Düren-Niederau: Etwas Wehmut mischt sich in die Fröhlichkeit

Düren-Niederau: Etwas Wehmut mischt sich in die Fröhlichkeit

Tolles Ambiente, tolles Programm und trotzdem nur wenig Besucher - da kann man schon einmal ein bisschen wehmütig werden. „Wir kämpfen schwer jedes Jahr”, sagt Marianne Klein, die Geschäftsführerin der Niederauer Karnevalsgesellschaft Rurkei, angesichts des nur mäßig gefüllten Winkelsaals auf Schloss Burgau. Seit 1972 ist Frau Klein schon Geschäftsführerin der KG, sich selbst bezeichnet sie als „Karnevalarbeitspferd”.

Sie will zwar nicht klagen, aber dass die Gesellschaft schon bessere Tage erlebt hat, kann sie auch nicht bestreiten.

So veranstalten die Niederauer Jecken nur noch ihre Galasitzung und eine vereinsinterne Weihnachtsfeier, früher gab es noch eine Damen- und Herrensitzung. Finanzkrise auch bei den Karnevalisten: „Es ist leider, leider schwierig, man muss schließlich auch Geld investieren und bei dem bisschen, was wir einnehmen ist das nicht zu schaffen.”

Jugend hat andere Interessen

Neben dem lieben Geld ist der Nachwuchs natürlich ein Problem: „Die jungen Leute haben einfach kein Interesse. Wir hatten einmal eine große Jugendtruppe, aber das sind jetzt auch alles Mütter”, sagt Marianne Klein. Aber schön sei die Galasitzung trotzdem. „Die Leute die hier sind, freuen sich und die kommen auch wieder.” Recht hat sie, trotz geringer Besucherzahlen ist die Stimmung im Winkelsaal bestens.

Es wird geschunkelt und gesungen, die Kölner Mundartgruppe „De Nüggele” hat das Publikum schon zu früher Stunde fest im Griff. Dieses lässt ihrerseit die Musiker nicht ohne Zugabe von der Bühne. Neben der Mundartgruppe wird das Programm der Galasitzung weitestgehend von auswärtigen Kräften gestaltet.

An „Eigengewächsen” kommen lediglich die beiden Mariechen Sara und Sabrina Memmersheim zum Einsatz. Der Höhepunkt des Abends der Besuch des Dürener Prinzenpaares. Aber auch sonst ist für Kurzweil gesorgt: In der Bütt mit „Ne kölsche Köbes” und Dirk Strick. Die Gruppe „De Pöngele” gab bündelweise jecke Töne zum Besten. Darüber hinaus machten befreundete Gesellschaften den Niederauer Jecken die Aufwartung.

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