Region: Idyllischer Weg im Mergelland bei Maastricht

Region : Idyllischer Weg im Mergelland bei Maastricht

Wer am Wochenende noch nichts geplant hat, kann es ja mal mit einer Wanderung in Bemelen bei Maastricht versuchen. Den Weg gibt es in drei Varianten, die Längen sind 5,5 Kilometer, elf Kilometer oder 16,5 Kilometer. Am Wegrand begegnet man immer wieder Marienfiguren in Gruben und an Bäumen.

Mit dem Rücken zum Café (Roemer‘s Eetcafé, Oude Akerstraat 53a) gehen Sie nach links bis zu dem alten Dorfbrunnen und weiter geradeaus in Richtung Margraten/Valkenburg (gelb/blau). Rechter Hand liegt etwas erhöht die St. Laurentius-Kirche. An der Kreuzung mit dem holzverkleideten Wohnhaus wandern Sie nach rechts in den Bosweg (rosa, gelb, blau).

Anmerkung: Wenn Sie nur die fünf Kilometer lange Strecke wandern möchten, bleiben Sie an dieser Kreuzung geradeaus bis zum Molenweg (gegenüber dem Molenweg liegt das alte Gemeindehaus, welches aus Mergelstein erbaut wurde), wo Sie sich nach links wenden. An der Y-Gabelung mit einem Marienbildnis im Baum gehen Sie erneut nach links und erreichen eine Kreuzung mit Sitzbänken und Infotafel. Rechts der Infotafel gehen Sie den mit einem schwarzen und roten Pfahl markierten Weg hoch.

Mariengedenkstätte

Nach 300 Metern sehen Sie links ein grünes eisernes Klapptor. Es bringt Sie auf einen schmalen Pfad. Auf dem Weg geradeaus in eine kleine „Schlucht” befindet sich an deren Ende eine Mariengedenkstätte. Nach diesem Abstecher laufen Sie zurück und folgen weiter dem Bosweg. Linker Hand passieren Sie die ersten Grotten des Mettenbergs. Bis Ende des 19. Jahrhunderts waren diese von Menschen bewohnt.

Sie erreichen einen Asphaltweg und wenden sich für etwa 100 Meter nach links (gelb, grün) um dann nach rechts in den mit einem Verbotsschild für Autos und gelbem Pfahl flankierten Feldweg einzubiegen. Der Weg verläuft zunächst zwischen Felder und schließlich am Waldrand entlang. Einen Treppenpfad nach links beachten Sie nicht. Der Waldboden ist mit Immergrün übersät. Mehrere Sitzbänke in unregelmäßigen Abständen laden zum Verweilen ein.

Nach circa einem Kilometer wird ein Verkehrsweg erreicht, dem Sie schräg rechts gegenüber dem breiten Waldweg (Koeberg, rot) folgen. Eingangs blicken Sie links auf ein Steinhaus, in dessen Inneren sich eine Wasserpumpe aus dem Jahre 1912 befindet. Daneben steht ein Baum mit einem Marienbildnis. Aufgepasst! 100 Meter weiter nutzen Sie den schmalen Pfad gegenüber der hölzernen Scheune, der an dem geologischen Monument „Grube Koeberg” entlangführt.

Sie folgen dem schmalen Pfad, der sich durch den Wald schlängelt und erreichen wenig später die Julianagrube. Sie folgen der Rechtskurve abwärts und biegen am breiten Querweg links ab (rot). Einen schmalen Waldweg nach links hoch beachten Sie nicht und wandern nun einen Kilometer durch einen herrlichen, lichten Laubwald.

Bei einer Sitzbank führt der Wanderweg Sie nach rechts abwärts. An der Y-Gabelung biegen Sie schließlich rechts ab (rot, grün). Sie folgen dem leicht aufwärts führenden Feldweg bis fast zum höchsten Punkt (die Autos auf dem Verkehrsweg können Sie schon sehen), schwenken aber vorher nach links in einen nicht markierten Feldweg ein.

Felder und Obstbaumplantagen

Dieser Weg führt Sie entlang von Feldern und einer Obstbaumplantage bis zu einer 6er-Kreuzung mit Wegkreuz und Picknickgelegenheit. An dieser Stelle halten Sie sich geradeaus (rot) und laufen am Waldrand entlang. Bei einer Sitzbank neben einem Tümpel folgen Sie der Rechtskurve und damit der roten Markierung und wandern zwischen Weißdornhecken.

Am Querweg mit einem schmalen Asphaltweg führt der Weg für 50 Meter nach links, um dann nach rechts (bei Regenrückhalte Sliepedal) entlang von Weißdornhecken zu verlaufen. In der Ferne sehen Sie die Tienhovenmühle aus dem Jahre 1855 im Ort Wolfshuis. Sie ist an jedem 2. und 4. Samstag von März bis November von 11 bis 17 Uhr zu besichtigen.

Auf diesem Feldweg (blau) mit Blick auf die Mühle bleiben Sie nun geraume Zeit. Sie kommen an eine Abzweigung mit drei Bäumen in der Mitte und halten sich rechts, um unmittelbar danach wieder links abzubiegen (grün). Sie wandern jetzt übrigens auf dem Plateau von Margraten.

Am Verkehrsweg bei dem Wegkreuz geht es nach links weiter in den Ort Wolfshuis. Auf diesen 200 Metern müssen Sie auf die Hunde achtgeben, denn es gibt keinen Streifen für Fußgänger. Bei einem Wegkreuz mit ungewöhnlicher Inschrift biegen Sie rechts ab in die Reutjesstraat (grün) und folgen bei einem historischen Wohnhaus aus dem Jahren 1776 der Linkskurve.

Nachdem Sie einen Bauernhof passiert haben, wird der Asphaltweg zum Feldweg. In der Ferne blicken Sie auf die Kirche von Berg en Terblijt. Über die Kreuzung (bei Wegkreuz und Gaswerk) gehen Sie geradeaus (grün, gelb). Sie laufen an einer weitläufigen Obstplantage entlang. Anmerkung: Etwa 50 Meter, bevor Sie das Ende der Plantage und damit den Verkehrsweg erreichen, entdecken Sie links an einer der Baumreihen ein sogenanntes Hagelkreuz. Es sollte die Pflanzen, insbesondere die empfindlichen Blüten vor Unwetterschäden, vor allem Hagel bewahren.

Über die Straße hinweglaufend folgen Sie dem Feldweg mit der gelb-grünen Markierung. Den Weg, der bei einer Bank nach links führt, beachten Sie nicht. Nach einer Rechtskurve passieren Sie den „Bunten Hahn“, wo sie samstags und sonntags zwischen 10 und 18 Uhr eine Pause einlegen können. Gleich nach der Einkehrmöglichkeit biegen Sie links ab in einen Feldweg und laufen mit Blick auf die Kirche entlang einer herrlichen Weißdornhecke, die mit Buchen durchsetzt ist, abwärts.

Tiefster Punkt

Am tiefsten Punkt geht es nach links weiter (gelb, rot). Auf dieser 1,3 Kilometer langen Passage durch ein wunderschönes Naturgebiet passieren Sie ein Erinnerungskreuz an Kriegsopfer, eine Sitzbank und schließlich die Koeleboschgrube. In ihr wurden früher Champignons gezüchtet, heute gehört sie den Fledermäusen.

In der feuchten Vertiefung (Regenrückhalte) rechts des Weges gedeiht im Frühjahr die hellgelb blühende Schlüsselblume. Einen kleinen, nach links führenden Seitenweg vor der Rechtskurve beachten Sie nicht. Bei dem Ausfluss des Regenrückhaltesystems (Koelbosgrub) ignorieren Sie den nach links aufwärts führenden Pfad (gelb, grün) und folgen geradeaus dem oftmals matschigen Hohlweg (rot, grün). Rechterhand blicken Sie auf die Gruben des Cluijsbergs. In dieser Grotte wohnte ein Einsiedler.

Sie erreichen eine Kreuzung mit Infotafel und Sitzgelegenheiten. (Beachten Sie die kunstvoll geflochtene Hecke hinter der Tafel.). Wenn Sie die Wanderung nach elf Kilometer beenden wollen, biegen Sie an dieser Stelle links ab in einen schmalen Asphaltweg (rosa, grün, schwarz, rot). Am Verkehrsweg biegen Sie rechts ab und dürften problemlos zurückfinden.

Diejenigen, die die Wanderung noch fortsetzen möchten (und die Wanderer, die sich von Anfang an für die Fünf-Kilometer-Strecke entschieden haben), wandern rechts der großen Infotafel den mit schwarzen und roten Pfahl markierten Weg hoch. Er führt mit 20 Prozent Steigung bergauf.

Ein Klapptor links in der Böschung beachten Sie nicht. Oben angekommen (Sie haben soeben den Bemelerberg erklommen) können Sie sich auf einer Bank von dem anstrengenden Aufstieg erholen. Sie folgen bei der Bank scharf links einem Feldweg. Nach 30 Metern nutzen Sie das Klapptor zu Ihrer Linken und wandern auf einem schmalen Pfad bis zu einer Bank mit schöner Fernsicht. Nach rechts blicken Sie auf den St. Pietersberg, die roten Kirchtürme gehören zur St. Janskirche auf dem Vrijthof in Maastricht.

Aussicht genießen

Der Pfad führt Sie nach der Bank zu einem weiteren Klapptor, mit dem Sie das Gelände verlassen. Sie passieren eine Sitzbank von der Sie erneut die Aussicht genießen können. An der nächsten Abzweigung mit Bank bleiben Sie geradeaus. Höhere Sträucher versperren nun die Sicht nach links. Nach 400 Metern folgt eine Links-rechts-Kurve. 100 Meter weiter wandern Sie dann links abwärts. Nun dem Asphaltweg (schwarz) für 1,5 Kilometer (leicht bergab wandernd) folgen. Weiter unten liegt linker Hand ein großer Bauernhof. An der Kreuzung geht es mit der rosa Markierung nach links weiter.

An der Abzweigung bei der dicken Linde (im Stamm ist eine Marienstatue eingewachsen) wenden Sie sich nach rechts (schwarz, rot). An der nächsten Kreuzung gehen Sie links (schwarz, rosa) über einen Feldweg. Nach 1,3 Kilometer liegen links die Mergelgruben, die den Bemelerberg durchziehen. Rechts blicken sie auf die Kirche von Bemelen.

Sitzgelegenheiten laden zum Verweilen mit Blick auf die Mergelwand beziehungsweise die Kirche ein. An der Y-Gabelung mit dem Richtungsweiser „Pelgrimspad” biegen Sie rechts ab, erreichen den bereits bekannten Verkehrsweg und finden, sich rechts haltend zurück zum Parkplatz.

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