Kreis Heinsberg: Erster Erkelenzer Lebertag

Kreis Heinsberg: Erster Erkelenzer Lebertag

„Wir wollen mit unserem Arzt-Patienten-Seminar, dem ersten Erkelenzer Lebertag, mit dem Thema Chronische Hepatitis und ihre Folgen´ am Samstag, 22. August, von 11 bis 14.30 Uhr im Foyer der Erkelenzer Stadthalle in Kooperation mit dem Hermann-Josef-Krankenhaus das Bewusstsein der Bevölkerung für virale Hepatitis-Erkrankte schärfen.”

Dies erklärte der Leiter der Hepatitis-Selbsthilfegruppe Kreis Heinsberg, Rolf Goertz, die ebenso auf ihr zehnjähriges Bestehen zurückblickt.

Wie die Selbsthilfegruppe unter Berufung auf Expertenangaben berichtete, sind in Deutschland fast eine Million Menschen an viraler Hepatitis B und C erkrankt. Aber nur 30 Prozent der Hepatitis-Erkrankten wüssten von ihrer Hepatitis-Infizierung.

Beide Formen der viralen Hepatitis könnten jeden treffen - unabhängig von Gesellschaftsschicht, Alter, Geschlecht oder ethnischer Zugehörigkeit. Weltweit seien über 500 Millionen Menschen mit Hepatitis B oder C infiziert. Jedes Jahr würden etwa eine Million Menschen an dieser viralen Hepatitis sterben.

Da die Leber in der Regel keine Schmerzen verursache, werde diese Lebererkrankung meistens nicht erkannt. Frühzeitige Diagnose und Behandlung der chronischen Virushepatitis seien aber von großer Bedeutung, so die Selbsthilfegruppe. Das Risiko für Folgeschäden wie Leberzirrhose und Leberkrebs könne umso mehr gesengt werden, je früher die Therapie beginne.

Um über dieses zunehmende Gesundheitsproblem mehr zu informieren, zumal jüngste Studien zeigen würden, dass die Zahl der Hepatitis C bedingten Leberkarzinome dramatisch zunehme, solle im Kreis Heinsberg auf diese Krankheit aufmerksam gemacht werden.

Die hiesige Hepatitis-Selbsthilfegruppe - von der Deutschen Leberstiftung als assoziierte Selbsthilfegruppe anerkannt - will mit dem ersten Erkelenzer Lebertag Wege der Behandlung für Betroffene aufzeigen.

Über neue Konzepte in der Therapie der chronischen Hepatitis B und C referiert Professor Dr. med. Hermann E. Wasmuth, Leitender Oberarzt der Klinik III der Aachener Uniklinik. Chefarzt Dr. med. Harry Elsbernd vom Hermann-Josef-Krankenhaus Erkelenz spricht über Folgeerkrankungen der chronischen Hepatitis. Rolf Goertz zeigt Möglichkeiten der Aufklärung und Hilfen für Betroffene durch die Hepatitis-Selbsthilfegruppe auf.

Dieses Arzt-Patienten-Seminar, für Ärzte zur Zertifizierung bei der Ärztekammer Nordrhein angemeldet, ist offen für alle und kostenfrei. Jeder Besucher hat die Möglichkeit, mit den Experten über Lebererkrankungen zu reden. Gleichzeitig kann Informationsmaterial mitgenommen werden.

Nähere Informationen gibt es bei Rolf Goertz, Hepatitis-Selbsthilfegruppe Kreis Heinsberg, Heiderbusch 24, 41812 Erkelenz, Telefon und Fax 02433/918835, E-Mail: rgoertz@t-online.de.

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