Heinsberg-Randerath: Fall Karl D.: Erneut Demonstration in Randerath

Heinsberg-Randerath: Fall Karl D.: Erneut Demonstration in Randerath

Im Fall Karl D. - der aus der Haft entlassene und weiterhin als gefährlich eingeschätzte Sexualstraftäter hält sich bekanntlich im Heinsberger Stadtteil Randerath auf - wurde auch am Freitagabend wieder demonstriert.

In der Nähe des Hauses, in dem sich Karl D. aufhält, gab es wieder eine Demo mit rund 120 Teilnehmern. Erneut war die Polizei mit großem Aufgebot vor Ort; nach Recklinghausen und Essen kam Verstärkung diesmal aus Aachen und Bonn.

Für Irritationen hatte bei Demonstrationsteilnehmern am Donnerstagabend in Randerath die Tatsache gesorgt, dass nicht nur mit Kameras von Fernsehanstalten Aufnahmen gemacht wurden, sondern auch die Polizei Videokameras einsetzte. Solche Aufnahmen seien ein ein Eingriff in das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit, hieß es.

Ein Polizeisprecher bestätigte, dass es kurzzeitig Videoaufnahmen der Polizei mit Hilfe eines Beweissicherungsfahrzeugs gegeben habe. Als Böller auf die Gleiskörper geworfen worden seien, habe die Polizei die Verursacher der Knallerei aufgefordert, dies angesichts der Gefahren für die Versammlungsteilnehmer sofort zu unterlassen.

Zudem sei angekündigt worden, dass für eine eventuelle Strafverfolgung ab diesem Zeitpunkt Videoaufnahmen erfolgen würden. Danach habe es aber keine weiteren Böllerwürfe mehr gegeben. Nach etwa einer Minute seien die Videogeräte wieder abgeschaltet worden. Die Aufnahmen seien gelöscht worden.