Kreis Heinsberg: „Erste Lebensjahre sind entscheidende Bildungsjahre“

Kreis Heinsberg: „Erste Lebensjahre sind entscheidende Bildungsjahre“

Mit großem Interesse wurde bei einer Veranstaltung der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) im SPD-Unterbezirk Heinsberg, die in den Brööker Stuben in Oberbruch stattfand, den Ausführungen von Eva-Maria Voigt-Küppers gefolgt. Sie ist als stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD im Düsseldorfer Landtag zuständig für die Bereiche Schule, Weiterbildung und Sport.

Die Elementarbildung bezeichnete ­Voigt-Küppers als das wichtigste Glied in der Bildungskette. Sie versicherte, dass die Landesregierung dieser höchste Priorität einräume. Die ersten Lebensjahre eines Kindes seien die entscheidenden Bildungsjahre. Deshalb sei ein bedarfgerechtes Angebot elementarer Bildung unabdingbar. Dies gelte in besonderer‚ Weise für Sprache und Kommunikation, aber auch für andere Erfahrungs- und Bildungsbereiche von Bewegung und Motorik über Kultur bis hin zur Auseinandersetzung mit der Natur. Chancengleichheit und gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe gehörten zu diesem Selbstverständnis.

Voigt-Küppers: „Wir stehen zum Ausbau der Kita-Plätze für unter dreijährige Kinder und zum Rechtsanspruch 2013!“ Für die Kindergartenjahre 2011/12 und 2012/13 würden die Kommunen den Ausgleich unverzüglich als Einmalzahlung erhalten, insgesamt würden dabei rund 182 Millionen Euro an die Jugendämter fließen. Heinsberg bekomme bis 2013 eine Gesamtsumme von mehr als 2,7 Millionen Euro, der Kreis Heinsberg sogar rund sieben Millionen Euro.

Wer Kinder gut und früh fördern wolle, müsse auch die Eltern in ihrer Verantwortung unterstützen und stärken, so die Sozialdemokratin. Die Vernetzung von Kindergartenbetreuung, Familienberatung und Familienbildung nehme an Bedeutung zu.

Abschließend wies die Landtagsabgeordnete aus der Städteregion Aachen auf die Bedeutung der UN-Behindertenrechtskonvention hin, der auch in vollem Umfang in der frühkindlichen Bildung Rechnung zu tragen sei. Kein Kind mit Behinderung solle Ausgrenzung erfahren müssen. Vielmehr sollten von Anfang an Kinder mit und ohne Behinderung zusammen in den Kindergarten gehen, was auch zur Erleichterung des Inklusionsprozesses im Schulwesen führe. Dank der bewährten Elternmitwirkung in den Kindertagesstätten habe die frühkindliche Bildung mit ihrem hohen Inklusionsanteil von circa 80 Prozent eine Vorreiterrolle für das gesamte Bildungssystem, so Eva Maria Voigt-Küppers.