hugh Jackman dem Abenteurer Sir Lionel Frost einen verwegenen maskulinen Touch, kombiniert mit britischer Steifheit. Die Synchronisation entschied sich hierbei für Christoph Maria Herbst.

Mister Link USA 2019 (Missing Link) Regie: Chris Butler 95 Min. FSK ab 6

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