Düren: Erster kleiner Titel für den 1. FC Düren

Düren: Erster kleiner Titel für den 1. FC Düren

Mit einem 3:0-Sieg im Finale gegen Schwarz-Weiß Düren hat der 1. FC Düren den Fußball-Kreis-Champions-Cup gewonnen. Der Ausrichter und Landesliga-Absteiger verkaufte sich im Jugendstadion teuer gegen den Mittelrheinligisten, verteidigte insbesondere in den zweiten 30 Minuten wacker.

Die Partie begann flott — und mit einem frühen Tor von Tobias Frohn für den FCD (2.). Mit einer schnellen und schnörkellosen Kombination über die rechte Außenbahn spielten Marvin Störmann und Dominik Behr den Stürmer im Sechzehner frei, der das Leder aus kurzer Distanz unhaltbar für SWD-Keeper Tim Resech hoch in die Maschen drosch. Insbesondere Störmann und Behr waren in der ersten Hälfte auffällig, die meisten Aktionen liefen über ihre Seite.

Mit dem Hinterteil zur Ecke geklärt: SW-Verteidiger Nico Wellens (weißes Trikot) blockt in dieser Szene den Torschuss von FCD-Mittelfeldmann Nico Schröteler ab. Eine symbolische Szene, denn gerade in der zweiten Hälfte des Finales spielte quasi nur der Mittelrheinliga-Aufsteiger und neue Kreis-Champions-Cup-Sieger nach vorne. Foto: Rose

Schwarz-Weiß hätte den Rückstand postwendend ausgleichen können — doch Stürmer Michael Strauch scheiterte nach einem Freistoß freistehend an FCD-Torwart Kevin Jackmuth. In der zehnten Minute war der Ex-GFC-99-Spieler auch an der zweiten dicken Torchance für SW beteiligt. Im Strafraum behielt der Routinier die Übersicht, bediente Kapitän Björn Kurth, der aber daneben schoss.

Motivator im Finale: SW-Kapitän Björn Kurth (hinten), hier mit Verteidiger Michael Hombach. Foto: Rose

Auf der Gegenseite war das Team des Trainerduos Lennartz/Bergs um viel Ballbesitz und schnelles Spiel bemüht. Das klappte auch, wobei der letzte Pass dann oft in des Gegners Füßen landete. Aktivposten Dominik Behr (20.) und Julian Nießen (28.) hatten die letzten beiden zwingenden Abschlüsse für den FCD in Hälfte eins.

In den zweiten 30 Minuten hatte der Mittelrheinligist gefühlt 90 Prozent Ballbesitz, verlagerte sein Spiel immer wieder auf die Außenbahnen. Das Muster ähnelte sich von Angriff zu Angriff: flache Bälle nach außen, (meist) flache Hereingaben in den Sechzehner — aber hundertprozentige Torgefahr entstand quasi nicht, die Torschüsse lenkte die SW-Verteidigung um Nico Wellens und Michael Hombach oft zur Ecke. Die laufstarke Sturmspitze Tobias Frohn agierte in der zweiten Hälfte an vorderster Front glücklos, die Flankenbälle fanden ihn zu selten.

Zwei Mal abgefälscht

Bei den beiden weiteren Treffern zum 3:0-Erfolg münzte der 1. FC Düren seine spielerische Dominanz auch in eine Portion Glück um. In der 49. Minute legte SW-Zehner Björn Kurth FCD-Akteur Marc Wollersheim 20 Meter vor dem Tor. Zum fälligen Freistoß trat der Gefoulte selbst an, touchierte mit seinem Schuss die Mauer so, dass Schwarz-Weiß Keeper Tim Resech keine Chance hatte, den abgefälschten Ball zu parieren.

Auch kurz vor Ende der Partie war Resech machtlos, als wieder ein abgefälschter Schuss von Wollersheim maßgeblich am letzten Gegentreffer beteiligt war: Das Leder landete im Fünfmeterraum bei Marius Schonauer, der keine Probleme hatte, den Ball über die Linie zu drücken — Resech war bereits in die rechte Ecke unterwegs und geschlagen.

Schwarz-Weiß kam in den zweiten 30 Minuten zu zwei Entlastungsangriffen. David Briem ließ sich in der 46. Minute jedoch im Duell mit zwei FCD-Verteidigern auf Höhe des Sechszehners abdrängen, rund zehn Minuten später prüfte er Keeper Jackmuth mit einem Fernschuss — mit einer Flugparade klärte der Neuzugang zur Ecke. Ein weiteres Mal konnte er sich nicht beweisen.

Nach der Begegnung stand ein weiterer Gewinner des Kreis-Champions-Cups fest: Die Stephanus-Förderschule des Kreises Düren bekam aus Erlösen des Turniers und Siegprämienspenden der vier Vereine einen Scheck in Höhe von 1611 Euro.

Mehr von Aachener Zeitung