Wassenberg: Förster reagiert auf die Kritik gegen Abholzung

Wassenberg: Förster reagiert auf die Kritik gegen Abholzung

Mit einer Gruppe interessierter Bürger unternahm der Heimatverein Wassenberg unter Führung des Forstbeamten Claus Gingter eine Begehung und Besichtigung des Waldes im Judenbruch.

Grund für diese Aktion waren die zahlreichen Beschwerden über die Forstwirtschaftsmaßnahmen der letzten Monate in mehreren Waldbereichen, die auch an den Heimatverein herangetragen wurden.

Der Forstbeamte erläuterte den Teilnehmern an Ort und Stelle die nach forstrechtlichen Bestimmungen zwingend vorgeschriebene Notwendigkeit der erfolgten Maßnahmen. Danach sei es unerlässlich, auch in einem Erholungswald Bäume zu fällen, ganz gleich, ob es sich um geschädigte oder gesunde Bäume handelt.

Er als Forstbeamter müsse die Gesamtsituation des Waldes beurteilen und beachten, wobei auch insbesondere die Lebensbereiche der Pflanzen- und Tierwelt eine wichtige Rolle spielten. Nicht zuletzt wies er Kritik zurück, die sich gegen seine Person richtete.

Er könne nicht für in anderen privaten Waldbereichen vorgenommene Maßnahmen verantwortlich gemacht werden, die nicht in seiner Zuständigkeit liegen. Hierzu zählen zum Beispiel die Abholzungen an der L 117 in Nähe des Schaagbaches und am Pützchen. Ebenfalls sei er für das Baumfällen an der Poststraße und am Loher Weg nicht zuständig gewesen, weil dies eine städtische Maßnahme war.

Entlang der Rur habe der Rurwasserverband in eigener Zuständigkeit Bäume gefällt. Am Ende der Begehung konnte festgestellt werden, dass diese Lehrstunde der Forstwirtschaft von den mehr als 20 Teilnehmern allgemein als sehr interessante und positive Erfahrung beurteilt wurde.

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