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„Suicide Tourist“: Element of crime mit eigenwilligem Reiz

„Suicide Tourist“ : Element of crime mit eigenwilligem Reiz

Ein lebensmüder Versicherungsagent geht in einer dunklen Sterbe-Klinik dem Verschwinden eines Kunden nach. Klingt nach Krimi, „Suicide Tourist“ ist aber eindeutig in die Kategorie „ganz seltsamer Film“ einzuordnen.

Mysteriös, sehr düster und letztendlich rätselhaft entwickelt dieses schwache Nordlicht mit „Game of Thrones“ Nikolaj Coster-Waldau in der Hauptrolle hinter unattraktivem Schnauzbart einen ganz eigenwilligen Reiz.

„Element of Crime“! So hofft man zu Beginn bei extrem dunklen Bildern, wie bei den Gemälden des Chiaroscuro. „Element of Crime“ war der erste große Film des Lars von Trier und führte, wie es sich fürs Genre gehört, den Detektiv am Ende zu sich selbst. Versicherungsagent Max (Nikolaj Coster-Waldau) ist jetzt allerdings eher ein Detektiv der ganz traurigen Gestalt. Ein Hirntumor wird sein Leben erst zerstören, dann beenden. Das will Max auch seiner umwerfend liebenswerten Freundin nicht antun. Dass ausgerechnet derjenige, der sich selbst bereits mehrmals eher komisch umbringen wollte, nun in einer Klinik für selbstbestimmtes Sterben landet, hat als schwarzhumorige Idee durchaus etwas.

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Die Ausführung macht da allerdings etwas anderes draus. Wenn im, auch durch Rauschmittel, besonders konfusen Finale so etwas wie Hotel Californias „You can never leave“ zu hören ist, lacht man eher über den Film als mit ihm. Ästhetisch und handwerklich ist das, was immer es sein soll, allerdings exzellent gemacht. Die Lichtgestaltung (Kamera Niels Thastum) packt mehr als die Handlung.

Norwegen, Dänemark, BRD 2019 (Selvmordsturisten) Regie: Jonas Alexander Arnby, mit Nikolaj Coster-Waldau, Kate Ashfield, Tuva Novotny 90 Min. FSK ab 12

Aachen: Apollo

Düren: Lumen

Erkelenz: Gloria

Hückelhoven: Corso