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Filmtipps: SciFi-Filme, die man gesehen haben muss

Nichts ist unmöglich : SciFi-Filme, die man gesehen haben muss

Wenn es um fantastische Welten, dystopische Zukunftsaussichten und technische Wunder geht, befinden wir uns beim Film in der Welt der Science-Fiction. Hier ist nichts unmöglich und manches wird über die Jahre sogar Realität. Wir haben SciFi-Filme zusammengestellt, die man gesehen haben muss.

Stellen Sie sich vor, die Welt, in der Sie leben, ist gar nicht echt. Oder treten Sie eine Reise in die unendlichen Weiten des Weltalls an. Aber bleiben Sie nicht auf dem Mars zurück! Außer, Sie wissen, wie man dort Kartoffeln anbaut. Und legen Sie sich auf keinen Fall mit künstlichen Intelligenzen oder Robotern an.

Wir haben ein paar der besten SciFi-Filme für Sie zusammengestellt. Viel Spaß mit unseren Empfehlungen!

Matrix

Es gibt Filme, die setzen inhaltlich und technisch neue Standards, werden zu Klassikern und zum Maßstab für alle Werke, die folgen. „Matrix“ ist ein solcher Film. Mit ihrer Geschichte um eine simulierte Wirklichkeit, den Auserwählten Neo (Keanu Reeves), seinen Gegenspieler Agent Smith (Hugo Weaving), aufwendig choreographierte Kung-Fu-Kämpfen und dem Bullet-Time-Effekt haben Lana und Lilly Wachowski 1999 ein SciFi-Meisterwerk geschaffen, das nicht nur neue Technik-Maßstäbe für das Kino setzte, sondern auch die Welt aus einem ganz besonderen Blickwinkel betrachtete.

Thomas A. Anderson arbeitet als Software-Entwickler. Außerhalb seines Jobs ist er als Hacker aktiv und nennt sich Neo. Nachdem er geheimnisvolle Botschaften auf seinem Computer erhält, lernt er die Hackerin Trinity kennen, die ihn vor einer drohenden Gefahr warnt. Am nächsten Morgen taucht der mysteriöse Agent Smith bei Neo im Büro auf. Der geheimnisvolle Morpheus (Laurence Fishburn) will Neo per Mobiltelefon aus dem Gebäude lotsen, doch Agent Smith kann dies verhindern. Neo wird verhört. Dabei geschehen unnatürliche Dinge, am nächsten Morgen ist sich Neo nicht sicher, was genau passiert ist und was er geträumt hat.

Erneut trifft sich Neo mit Trinity, die ihn zu Morpheus bringt. Der erklärt Neo, dass die Welt, in der er lebt, lediglich eine Computersimulation ist. Die Menschheit werde seit Ewigkeiten von Maschinen beherrscht und als lebende Batterien genutzt. Um Aufstände zu verhindern, werden die Menschen in einen Trance-ähnlichen Zustand versetzt und leben ihr Leben innerhalb der „Matrix“. Neo, in dem Morpheus den Auserwählten sieht, der die Unterjochung durch die Maschinen beenden soll, muss sich nun entscheiden: Nimmt er die blaue Pille, kehrt er zurück in seine bekannte Wirklichkeit. Nimmt er die rote Pille, erfährt er die ganze Wahrheit über die Matrix.

Ohne zu viel zu verraten: Er entscheidet sich für die rote Pille (sonst wäre der Film auch recht schnell beendet) und wird von Morpheus und der Crew der Nebuchadnezzar aus den Batterienlagern der Maschinen befreit. Er lernt, wie er sich in die „Matrix“ einhacken und sie beeinflussen kann. Gemeinsam mit Trinity nimmt er den Kampf gegen das Überwachsungssystem in Form von Agent Smith auf. Neo wird nach und nach zu dem Auserwählten, den Morpheus aus einer alten Prophezeiung kennt und sein ganzes Leben gesucht hat.

Das Wachowski-Werk geht weit über übliche SciFi- und Action-Filme hinaus. Der Film beinhaltet eine Menge philosophisch-theologische Fragen, nimmt Anleihen bei der Erkenntnistheorie, bedient sich bei verschiedenen Religionen und weist Parallelen zum Alten und Neuen Testament auf. Das zentrale Element der gefälschten Realität kam seit den 1970er Jahren immer wieder vor und wurde von verschiedenen Autoren aufgegriffen. So stammt beispielsweise die Grundidee, dass ein Déjà-vu lediglich ein Fehler in der „Matrix“ sei (weil die Maschinen Optimierungen oder Änderungen in der Simulation vornehmen) von einer Science-Fiction-Convention in Metz aus dem 1977, auf der der US-amerikanische Autor Philip K. Dick eine ähnliche Theorie aufstellte.

Neos Name ist ein Anagram auf das englische „One“ und steht damit für den Auserwählten. Doch werden in dem Film nicht nur verschiedenste Genres und Stile miteinander verbunden – so ist die Matrix im Hier und Jetzt, das heißt im Jahr 1999, angesiedelt, es gibt Action mit viel Feuerkraft, asiatischen Kampfsport und Anleihen an den Zen-Buddhismus und Hinduismus und einen Ausblick in eine dystopische Zukunft und die Angst vor der Machtübernahme durch künstliche Intelligenzen – auch technisch setzte das Werk neue Maßstäbe.

Erstmals wurde in einem Film die sogenannte Bullet-Time genutzt. Für diesen Effekt, ein spezielles Verfahren der Zeitlupenfotografie, wurden bei der Produktion 122 Spiegelreflex- und zwei Filmkameras verwendet. Und das Ergebnis ist auch über 20 Jahre später noch mehr als beeindruckend.

Das Trio im Reeves, Moss und Fishburn harmoniert prächtig. Reeves, dessen Rolle ursprünglich Will Smith angeboten wurde, kann hier mit seiner manchmal begrenzten Mimik glänzen und ist Neo durch und durch. Moss lässt Trinity genau die toughe Kämpferin sein, die sich glaubhaft gegen die Maschine auflehnt und Fishburn verleiht Morpheus, der in all dem mehr als nur den Kampf zwischen Menschen und Maschine sieht, eine philosophische Tiefe, die ein Mentor seines Kalibers benötigt.

Der Film wurde mit Preisen, Auszeichnungen und Nominierungen überschüttet – und das vollkommen zurecht. Allein bei der Oscarverleihung 2000 gab es vier goldene Statuen („Bester Schnitt“, „Bester Tonschnitt“, „Bester Ton“ und „Beste visuelle Effekte“). 2003 folgten mit „Matrix Reloaded“ und „Matrix Revolutions“ innerhalb eines halben Jahres die beiden Nachfolger, die die ursprüngliche Trilogie beendeten. Der zweite und dritte Teil sind für Fans Pflicht, wer sich nicht ganz auf die „Matrix“ einlässt, könnte bei den immer tiefergehenden Fragen nach dem Sinn des Lebens und der Ewigkeit des Seins innerhalb der Matrix etwas fragend zurückgelassen werden.

Aktuell wird an einem vierten Teil gearbeitet. Neo und Trinity werden zurückkehren und sich noch einmal in die „Matrix“ hacken. Man darf gespannt!

Bis dahin lehnen Sie sich zurück und entscheiden Sie: Nehmen Sie die blaue Pille und kehren Sie zurück in Ihre bekannte Wirklichkeit. Oder nehmen Sie rote Pille und erfahren Sie die Wahrheit über die Matrix! (bph)

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Matrix, 1999, von Lana und Lilly Wachowski, u. a. mit Keanu Reeves, Carrie-Anne Moss und Laurence Fishburn, 136 Minuten, verfügbar im Stream bei folgenden Anbietern: Amazon (Kaufen: 9,74 €, Leihe: 3,99 €), Maxdome (Kauf: 9,99 €, Leihe: 3,99 €), Sky (im Abo ab 9,99 € pro Monat), iTunes (Kaufen: 9,99 €, Leihe: 3,99 €), Google Play (Kaufen: 11,99 €, Leihe: 3,99 €)

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2001: Odyssee im Weltraum

Stanley Kubrick setzte mit seinen Filmen immer wieder Meilensteine der Kinogeschichte. Ob nun mit „Uhrwerk Orange“, „Shining“ oder „Full Metal Jacket“. Der US-amerikanische Regisseur, Produzent, Drehbuchautor und Fotograf überzeugte stets mit tiefer intellektueller Symbolik und technischer Perfektion. Damit schaffte er 1968 auch einen der besten, wenn nicht sogar den besten Science-Fiction-Film aller Zeiten: „2001: Odyssee im Weltraum“.

Gemeinsam mit dem britischen Autor und Physiker Arthur C. Clark schrieb Kubrick das Drehbuch f über eine Forschungsreise von fünf Wissenschaftlern zum Jupiter. Ihr Raumschiff wird mithilfe des Bordcomputers HAL 9000 gesteuert. Doch nicht nur künstliche Intelligenzen spielen eine Rolle, es geht auch um die menschliche Evolution und der Frage nach der Existenz außerirdischen Lebens. Dabei schlägt der Film die Brücke von der Zeit der Vormenschen bis in ein technologisiertes Zeitalter, in dem die Menschen das All und fremde Welten erforschen.

Bei der Darstellung der Raumfahrt im Film achtete Kubrick auf die physikalische Korrektheit, die Spezialeffekte waren für die damalige Zeit bahnbrechend, bei der Musik entschied sich das Regie-Genie für klassische Werke von unter anderem Richard Strauss, Johannes Strauss II, Aram Chatschaturjan und György Ligeti. In Kombination mit den Weiten des Alls ergeben sich so fantastische und beeindruckende Bilder.

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Und genau die lässt Kubrick auch häufig für sich sprechen: Sowohl in den ersten 25 Minuten des Films als auch in den letzten 22 Minuten wird kein Wort gesprochen. In rund 70 Prozent der 143 Minuten Laufzeit hört man kein gesprochenes Wort. Das ist ungewöhnlich, aber keinesfalls störend.

„2001: Odyssee im Weltraum“ setzte neue Maßstäbe im Science-Fiction-Bereich, in der Darstellung der Raumfahrt und den Weiten des Alls und ist noch heute für viele Produktionen die Messlatte. Auffällig wird das zum Beispiel in Christopher Nolans „Interstellar“, in dem ebenfalls häufig die Bilder in Kombination mit Musik, aber auch Stille, für sich sprechen. Auch der Bordcomputer HAL 9000 hat seine Spuren in der Filmhistorie hinterlassen.

Für sein visuelles Erlebnis wurde Kubrick zurecht mit einem Oscar für die Spezialeffekte ausgezeichnet. Zudem gab es drei weitere Nominierungen. 2007 belegte der Film Platz 15 in der List der besten 100 Filme aller Zeiten. 2008 schaffte Kubricks Werk den Sprung auf den ersten Platz der Top-10-Science-Fiction-Filme aller Zeiten.

Und nun lauschen Sie der klassischen Musik vor der malerischen Weite des Alls, „öffnen Sie das Gondelschleusentor“ und bestaunen Sie einen der besten Filme, der je den Sprung auf die Kinoleinwand geschafft hat. (bph)

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2001: Odyssee im Weltraum, 1968, von Stanley Kubrick, u. a. mit Keir Dullea, Gary Lockwood und William Sylvester, 143 Minuten, verfügbar im Stream bei folgenden Anbietern: Amazon (Kaufen: 8,99 €, Leihe: 3,99 €), Maxdome (Kauf: 8,99 €, Leihe: 3,99 €), iTunes (Kaufen: 9,99 €, Leihe: 3,99 €), Google Play (Kaufen: 11,99 €, Leihe: 3,99 €)

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I, Robot

Gute Roboter, böse Roboter – und mittendrin ein griesgrämiger Will Smith als Polizist. So lässt sich die Handlung von „I, Robot“ knapp zusammenfassen. Doch in dem Sci-Fi-Film aus dem Jahr 2004 ist nicht etwa Smith der Held: Roboter „Sonny“ ist der Sympathieträger, weil er keine gefühlslose Maschine, sondern ein Wesen mit Gewissen ist. In der Welt, in der er lebt, hat er es jedoch nicht leicht: Im Jahr 2035 sind in Chicago zwar humanoide Roboter normal, aber alle anderen künstlichen Wesen, die im Alltag der Menschen als Arbeiter und Helfer eingesetzt werden, folgen einfach nur den drei Gesetzen der Robotik:

  1. Ein Roboter darf kein menschliches Wesen (wissentlich) verletzen oder durch Untätigkeit (wissentlich) zulassen, dass einem menschlichen Wesen Schaden zugefügt wird.
  2. Ein Roboter muss den ihm von einem Menschen gegebenen Befehlen gehorchen – es sei denn, ein solcher Befehl würde mit Regel eins kollidieren.
  3. Ein Roboter muss seine Existenz beschützen, solange dieser Schutz nicht mit Regel eins oder zwei kollidiert.

All das erfunden hat die Firma „U.S. Robotics“, deren Chefentwickler Dr. Alfred Lanning bei Sonny eine Änderung vorgenommen hat: Er besitzt außer seiner logischen Einheit für die Gesetze der Robotik eine weitere Einheit – die für Emotionen. Als Dr. Lanning jedoch eines Tages im Firmengebäude tot aufgefunden wird, ist das ein gefundenes Fressen für Will Smith als Del Spooner: Der Detective, der im Gegensatz zu allen anderen nichts mit den künstlichen Wesen anfangen kann und auf ihre Hilfe gerne verzichtet, nimmt sich des Falles an und stößt bei seinen Recherchen auf eine tiefgreifende Verschwörung. Bei seinen Ermittlungen steht ihm – zunächst zu seinem Unmut – ein überraschender Helfer zur Seite: Mit Sonny findet er letztlich heraus, wer nun für die unheilvollen Entwicklungen im Chicago der Zukunft verantwortlich ist – Mensch oder Maschine?

„I, Robot“ beruht auf der gleichnamigen Kurzgeschichte des Sci-Fi-Autors Isaac Asimov, der es mit seiner cleveren Filmvorlage geschafft hat, dass sich der Zuschauer unheimlich viele Fragen stellt. Etwa: Wie viel Macht sollten Maschinen bekommen? Und was ist eigentlich Menschlichkeit? „I, Robot“ vermag diese Fragen nicht zu beantworten, bereitet dem Publikum aber trotzdem – oder gerade deshalb – viel Spaß. Mehr dürfen Smith-Fans aber auch nicht erwarten. Es ist nicht unbedingt die beste Performance des Schauspielers – aber der eigentliche Star ist ja sowieso jemand anderes. (mepo)

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I, Robot, 2004, von Alex Proyas, u. a. mit Will Smith, Bridget Moynahan und Alan Tudyk, 115 Minuten, verfügbar im Stream bei folgenden Anbietern: Netflix (im Abo ab 7,99 € pro Monat), Amazon (Kaufen: 5,84 €, Leihe: 2,99 €), Maxdome (im Abo ab 4,99 € pro Monat, Kauf: 9,99 €, Leihe: 2,99 €), iTunes (Kaufen: 9,99 €, Leihe: 3,99 €), Google Play (Kaufen: 9,99 €, Leihe: 3,99 €)

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Equilibrium

Wie ist es, in einer Welt zu leben, in der es keinerlei menschliche Gefühle gibt? Das wissen die Menschen in „Equilibrium“ ganz genau: In einer dystopischen Welt nach dem Dritten Weltkrieg wurden nämlich Emotionen als hauptsächlicher Auslöser von Gewalttaten ausgemacht. Aus diesem Grund wurde eine psychotrope Substanz entwickelt, die jeder Mensch im Regierungsgebäude erhält und einnehmen muss, damit seine Gefühle auf ein Minimum reduziert werden.

Doch natürlich gibt es in der sauberen, sterilen Stadt namens Libria auch Widerständler: Sie werden Sinnestäter genannt, weil sie die Substanz „Prozium II“ ablehnen und im Untergrund leben. Die Sinnestäter aufzuspüren ist der Job von John Preston (Christian Bale): Er gehört zu einer Elitepolizeieinheit und muss die Widerständler finden, töten und Gegenstände, die sie horten, vernichten. Das sind unter anderem Kunstwerke, Dekoration, Tonträger, Literatur und Haustiere – eben all das, was Gefühle auslöst. Preston ist einer der besten in seinem Job, denn er ist ein skrupelloser Mann, der dem System treu ergeben ist.

Aufgrund einer unglücklichen Verkettung von Zufällen kann er jedoch eines Tages nicht sein gewohntes Maß an „Prozium II“ einnehmen und muss sich langsam mit seinen aufkeimenden widersprüchlichen Gefühlen auseinandersetzen. Schon bald muss er sich entscheiden, ob er weiter in dem brutalen System leben will oder sich dem Widerstand anschließt und die totalitären Machthaber ausschaltet …

„Equilibrium“ ist ein Sci-Fi-Actionthriller, der nicht umsonst mit FSK 16 bewertet wurde. Der Film aus dem Jahr 2002 ist keine leichte Kost und klar angelehnt an dystopische Romane wie „Schöne Neue Welt“ von Aldous Huxley oder „1984“ von George Orwell. Er überzeugt mit Stars wie Christian Bale, Emily Watson und Sean Bean, die ihre Rollen gut darstellen. Umso erstaunlicher ist es, dass „Equilibrium“ in den USA gefloppt ist und in Deutschland gar nicht erst in die Kinos kam, sondern direkt auf DVD veröffentlicht wurde. Das ist absolut nicht gerechtfertigt, denn der Sci-Fi-Film ist mitreißend und thematisiert eine interessante Zukunftsvision. (mepo)

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Equilibrium, 2002, von Kurt Wimmer, u. a. mit Christian Bale, Emily Watson und William Fichtner, 102 Minuten, verfügbar im Stream bei folgenden Anbietern: iTunes (Leihe: 3,99 €)

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Arrival

Ein (weiteres) Beispiel für einen intelligenten Sci-Fi-Film der letzten Jahre: „Arrival“. Mehrere außerirdische Raumschiffe sind auf der Erde gelandet. Doch es geht nicht wie in „Independence Day“ um Krieg, Zerstörung und den Kampf mit den fremden Wesen, sondern um Kommunikation. Und so ist die Hauptfigur in dem Film auch kein Militär oder der Präsident, sondern eine Linguistin: Dr. Louise Banks, hervorragend gespielt von Amy Adams. Und so gibt es in „Arrival“ auch nicht viel Action, sondern Atmosphäre und was fürs Hirn.

Was allerdings nicht bedeutet, dass in „Arrival“ Spannung fehlen würde! Gerade durch die dichte und mysteriöse Atmosphäre, die er beschwört, entsteht Spannung. Wenn die Wissenschaftler zum ersten Mal das fremde Raumschiff betreten, ist dies zwar ruhig und unaufgeregt, aber spannungsgeladen inszeniert. Die große Frage ist dabei nicht in erster Linie, ob lebensbedrohliche Gefahr besteht, sondern wie das geheimnisvolle UFO von innen aussieht, wie die Welt der Aliens funktioniert. Und dafür findet Regisseur Denis Villeneuve wunderbare Bilder. Und grandiose Einfälle: etwa die aufgehobene beziehungsweise verschobene Schwerkraft auf dem Schiff.