Hückelhoven: Es bleibt bei Tempo 20 auf der Parkhofstraße

Hückelhoven: Es bleibt bei Tempo 20 auf der Parkhofstraße

Die Parkhofstraße bleibt, wie sie ist. Jedenfalls wurde im Bauausschuss der Antrag der Demokratischen Alternative Hückelhoven (DAHh) auf Einbau von Schikanen oder auch so genannter „Drempel”, durch die die Kraftfahrer gezwungen werden, ihre Geschwindigkeit auf der neu gestalteten „Einkaufsmeile” zurückzufahren, abgelehnt.

Die auf dem Streckenabschnitt zwischen der Haagstraße und dem Mini-Kreisel an der Martin-Luther-Straße vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit von 20 Kilometer in der Stunde werde nicht eingehalten, argumentieren die Antragsteller.

Folge: Eine „hochgradige Gefährdung von Radfahrern und Fußgängern”. Geschwindigkeitsmindernde „Maßnahmen auf der Parkhofstraße sind nicht notwendig”, antwortet die Verwaltung dem Antrag der DAHh. Bei „Verkehrsschauen”, an denen sich einschlägige Fachkreise beteiligten, sei „kein Handlungsbedarf” festgestellt worden.

Im Gegenteil: die Unfallentwicklung auf der Parkhofstraße werde als „unauffällig” beurteilt, sie sei nicht „besonders beobachtungsbedürftig”. Fazit der Verwaltung: Es könne allen Verkehrsteilnehmern der Parkhofstraße zugemutet werden, sich „vorausschauend und aufmerksam dort zu bewegen und sich verkehrsgerecht zu verhalten”. Weitere Maßnahmen als die getroffenen seien nicht notwendig.

„Erst recht nicht im Hinblick darauf, dass die Parkhofstraße auch intensiv vom öffentlichen Personennahverkehr genutzt wird, für den Verschwenkungen oder Fahrbahnschwellen unangenehmere Auswirkungen haben als für Pkw”, heißt es. 20 Stundenkilometer Geschwindigkeitsbegrenzung reiche aus. Dr. Henning Herzberg (Grüne) stellte in der Aussprache allerdings fest: „Es wird tatsächlich gerast auf der Parkhofstraße”.

Richtiggehend „rausgeschossen” kämen da jugendliche Kraftfahrzeugführer. Sein Vorschlag: „Geschwindigkeitsanzeiger aufstellen”. Ähnlich Erschreckendes wusste auch Dieter Geitner (CDU) zu berichten: Er sei in dem Minikreisel gar „schon einmal überholt worden”. Jochen Frickinger (Bürgerpartei) sieht auch Schnellfahrer, hält aber von „Drempeln” oder Schikanen „gar nix”. Sein Vorschlag: Geschwindigkeitskontrollen.

Heinz-Josef Kreutzer (CDU) sieht kein Problem. Und: „Die Anwohner verwahren sich gegen Hubbel”. Für ihn ist der Antrag ein „Profilierungsversuch” der neu gegründeten Partei. Weil: „Die Wahlen lassen grüßen”. Nach Angaben des Vorsitzenden der DAHh allerdings ist es derzeit noch fraglich, ob die Partei zur Kommunalwahl am 30. August antreten wird.

Willi Spichartz (SPD) hält weitere verkehrsberuhigende Maßnahmen auf der Parkhofstraße überflüssig, wenn die Autofahrer „auf Verständnis fahren”. Spichartz verwies auf Kommunen in den Niederlanden, in denen innerorts nur noch zwei Regeln gelten würden: „Rechts vor links und: wer verkehrsbehindernd parkt, wird abgeschleppt.” Der SPD-Fraktionsvorsitzende meinte dann grundsätzlich: „Wer aus der Parkhofstraße noch immer eine Fußgängerzone machen will, der träumt Träume, die längst ausgeträumt sind.”