Bescheidene Krimi-Komödie „Kaviar“: Drei Frauen die einen größenwahnsinnigen russischen Oligarchen linken

Bescheidene Krimi-Komödie „Kaviar“ : Drei Frauen die einen größenwahnsinnigen russischen Oligarchen linken

Eigentlich müsste man Russisch mittlerweile mit Chinesisch über- und ersetzen, denn wir haben neue Weltmeister der Dreistigkeit bei internationalen Einkäufen. Doch der Humor bei „Kaviar“ ist an sich nicht auf dem neuesten Stand und so ist es noch immer ein größenwahnsinniger russischer Oligarch (Mikhael Evlanov), der sein neuestes Haus mitten in Wien auf der belebten Schwedenbrücke bauen will.

Das Schmiergeld ist schnell an ein paar eifrige Gewinnler (Georg Friedrich, Simon Schwarz) verteilt, ein Politiker ist auch mit von der korrupten Jagdpartei. Und drei Frauen unter der Führung der Dolmetscherin Nadja (Margarita Breitkreiz) wollen klüger sein, als die hormongesteuerten Urzeit-Machos.

Die bescheidene Krimi-Komödie „Kaviar“ ist dabei im Klischee-Festival „witzig“ auf die Art der „Russin“ Katja Kreml aus der Satiresendung extra 3. Also meist Lacher der Kategorie leichtes Gähnen. Das Personal, mit der die österreichisch-russische Regisseurin Elena Tikhonova ihre unoriginelle Geschichte erzählt, ist erstaunlich gut. Was nicht hilft: „Kaviar“ ist ein gut konservierbares Unterhaltungsmittel für den Fall, dass alle anderen Sender gerade Werbung zeigen.

Österreich 2019 Regie: Elena Tikhonova, mit Margarita Breitkreiz, Daria Nosik, Sabrina Reiter, Georg Friedrich, Simon Schwarz 93 Min.

Aachen: Apollo