Huchem-Stammeln: Feuer in Notunterkunft

Huchem-Stammeln : Feuer in Notunterkunft

Bei einem Feuer in einer Flüchtlingsunterkunft sind am Freitagabend zwei Menschen mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in umliegende Krankenhäuser gebracht worden. Laut derzeitigem Kenntnisstand steht ein 18-jähriger Bewohner unter Tatverdacht.

Gegen 21.15 Uhr gingen bei den Leitstellen der Polizei und der Feuerwehr mehrere Notrufe über einen Zimmerbrand in einer Flüchtlingsunterkunft ein. Als die Feuerwehr am Brandort eintraf, hatten sich die meisten Bewohner bereits ins Freie gerettet.

Mindestens zwei von ihnen waren aus Angst vor dem starken Rauch aus einem Fenster im ersten Obergeschoss geklettert. Zwei Frauen, die sich noch im zweiten Obergeschoss aufhielten, wurden von den Rettungskräften gerettet.

Der Feuerwehr gelang es, den Brand zügig unter Kontrolle zu bringen und eine Ausdehnung zu vermeiden. Die Brandursache war eine Matratze, die Feuer gefangen hatte.

Aufgrund von Zeugenaussagen und Ermittlungen der Kriminalpolizei besteht der Tatverdacht der Brandstiftung gegen den einzigen Bewohner des Zimmers, einem 18-Jährigen. Er wurde in der Unterkunft angetroffen und vorläufig festgenommen.

Wegen der starken Rauches wurden zunächst fünf Personen wegen Verdacht auf Rauchgasvergiftung von den Rettungskräften behandelt - zwei Verletzte wurden ins Krankenhaus gebracht. Ein Bewohner, der sich durch ein Fenster gerettet hatte, verletzte sich beim Sturz und wurde ebenfalls stationär behandelt.

Da das Gebäude zunächst nicht mehr bewohnbar war, wurden die 37 Bewohner in anderen Heimen untergebracht.

(red/pol)
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