Kreis Heinsberg: Fluch und Segen: „Für die Ewigkeit — Plastik“

Kreis Heinsberg: Fluch und Segen: „Für die Ewigkeit — Plastik“

Müll im Meer. Leere Plastikflaschen am Strand. Eine Wasserschildkröte verfangen im Fischernetz. Mit Bildern wie diesen beschäftigten sich die Teilnehmerinnen des Frauenkirchentags 2016 in Hückelhoven. „Für die Ewigkeit — Plastik“ lautete das allumfassende Tagesthema, organisiert von der Evangelischen Frauenhilfe im Rheinland und dem Kreisverband der Frauenhilfe Jülich.

Die Idee: „Wir öffnen Türen über den Verband hinaus und wollen mit vielen Frauen ins Gespräch kommen“, so Referentin Iris Pupak.

Im Rahmen der eintägigen Veranstaltung im evangelischen Gemeindehaus informierte der Frauenkirchentag — nach einem gemeinsamen Gottesdienst — in vier verschiedenen Workshops rund um das Thema. Welchen Nutzen hat die Verwendung von Plastik, welche Risiken bestehen? Welche Auswirkungen hat der Umgang auf unser Leben, unsere Gesundheit und die Zukunft der Menschheit?

Referentin Sabine Richarz erörterte das Problem der Vermüllung der Weltmeere, Ulrike Schalenbach stellte den biblischen Bezug zum Thema her. Welche Hinweise liefert die Bibel? „Wir haben überlegt, was wir als Christinnen dazu sagen können“, erklärte Ulrike Schalenberg den Hintergrund. Der christliche Auftrag „Bewahre die Schöpfung“ biete einen Ansatz. Dagmar Müller, Leitende Pfarrerin, organisierte den Workshop „Plastik im Alltag — ist auch ein Segen!“. Insbesondere im medizinischen Bereich gibt es viel Nützliches: etwa Blutkonserven-Zubehör, Spritzen, Infusionskabel.

„Upcycling: Aus Müll mach neu“, lautete die Überschrift des vierten Workshops unter der Leitung von Iris Pupak. Die Arbeitsgruppe beschäftigte sich mit dem schon vorhandenen Müll und der Frage, wie er besser verwendet werden kann.

45 Frauen, nicht nur evangelischen Glaubens, nahmen an den verschiedenen Workshops teil. Die Frauenhilfe im Rheinland will den Kirchentag nun im zweijährigen Rhythmus veranstalten.

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