Angel has fallen mit Gerald Butler ist der dritte Teil der Reihe

Dritter Teil der „Fallen“-Reihe : Reif für den Ruhestand

Die Handlung in „Angel has fallen“ erinnert an die beiden Vorgänger der Reihe. Der von Gerard Butler gespielte Mike Banning muss eine Verschwörung enttarnen. Dabei kommt es zu vielen Schießereien ohne schauspielerische oder sonstige Substanz.

Der dritte Teil der „Fallen“-Reihe ist mit Abstand der schlechteste in einem nicht besonders avancierten Konzept. Mike Banning (Gerard Butler), Personenschützer des US-Präsidenten, ist längst reif für den Ruhestand, aber will das nicht wahrhaben.

Gerade als Präsident Trumbull (Morgan Freeman) Mike beim Angeln seine Beförderung ausspricht, kommen Schwächeanfall und die futuristische Attacke eines ganzen Schwarms von Kamikaze-Drohnen zusammen. Das Massaker unter den Sicherheitsleuten überleben nur Trumbull und Mike. Der wird prompt verdächtigt, flieht, muss die Verschwörer enttarnen und seine Unschuld beweisen.

Ziemlich viel „wie gehabt“, die Handlung von „Angel has fallen“ ist längst reif für den Ruhestand. Es gibt nur noch hirnlose Schießereien ohne jede Bemühung, diese tödliche Routine irgendwie neu oder interessant zu gestalten. Die üblichen Verdächtigen sind direkt zu erkennen. Frage: Was machen Sicherheitsleute, wenn sie zu wenig verdienen? Alles unsicher.

Ja, „Thema“ sind Privat-Armeen wie die berüchtigte US-Söldnerfirma Blackwater. Mike wird jedenfalls nach sehr unwahrscheinlichen Fluchten direkt von einer schießwütigen Bevölkerung gejagt. So ist „Angel has fallen“ nur noch dumme Baller-Routine, mit erschreckendem Maß an ermordeten Leuten und für Action-Krach verschwendeter Zeit.

Gerard Butler zeigt sich hier kaum weiterentwickelt im Vergleich zu seiner Rolle als lächerliche Witzfigur im Ledertanga in „300“ . Ein kurzer Auftritt von Nick Nolte als Mikes Vater bringt schauspielerische und sonstige Substanz, die der Film ansonsten schmerzlich vermissen lässt.

USA 2019. Regie: Ric Roman Waugh, mit Gerard Butler, Morgan Freeman, Jada Pinkett Smith, Nick Nolte. 121 Min. FSK ab 16.

Aachen: Cinekarree, Eden

Alsdorf: Kinopark

Düren: Lumen

Erkelenz: Gloria

Eschweiler: Primus

Hückelhoven: Corso

Originalversion:

Heerlen: Quatro4

Kerkrade: Vue

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